Promises vs Actions
What parties said before elections compared with what they did after. Positions from official Wahl-O-Mat data (bpb). Actions from parliamentary records.
Constitutional
Frauen und Männer auf Landeslisten
Die Landeslisten der Parteien für die Wahlen zum Deutschen Bundestag sollen abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt werden müssen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie innere Organisation von Parteien ist weitgehend verfassungsstark geschützt. Dies gilt insbesondere für die Kandidatenauswahl. Ein Eingriff in diese Rechtslage ist daher rechtswidrig. Ein gesetzgeberischer Zwang, Kandidaten nach Geschlechterquoten zu bestimmen, verstößt gegen das fundamentale demokratische Wahlrechtsgebot, wonach jedem Stimmbürger ein gleiches aktives und passives Wahlrecht zusteht. |
| CDU/CSU | Neutral WhyDie These ist verfassungswidrig. Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts sowie die Landesverfassungsgerichte von Brandenburg und Thüringen haben entsprechende Paritätsgesetze bereits ablehnend beurteilt. Als Union haben wir es uns aber selbst zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Gesellschaftsgruppen möglichst repräsentativ in der Mitgliedschaft und in Ämtern, Funktionen und Mandaten von CDU und CSU abzubilden. Dies gilt insbesondere für die gleichberechtige Teilhabe von Frauen und Männern. |
| LINKE | Agrees WhyBei der LINKEN ist das selbstverständlich. Daher liegt der Frauenanteil in der linken Bundestagsfraktion bei über 50 Prozent. |
| FDP | Disagrees WhyDie Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Politik ist für uns Freie Demokraten ein zentrales Anliegen. Wir wollen, dass sich mehr Frauen in den Parteien politisch engagieren. Eine paritätische Wahlliste geht jedoch an den Ursachen vorbei und schränkt die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger ein. Die Verfassungsgerichte in Thüringen und Brandenburg haben bereits jeweils ein solches Gesetz als verfassungswidrig erklärt. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir brauchen dringend mehr Frauen im Bundestag. Wir Grüne haben den höchsten Frauenanteil aller Fraktionen im Parlament und praktizieren Gleichberechtigung auch bei unseren Listenaufstellungen. Wir setzen uns im Bund für ein Paritätsgesetz ein und werden entsprechende Gesetzesänderungen auf den Weg bringen. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen, dass alle Geschlechter in gleichem Maße an politischen Entscheidungen beteiligt sind. Die SPD sorgt schon lange für eine gleichberechtigte Besetzung von Ämtern und Mandaten. Andere Parteien weigern sich, Frauen eine gleichberechtigte politische Teilhabe zu ermöglichen. Deshalb wollen wir sie mit einem Paritätsgesetz auch für den Bundestag dazu verpflichten, die Männerdominanz zu beenden und für gleichberechtigte Repräsentanz von Frauen und Männern in ihren Parlamentsreihen zu sorgen. |
Grundgesetz
Im einleitenden Satz des Grundgesetzes soll weiterhin die Formulierung „Verantwortung vor Gott“ stehen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyEs handelt sich bei der Formulierung nicht um einen „einleitenden Satz“, sondern um einen Teil der Präambel, die Teil des gesamten Verfassungswerks ist. Der Gottesbezug war zum Zeitpunkt der Schaffung des GG ein Bezugspunkt für die Geschichte des christlichen Abendlandes, der die Verfassungsgeber sich verpflichtet fühlten im Kontrast zur Barbarei der NS-Diktatur. Diese zeithistorische Rahmenbedingung ist so bedeutungsvoll, dass sie es verdient, dauerhaft dokumentiert zu werden. |
| BSW | Neutral |
| CDU/CSU | Agrees WhyBei der Einführung der Präambel haben sich die Mütter und Väter des Grundgesetzes von folgendem Gedanken leiten lassen: Wir nehmen nicht für uns in Anspruch, dass wir die letzte Wahrheit präsentieren, sondern wir sind uns bewusst, dass alles, was wir tun, menschengemacht ist. Und der Mensch kann immer auch fehlbar sein. Das gilt auch heute noch. Als christlich geprägte Parteien wollen wir als CDU und CSU an der Formulierung festhalten. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Linke tritt für die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichbehandlung aller Religionen und Weltanschauungen mit den christlichen Kirchen ein. |
| FDP | Neutral WhyDie FDP verteidigt die Verfassung. Das Grundgesetz sollte nur geändert werden, wenn damit ein Mehrwert einhergeht. Die Religionsfreiheit schützt schon heute unterschiedliche Bekenntnisse – ebenso wie die Freiheit, nicht religiös zu sein. Das Staatskirchenrecht wollen wir zu einem Religionsverfassungsrecht weiterentwickeln. Den Verfassungsauftrag, die Staatsleistungen abzulösen, wollen wir umsetzen. |
| GRÜNE | Neutral WhyDer Gottesbezug im Grundgesetz ist seit seiner Formulierung umstritten. Er hat aber kaum Direktionskraft für unsere Rechtslage und ist damit für das Leben der Menschen in Deutschland nahezu unbedeutend. Die religiöse Neutralität des Staates ist an anderer Stelle im Grundgesetz verankert. Daher sehen wir keine dringende Notwendigkeit, den Gottesbezug zu debattieren. |
| SPD | Agrees WhyDiese Formulierung spiegelt die historischen Wurzeln des Grundgesetzes (GG) in Deutschland wider und betont die ethischen Grundlagen unserer Gesellschaft. Sie ergänzt Artikel 1, der die Unantastbarkeit der Menschenwürde betont, indem sie eine Verpflichtung zur Achtung dieser Würde impliziert. Ebendiese Traditionen im GG zu bewahren, stärkt die Einheit und Stabilität unserer pluralistischen Gesellschaft. |
Wählen ab 16
Bei Bundestagswahlen sollen auch Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyEine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 lehnt die AfD ab. Aus gutem Grund sind junge Menschen vor dem 18. Lebensjahr von den meisten bürgerlichen Pflichten befreit. Zudem sind sie beschränkt geschäftsfähig. Dementsprechend sollten sie auch das vornehmste Recht eines Bürgers, das Wahlrecht, erst dann erhalten, wenn sie diese Pflichten gegenüber der Gemeinschaft erfüllen müssen. Es darf keine Rechte ohne Pflichten geben. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyDass sich junge Leute politisch schon früh engagieren, sich für konkrete politische Ziele einsetzen, ist im Sinne unserer Demokratie eine sehr guteEntwicklung. Es hat sich aus unserer Sicht bewährt, dass Wahlrecht und Volljährigkeit miteinander verknüpft sind. Mit 18 Jahren wird jungen Menschen vom Gesetz unterstellt, dass sie in der Lage sind, die volle Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. |
| LINKE | Agrees WhyJunge Menschen müssen über ihre Zukunft mitentscheiden können. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten fordern eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre für die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Als Voraussetzung dafür ist die politische Bildung an allen Schulformen zu verstärken. Junge Menschen nehmen bereits in vielen Lebensbereichen Verantwortung wahr, werden aber von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Dabei sind sie diejenigen, die am längsten von politischen Entscheidungen beeinflusst werden. Das Wahlrecht ab 16 ist gelebte Generationengerechtigkeit. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir setzen uns seit Jahren im Bundestag für ein aktives Wahlrecht ab 16 ein. Junge Menschen sollen ihre Zukunft mitgestalten, denn auch sie haben ein Recht darauf, dass Ihre Meinungen, Wünsche und Vorstellungen bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. |
| SPD | Agrees WhyJunge Menschen sind Profis in Fragen ihrer Zukunft! Unser Anspruch ist daher eine Politik, die nicht über ihre Köpfe hinweg diskutiert und entscheidet. Wir wollen echte Beteiligung ermöglichen. Jugendliche zeigen an vielen Stellen, dass sie politisch denken und für ihre Interessen zu handeln bereit sind. Daher ist es richtig, auch das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. |
Education
Elternabhängiges BAföG
Die Ausbildungsförderung BAföG soll weiterhin abhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyBAföG ist ein wichtiges Instrument, das Auszubildenden aus einkommensschwachen Familien die Finanzierung eines schulischen Abschlusses oder eines Studiums ermöglichen soll. Es sollte ausschließlich einem Personenkreis vorbehalten bleiben, der auf diese finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Allerdings sollte das BAföG zu einer gerechten Sozialleistung für Schüler und Studenten aus einkommensschwachen Familien weiterentwickelt werden. Das betrifft auch eine Erhöhung der Bedarfssätze. |
| BSW | Agrees WhyDas BAföG muss insgesamt mehr Studenten zugutekommen. Hier ist es auch besonders wichtig, dass die bürokratischen Hürden abgebaut werden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyCDU und CSU wollen das elternabhängige BAföG als Sozialleistung erhalten, damit jede und jeder unabhängig von der Herkunft studieren kann. Das ist ein Gebot der Chancengerechtigkeit. Außerdem werden wir das BAföG und den KfW-Studienkredit besser aufeinander abstimmen. BAföG-Empfängerinnen und -Empfängern wollen wir zudem die Möglichkeit bieten, mehr hinzuzuverdienen. |
| LINKE | Disagrees WhyJede*r dritte Studierende in Deutschland ist arm. Nur 12,5 Prozent der Studierenden bekommen BAföG. Das Bafög selbst liegt unterhalb der Armutsgrenze. Die Linke will, dass BAföG unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt wird, dann gibt es weniger Hemmnisse bei der Beantragung. Das BAföG soll existenzsichernd sein und als Vollzuschuss gezahlt werden. In vielen Ländern sind damit gute Erfahrungen gemacht worden. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten wollen, dass ein Studium nicht von den Voraussetzungen des Elternhaues abhängt. Deshalb wollen wir das BAföG elternunabhängig machen. Es setzt sich zusammen aus dem bisherigen Kindergeld (bzw. Kinderfreibetrag), das direkt an die Studierenden sowie Schülerinnen und Schüler ausgezahlt wird, weiteren Zuschüssen des BAföG und einem monatlich anpassbaren, zinsfreien Darlehen. Das Darlehen muss erst bei gutem Einkommen und in begrenzter Höhe und Dauer zurückgezahlt werden. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen die BAföG-Sätze erhöhen. Das BAföG soll existenzsichernd sein, auch bei steigenden Lebenshaltungskosten. Auch die Freibeträge bei den elterlichen Einkommen wollen wir anheben und das BAföG für mehr Menschen öffnen. Das Aufstiegs-BAföG soll auch in Teilzeit bezogen werden können und grundsätzlich soll das Antragsverfahren vollständig digital möglich werden. |
| SPD | Agrees WhyAllen jungen Menschen müssen alle Ausbildungswege offenstehen. Wir haben daher die BAföG-Bedarfssätze ebenso erhöht wie die Freibeträge beim Elterneinkommen, innerhalb derer ein Anspruch auf Ausbildungsförderung besteht. Im nächsten Schritt wollen wir dafür sorgen, dass die Höhe der Ausbildungsförderung regelmäßig an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst wird. Langfristig wollen wir das Bafög elternunabhängiger machen und streben die schrittweise Rückkehr zum Vollzuschuss an. |
Elternunabhängiges BAföG
Studentinnen und Studenten sollen BAföG unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern erhalten.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyBAföG ist in der aktuellen Konzeption eine Sozialleistung. Darum sollen nur diejenigen es bekommen, die es wirklich brauchen. Wir möchten das BAföG künftig so umbauen, dass besonders leistungsstarken Studenten das Darlehen bis zu 100 % erlassen wird. Bei Kindererziehung während des Studiums oder bei gesellschaftlichem Engagement soll auch ein Teil der Rückzahlung erlassen werden. Zudem soll es möglich sein, auf den Darlehensanteil zu verzichten, um schuldenfrei ins Berufsleben starten zu können. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir wollen das BAföG flexibilisieren und zu einem Instrument der individuellen Förderung des Lebensunterhalts von Bildung und Weiterbildung im Lebensverlauf weiterentwickeln. Gleichwohl bleibt das BAföG eine Sozialleistung, so dass weiterhin Einkommens- und Vermögensprüfungen stattfinden werden. Dies ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit. |
| LINKE | Agrees WhyStudierende sollen sich unabhängig von Finanzsorgen und den Vorlieben der Eltern für eine berufliche Zukunft entscheiden können. Alle, die es brauchen, sollen BAföG erhalten, das den tatsächlichen Bedarf deckt und nicht zurückgezahlt werden muss. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten wollen ein elternunabhängiges Baukasten-BAföG einführen. Die freie Wahl des Studiums darf nicht länger von der Unterstützung der Eltern abhängen. Studierende sollen analog zum bisherigen Kindergeld beziehungsweise Kinderfreibetrag der Eltern einen monatlichen Sockelbetrag von 200 Euro erhalten. Weitere 200 Euro sollen bei ehrenamtlichem Engagement oder Nebentätigkeiten als Zuschuss gewährt werden. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen, dass sich jede*r eine Ausbildung oder ein Studium leisten kann, unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Eltern. Dafür wollen wir das BAföG zu einer Grundsicherung für Studierende und Auszubildende umbauen. Sie soll aus einem Garantiebetrag und einem Bedarfszuschuss bestehen, der den Gesamtbetrag im Vergleich zum heutigen BAföG substanziell erhöht. Studierende oder Auszubildende bekommen den Betrag direkt überwiesen. Perspektivisch soll sie elternunabhängig gestaltet sein. |
| SPD | Disagrees WhyIm Rahmen unserer Kindergrundsicherung werden wir ein neues Kindergeld schaffen: nach Einkommen der Familie gestaffelt, an Auszubildende als elternunabhängige Basisabsicherung direkt ausgezahlt. Die zusätzliche Förderung durch das BAföG wollen wir so reformieren, dass sie Studierende mit geringen Ressourcen wieder verlässlich unterstützt: Durch eine Ausweitung der Förderansprüche und die schrittweise Rückkehr zum Vollzuschuss, damit niemand aus Angst vor Verschuldung auf ein Studium verzichtet. |
Energy
Abschaffung von Zöllen
Deutschland soll sich für die Abschaffung der erhöhten EU-Zölle auf chinesische Elektroautos einsetzen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyZölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft führen mittelfristig zu einer Schwächung der geschützten Unternehmen, weil sich für sie der Anpassungsdruck an veränderte Marktbedingungen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit reduziert. Dies gilt auch für chinesische Importe, solange kein eindeutiger Verstoß gegen die internationale Wettbewerbsordnung vorliegt. Die Politik sollte stattdessen für gute Standortbedingungen sorgen, wie preiswerte Energie, geringe Bürokratie und intakte Infrastruktur. |
| BSW | Agrees WhyDie erhöhten EU-Zölle auf chinesische Elektroautos schaden der deutschen Autoindustrie, da China im Gegenzug ebenfalls höhere Zölle auf europäische Fahrzeuge und Zulieferteile einführt. Für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt ist eine Handelsbeziehung auf Augenhöhe ohne Zölle notwendig. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir sind für einen fairen internationalen Freihandel nach gemeinsamen Spielregeln, an die sich alle halten. Grundsätzlich sind Zölle nicht der richtige Weg, weil sie den Freihandel behindern und Waren für alle teurer machen. Wir wollen aber verhindern, dass Staaten außerhalb der EU den marktwirtschaftlichen Wettbewerb durch staatliche Subventionen aushebeln und sich so einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschaffen. |
| LINKE | Agrees WhyDie Autoindustrie wird in China derzeit stark gefördert, was die Ausgestaltung von fairen Handelsbeziehungen schwieriger macht. Die Automobilindustrie in Deutschland hat den Umbau ihrer Flotten verschlafen. Die Zölle auf chinesische Elektroautos zu erhöhen schützt weder Arbeitsplätze noch helfen sie beim dringend benötigten Umbau der Automobilindustrie, dafür braucht es eine aktive Industriepolitik, bei der die Beschäftigten Mitsprache haben. |
| FDP | Agrees WhyDie neuen EU-Zölle treffen am stärksten die deutschen Autohersteller. Denn diese Unternehmen produzieren auch in China. Handelskonflikte führen zu Inflation und Knappheit, sie kennen keine Gewinner. Als Exportnation ist Deutschland auf offene Märkte angewiesen. Wir stehen deshalb für den Abbau von Handelsbarrieren, statt neue zu schaffen. |
| GRÜNE | Agrees WhyChinas Subventions- und Wirtschaftspolitik führt zu unfairem Wettbewerb für unsere europäischen Unternehmen. Deshalb stärken wir der EU Kommission den Rücken in ihren Verhandlungen mit China, auch bei E-Autos. So wahren wir die Interessen der europäischen Wirtschaft. Zölle können dabei aber nur die letztmögliche Lösung sein. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unsere Abhängigkeiten von China abzubauen. |
| SPD | Neutral WhyDie übermäßige Subventionierung in verschiedenen Branchen durch China gefährdet faire Wettbewerbsbedingungen. Deshalb ist es grundsätzlich richtig, dass die EU-Kommission dagegen vorgeht. Gleichzeitig schaden die aktuellen Zölle der deutschen Automobilwirtschaft und gefährden Arbeitsplätze hierzulande. Auf Druck der Bundesregierung verhandelt die EU-Kommission daher mit der chinesischen Regierung, um eine Alternative zu den zunächst eingeführten Zöllen zu finden. |
Ausstieg aus der Kohleverstromung
1 contradictionsDer für das Jahr 2038 geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung soll vorgezogen werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyGesicherte und günstige Energieversorgung ist eine der Voraussetzungen von Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit. Eine komplette Umstellung unserer Versorgung auf volatile "erneuerbare" Energielieferanten ist unökologisch und unrealistisch - und daher abzulehnen. Die AfD setzt sich für die Verstromung von Braun- und Steinkohle als grundlast- und regelfähige Energiequellen ein. Deutschland hat die weltweit saubersten und effizientesten Kraftwerke. Daher lehnen wir die Ausstiegspläne insgesamt ab. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir stehen zum vereinbarten Kohle-Kompromiss. Die Braunkohle-Regionen, die betroffenen Energieunternehmen, die Zulieferer und vor allem die Beschäftigten können sich auf uns verlassen. Der Kohle-Kompromiss definiert Höchstlaufzeiten, nicht Mindestlaufzeiten. Insofern schließt er nicht aus, dass Kohlekraftwerke auch früher vom Netz gehen können. |
| LINKE | Agrees WhyDer Kohleausstieg 2038 kommt zu spät für das Ziel, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen. Der schrittweise Kohleausstieg muss sofort beginnen. Spätestens 2030 muss der letzte Kohlemeiler vom Netz. Für den Braunkohleabbau dürfen keine weiteren Dörfer abgebaggert werden, der Hambacher Forst darf nicht weiter zerstört werden. Der Umbau der Regionen darf nicht zu Lasten der Beschäftigten oder über die Köpfe der ortsansässigen Bevölkerung hinweg geschehen. |
| FDP | Neutral WhyDer Kohleausstieg ist über das marktwirtschaftliche Instrument des europäischen Emissionshandels längst angelegt - und zwar europaweit. Der Emissionshandel sollte als zentrales Klimaschutzinstrument gestärkt und auf alle Sektoren ausgeweitet werden. So können wir die Umstellung hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung ganz ohne Steuergelder und technologische Vorgaben voranbringen. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen den Kohleausstieg bis 2030 vollenden. Nur so erreichen wir die Pariser Klimaziele und bringen Deutschland auf einen 1,5 Grad-Pfad. Für den schnelleren Ausstieg brauchen wir einen wirkungsvollen CO2-Preis, der die Klimaschäden der Kohleverstromung einpreist. Sollte dieser auf europäischer Ebene nicht schnell genug erreicht werden, setzen wir auf einen nationalen CO2-Mindestpreis. Es bedarf außerdem einer massiven Ausbauoffensive der Erneuerbaren im Sinne der Versorgungssicherheit. |
| SPD | Agrees WhyDen Klimawandel zu stoppen ist eine Menschheitsaufgabe. Maßstab ist das Pariser Klimaabkommen. Mit dem von der SPD durchgesetzten Klimaschutzgesetz wird das Abkommen konkret. Der Ausstieg aus der Atomenergie erfolgt Ende nächsten Jahres. Auch der Kohleausstieg ist beschlossene Sache. Je schneller der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfolgt und je schneller die nötigen Stromleitungen und Verteilnetze gebaut werden, desto eher kann auf fossile Energieträger verzichtet werden. |
Identified inconsistencies
Economy Minister Habeck (Gruene) defended the eviction of Luetzerath village in January 2023 to allow RWE lignite mining, despite the Gruene's core identity as the anti-coal party. The planned CO2 price increase to 35 EUR for 2023 was delayed by one year during the energy crisis. Most significantly, the Gruene voted on April 26, 2024 to amend the Klimaschutzgesetz, replacing binding annual sector-specific CO2 targets with a cross-sectoral multi-year assessment -- removing the mechanism that would have forced emergency action programs in transport and buildings.
Context: The NRW coal deal with RWE advanced the regional coal exit from 2038 to 2030, and approximately 280 million tons of brown coal will remain in the ground. Russia's invasion of Ukraine created an energy crisis that made immediate climate ambitions harder to sustain.
Energieintensive Unternehmen
Energieintensive Unternehmen sollen vom Staat einen finanziellen Ausgleich für ihre Stromkosten erhalten.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyWir wollen unseren zukünftigen Energiemix ideologiefrei und technologieoffen gestalten und uns dafür günstige Energiequellen erschließen. Das schließt die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken und günstiges Pipeline-Gas mit ein. Wir wollen auf diese Weise wieder zu international wettbewerbsfähigen Energie- und Stromkosten gelangen. Zudem werden wir die Energiesteuern stark senken und die CO2-Abgabe komplett abschaffen. Eine Bezuschussung der Stromkosten von Unternehmen erübrigt sich damit. |
| BSW | Disagrees WhyWir wollen mit vernünftiger Energiepolitik die Strompreise für Verbraucher und Industrie senken. Eine pauschale Dauersubvention von energieintensiven Unternehmen auf Kosten der Steuerzahler lehnen wir ab. |
| CDU/CSU | Agrees WhyCDU und CSU wollen die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland verbessern. Dafür werden wir nicht nur die Industrieunternehmen beim Strompreis entlasten, sondern auch Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen sowie Haushalte. Kurzum: Wenn wir die Energiepreise für alle in Deutschland durch eine Reduktion der Netzentgelte und der Stromsteuer senken, profitieren alle. |
| LINKE | Agrees WhyWir fordern, dass energieintensive Industrie im Umbau u.a. mit einem günstigen Strompreis unterstützt wird. Das wollen wir aus dem Klima- und Transformationsfonds finanzieren, mit dem wir den klimagerechten Umbau der Wirtschaft fördern wollen. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten wollen die Stromsteuer in einem ersten Schritt auf das EU-Mindestmaß absenken und werden uns auf europäischer Ebene für ihre Abschaffung einsetzen. Anders als bei einem Industriestrompreis gibt es dabei keine Wettbewerbsverzerrung zwischen Mittelstand und Industrie. Zudem wollen wir die Netzentgelte als großen Treiber der Stromkosten umfassend reformieren. Denn die hohen Energiekosten in Deutschland stellen einen großen Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort dar. |
| GRÜNE | Agrees WhyUnser Anspruch ist es, dass Deutschland ein starker Industriestandort bleibt, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu sichern. Eine sichere, saubere und bezahlbare Energieversorgung ist ein entscheidender Standortfaktor. Durch den Ausbau der Erneuerbaren werden die Strompreise sinken. Bis es so weit ist, setzen wir uns für eine Strompreiskompensation für energieintensive Unternehmen ein, die im globalen Wettbewerb sind. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen schnell handeln, um Arbeitsplätze zu sichern und die Wirtschaft zu stärken. Dafür braucht es wettbewerbsfähige Strompreise für die Industrie und bezahlbare Preise für Privathaushalte. Die Stromkosten haben verschiedene Bestandteile, die wir mit unserem Vorschlag gezielt angehen: Die Kosten für den Ausbau der Stromnetze, die die Verbraucher*innen zu tragen haben, wollen wir deckeln. Die Stromsteuersenkung für das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft soll dauerhaft gelten. |
Erneuerbare Energien
Der Ausbau erneuerbarer Energien soll weiterhin vom Staat finanziell gefördert werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyVolatilen Energien destabilisieren das Stromnetz, gefährden die Versorgungssicherheit, erzeugen hohe Netzkosten und beschränken unsere Wettbewerbsfähigkeit massiv. Sie zerstören die Natur, u. A. durch Flächenbedarf. Die AfD wird den Dreiklang der Energieversorgung aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz wieder herstellen. Zukünftig müssen Anlagen zur Erzeugung „Erneuerbarer Energien“ Umweltverträglichkeit und ökonomischen Nutzen nachweisen. Das EEG wird gestrichen. |
| BSW | Disagrees WhyDer Ausbau der erneuerbaren Energien ist sinnvoll, die EEG-Umlage lehnen wir allerdings ab, denn sie verteuert den Strom für die Endkunden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir bringen alle Kapazitäten ans Netz, die klimafreundlich und systemdienlich sind, angefangen bei einem zielgerichteten weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf den integrierten und grenzüberschreitenden Netzausbau sowie auf eine effiziente Verknüpfung des Ausbaus von Erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern. Dafür wollen wir auch mehr privates Kapital gewinnen. |
| LINKE | Agrees WhyDer größte Teil unserer zukünftigen Energieversorgung muss erst noch gebaut werden. Die öffentliche Hand soll sich stark am Aufbau der erneuerbaren Energien beteiligen, auch um so große Teile der Energieproduktion in öffentliche Hand zurückzuholen. Das wollen wir nutzen, um Windrad- und Solarfabriken (wieder) in Deutschland anzusiedeln. |
| FDP | Disagrees WhyWir wollen die erneuerbaren Energien marktwirtschaftlich stärken. Da auf diese bereits mehr als 60 Prozent der Stromproduktion entfallen, sind die EEG-Subventionen für neue Anlagen nicht mehr gerechtfertigt. Eine Vergütung am Markt gewährleistet, dass Photovoltaik- und Windkraftanlagen nur bei genügend Netz- und Speicherkapazitäten gebaut werden. Wir lehnen gesetzlich vorgegebene Ausbaupfade für einzelne Technologien und staatlich garantierte Abnahmepreise ab. |
| GRÜNE | Agrees WhyGünstiger Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Wasserkraft, Geothermie sowie naturverträgliche Bioenergie sichern unseren Wohlstand. Wir halten Kurs mit dem erreichten Rekord-Ausbautempo. Dazu werden wir auch in Zukunft dezentrale Erzeuger von Solar- und Windenergie sowie Speicher, Elektrolyseure durch Bürokratieabbau und Planungssicherheit unterstützen. So sichern wir rentable Geschäftsmodelle, beispielsweise für Stadtwerke, Energiegenossenschaften und landwirtschaftliche Betriebe. |
| SPD | Agrees WhyDer konsequente Ausbau von und Umstieg auf erneuerbare Energien sowie die Einbindung von Speichern macht Energieversorgung sicher und dauerhaft bezahlbar. Wir wollen mit Augenmaß fördern: Gerade bisher weniger beachtete Erneuerbare wie etwa die Geothermie brauchen weiterhin gezielte Förderung. Perspektivisch sollen erneuerbare Energien wie Windkraft oder Sonnenenergie aber auch ohne staatliche Förderung auskommen. |
Fossile Brennstoffe
Neue Heizungen sollen auch zukünftig vollständig mit fossilen Brennstoffen (z. B. Gas oder Öl) betrieben werden dürfen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDen Bedarf an Technologien und deren Weiterentwicklung regelt am Besten der freie Markt der Bauherren und Anbieter, je nach Anwendung und Ressourcenverfügbarkeit. Der freie Markt reagiert auch weit schneller, als es ein Gesetzgeber je könnte. Wir brauchen im Wohnungsbau weniger Vorschriften, nicht mehr – nur so sinken Baukosten und steigt damit die Anzahl neuer Wohnungen. Darum wollen wir auch das GEG ersatzlos abschaffen. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyDas Heizungsgesetz der Ampel schaffen wir ab. Die Menschen brauchen Entscheidungsfreiheit. Zudem wissen sie am besten, welche Heizungsart zu ihrem Wohneigentum und zu ihrem Geldbeutel passt. Für die Dekarbonisierung im Gebäudebereich setzen wir auf CO2-Bepreisung mit sozialem Ausgleich, verlässliche Förderung und technologieoffene Lösungen. So berücksichtigen wir auch den Bestand. |
| LINKE | Disagrees WhyFür alle mit geringen und mittleren Einkommen in Eigenheimen dürfen im Umbauprozess keine Zusatzkosten anfallen. Es braucht angemessene Übergangsfristen. Dafür wollen wir das Heizungsgesetz entsprechend reformieren. |
| FDP | Agrees WhyWir stehen zum Ziel der Klimaneutralität. Mit dem EU-Emissionshandel setzen wir auf ein marktwirtschaftliches Instrument. Fossile Brennstoffe in Heizungen haben dadurch keine langfristige Perspektive. Eine warme Wohnung mit klimafreundlicher Heizung muss aber für jeden bezahlbar werden. Deshalb setzen wir auf Technologieoffenheit statt Verbote: Jeder soll selbst entscheiden, wie er CO2 einspart. Um die Belastung abzufedern, führen wir eine Klimadividende ein und senken die Energiebesteuerung. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDer Einstieg in eine klimafreundliche Wärmeversorgung ist jahrelang verschlafen worden. Mit dem Gebäudeenergiegesetz und einer Förderung von bis zu 70 Prozent für den Kauf und Einbau von klimafreundlichen Heizungen haben wir die notwendige Planungssicherheit geschaffen. Die Unterstützung auf diesem Weg werden wir ausbauen. Mit Öl und Gas zu heizen wird immer teurer, das kann man künftig niemanden mehr zumuten. |
| SPD | Disagrees WhyBis zum Jahr 2045 muss Deutschland klimaneutral sein. Dazu müssen alle Bereiche wie Gebäude, Verkehr oder Industrie beitragen. Heute wird die Wärme zum Heizen und für Warmwasser noch zu 80 Prozent mit Gas, Öl oder Kohle erzeugt. Da eine Heizung meist länger als 20 Jahre in Betrieb ist, müssen die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit rechtzeitig gestellt werden. Das wurde mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) getan. Eine umfangreiche Förderung sorgt dafür, dass niemand allein gelassen wird. |
Nord Stream 2
Die Ostsee-Pipeline "Nord Stream 2", die Gas von Russland nach Deutschland transportiert, soll wie geplant in Betrieb gehen dürfen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie AfD unterstützt den Ausbau der Pipeline "Nord Stream 2". Durch deren Anbindung an Deutschland kann unseren Bürgern ein kostengünstiger Primärenergieträger zur Verfügung gestellt werden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyNord Stream 2 leistet einen Beitrag zu mehr Versorgungssicherheit in Europa. Gemeinsam mit den EU-Partnern werden wir zugleich dafür sorgen, dass das Projekt nicht als geopolitische Waffe gegen osteuropäische Staaten missbraucht werden kann. |
| LINKE | Neutral WhyFür eine klimaneutrale Gesellschaft muss dem Ausstieg aus Atom und Kohle auch ein Ausstieg aus der Verbrennung von fossilem Erdgas folgen. DIE LINKE will dafür ein Erdgasausstiegsgesetz mit verbindlichem Ausstiegspfad. Die betroffenen Beschäftigten und Regionen müssen sozial abgesichert werden. |
| FDP | Neutral WhyWir Freie Demokraten fordern ein Moratorium für den Weiterbau von "Nordstream 2", bis die russische Führung im Fall Nawalny unabhängige und umfassende Ermittlungen gewährleistet und sich die Menschenrechtslage bessert. Die Inbetriebnahme der Pipeline "Nordstream 2" muss in der EU gemeinsam entschieden werden. Dabei müssen auch die Interessen der Ukraine als Transitland für Energie berücksichtigt werden. |
| GRÜNE | Disagrees Why,,Nord Stream 2" zementiert die Abhängigkeit der EU von fossilen Energieimporten und widerspricht den EU-Klimazielen. Die Inbetriebnahme gefährdet die Ukraine. Eine überwältigende Anzahl unserer Partner in der EU hält die Pipeline für falsch. ,,Nord Stream 2" ist eine wichtige Einnahmequelle der autoritären Regierung Russlands und dient der Bereicherung von Präsident Putin und dessen korrupten Umfelds. Die Pipeline schadet damit auch den Interessen und der Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik. |
| SPD | Agrees WhyEine erfolgreiche Energiewende in Europa setzt voraus, dass Strom für BürgerInnen und Wirtschaft sicher, nachhaltig und bezahlbar ist. Erdgas ist als Brückentechnologie bis zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien erforderlich. Die Missachtung internationalen Rechts und universeller Menschenrechte durch Russland verurteilt die SPD scharf und unterstützt Sanktionen durch die EU. |
Nutzung der Kernenergie
Für die Stromerzeugung soll Deutschland wieder Kernenergie nutzen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyKernenergie ist eine günstige, sichere, saubere und bedarfsgerecht steuerbare Energieform mit geringem Flächenbedarf. Kohle- wie auch Kernkraft müssen ausgebaut werden. Dabei sollen bewährte Techniken und neue Entwicklungen berücksichtigt werden. Bestehende Kraftwerke werden schnellstens wieder in Betrieb genommen. Dafür notwendigen Techniken und Voraussetzungen sollen wieder in deutschen Firmen, Behörden, Instituten und Universitäten angesiedelt werden. |
| BSW | Disagrees WhyDie abgeschalteten Kraftwerke können nicht wieder aktiviert werden. Der Aufwand wäre zu groß, zu teuer und das notwendige Personal fehlt. Der Neubau von Atommeilern ist ebenfalls teuer, wirtschaftlich nicht rentabel und dauert viele Jahre. Zudem ist das Problem der Lagerung des Atommülls nach wie vor nicht gelöst. Eine Rückkehr zur Atomkraft ist daher nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Die Forschung und Entwicklung von neuer Kernkraft-Technologie sollte hingegen gefördert werden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyMit Blick auf die Klimaziele und die Versorgungssicherheit hat die Kernkraft eine bedeutende Rolle. Dabei setzen wir auf Energiepartnerschaften mit Nachbarländern, die Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation, Kleinkernkraft- und Fusionskraftwerke. Gleichzeitig streben wir schnellstmöglich eine fachliche Bestandsaufnahme an, ob angesichts des jeweiligen Rückbaustadiums eine Wiederaufnahme des Betriebs der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke noch möglich ist. |
| LINKE | Disagrees WhyErneuerbare Energien sind mittlerweile viel billiger als Atomkraft. Atomkraft ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die im Störfall todbringend ist und über Generationen hinweg Mensch und Umwelt massiv gefährdet. Die Endlagerfrage für Atommüll ist bis heute nicht geklärt. Die Linke will eine Energiewende auf der Basis von erneuerbaren Energien ohne Atomkraft. |
| FDP | Agrees WhyWir setzen uns für eine technologieoffene Energiepolitik ein. Dies umfasst auch die Kernenergie. Die Wiederinbetriebnahme bestehender Kernkraftwerke wollen wir rechtlich ermöglichen und den Betreibern überlassen. Das deutsche Atomrecht wollen wir reformieren. Kernkraftwerke der neuen Generation, z. B. Small Modular Reactors, sollen in Deutschland rechtssicher gebaut werden können. Für die Kernfusion wollen wir einen innovationsfreundlichen Rechtsrahmen außerhalb des Atomrechts. |
| GRÜNE | Disagrees WhyEine Rückkehr zur Atomkraft ist weder für das Erreichen der Klimaziele noch für die Versorgungssicherheit notwendig. Neue Atomkraftwerke scheiden wegen der extrem langen Planungs- und Bauzeiten, der hohen Kosten und Risiken und der ungeklärten Entsorgungsfrage von Atommüll als realistische Option für die Energieversorgung aus. |
| SPD | Disagrees WhyAlle deutschen Atomkraftwerke wurden stillgelegt. Sie werden inzwischen abgebaut. Dieser Prozess ist nicht mehr umkehrbar. Neue Atomkraftwerke wären extrem teuer und passen nicht zu einer Energieversorgung, die auf Erneuerbare setzt. Für den Müll der bisherigen Nutzung der Atomkraft braucht es die sichere Endlagerung der radioaktiven Stoffe. Wir werden das Endlager-Suchverfahren konstruktiv begleiten und beschleunigen, ohne die Sicherheit zu gefährden. |
Windenergie
Die Förderung von Windenergie soll beendet werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyGesicherte und günstige Energieversorgung ist Grundvoraussetzung für Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit. Hierfür hat der Staat zu sorgen. Energiepolitik bedeutet, Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Energieversorgung gesichert, umweltfreundlich und kostengünstig im Rahmen des freien Marktes gewährleistet ist. Teure und knappe Energie lässt Industrien abwandern und senkt den Lebensstandard breiter Teile der Bevölkerung drastisch. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir wollen den naturverträglichen Ausbau von Windenergie fördern. Dies schließt sowohl Windenergie an Land (onshore)und auf See (offshore) sowie das Repowering, die Erneuerung von Anlagen, mit ein. |
| LINKE | Disagrees WhyDer Ökostromanteil muss so schnell wie möglich auf 100 Prozent erhöht werden. DIE LINKE unterstützt eine regional ausgerichtete und in der Bevölkerung verankerte Energiewende, zum Beispiel Energiegenossenschaften, Stadtwerke und Bioenergiedörfer. Investoren müssen verpflichtet werden, den Standortgemeinden eine Beteiligung an neuen Windkraftanlagen anzubieten. Die Kommunen werden dadurch zu Mitbesitzern und erhalten einen Anteil an den Erträgen der Windenergie. |
| FDP | Neutral WhyWir Freie Demokraten wollen erneuerbare Energien vollständig in den Wettbewerb überführen und die Förderung nach dem EEG beenden. Gesetzlich vorgegebene Ausbaupfade für einzelne Technologien und staatlich garantierte Abnahmepreise lehnen wir ab. Deutsche Stromkunden haben den Ausbau erneuerbarer Energien bereits mit über 200 Milliarden Euro gefördert. Um den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen, müssen wir die Bürokratie beim Ausbau radikal vereinfachen. Das stärkt auch den Offshore-Bereich. |
| GRÜNE | Disagrees WhyErste Wind- und große Solaranlagen benötigen zwar bereits heute keine EEG-Zahlungen mehr. Auch der Trend zu langfristigen Lieferverträgen zwischen Ökostromerzeugern und Verbraucher*innen verstärkt das. Wir wollen diese Entwicklung unterstützen und das EEG weiterentwickeln. Ein verlässlicher Förderrahmen durch das EEG ist dennoch weiterhin notwendig, denn den für die Klimaziele notwendigen Ausbau von Erneuerbaren erreichen wir nicht nur mit marktbasiertem Ausbau. |
| SPD | Disagrees WhyUm aus Kohle- und Atomstrom auszusteigen, brauchen wir dringend mehr Strom aus erneuerbaren Energien. Vor allem die Windkraft muss ausgebaut werden. Um eine höhere Akzeptanz der Windkraft vor Ort zu erreichen, werden wir die Kommunen und die Bürger*innen darin unterstützen, dass sie unmittelbar von der Energiewende profitieren: Wir stärken Mieterstrom und gemeinschaftliche Eigenversorgung, weiten kommunale Beteiligungsmodelle aus und legen nachhaltige Strom-Anleihen auf. |
Environment
Anstieg des CO2-Preises
1 contradictionsDer staatlich festgelegte Preis für den Ausstoß von CO2 beim Heizen und Autofahren soll stärker steigen als geplant.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyJegliche Form der CO2-Besteuerung ist abzuschaffen. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir wollen den Aufwuchspfad der CO2-Bepreisung straffen und so schnell wie möglich zu einem Europäischen Emissionshandel für Mobilität und Wärme übergehen. Mit den Einnahmen aus dem CO2-Preis wollen wir die EEG-Umlage abschaffen und so für eine Entlastung beim Strompreis sorgen. |
| LINKE | Neutral WhyMieter*innen haben kaum Einfluss auf die Art der Heizung, sollen aber den CO2-Preis zahlen - ungerecht. Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen und keine anderen Verkehrsmittel haben, werden mit einem höheren CO2-Preis nur ärmer, können das Auto aber kaum stehen lassen. Deshalb will DIE LINKE zunächst mehr Förderung für energetische Sanierungen, den ÖPNV ausbauen und kostenfrei und Bahnfahren billiger machen. Und soziale Ausgleichzahlungen für alle, die es brauchen. |
| FDP | Neutral WhyDen Preis für CO2 sollte nicht der Staat festlegen. Er sollte sich im Rahmen eines Emissionshandels am Markt bilden. Die Politik gibt vor, wie viel CO2 im Jahr ausgestoßen werden darf. Für den Ausstoß müssen Zertifikate erworben werden, die von Jahr zu Jahr weniger und damit teurer werden. Um die sozialen Kosten des Klimaschutzes abzumildern, wollen wir eine Klimadividende einführen, die pauschal pro Kopf ausgezahlt wird. Zudem wollen wir die EEG-Umlage abschaffen und die Stromsteuer absenken. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen die Erhöhung des CO2-Preises auf 60 Euro auf das Jahr 2023 vorziehen. Danach soll der CO2-Preis so ansteigen, dass er im Konzert mit den Fördermaßnahmen und ordnungsrechtlichen Vorgaben die Erfüllung des neuen Klimaziels 2030 absichert. Die Einnahmen aus dem nationalen CO2-Preis geben wir als Energiegeld pro Kopf an die Menschen zurück. |
| SPD | Disagrees WhyWir wollen klimafreundliche Alternativen für alle zur Verfügung stellen und die Infrastruktur nach einem klimafreundlichen Gesamtplan umbauen. Und zwar jetzt! Eine Klimapolitik, die dagegen in erster Linie an der Preisschraube dreht, halten wir für falsch. Damit wird nicht nur der oder die Einzelne überfordert, die Gesellschaft wird auch gespalten in diejenigen, die sich höhere Preise leisten können und in die, die sich das eben nicht leisten können. |
Identified inconsistencies
Economy Minister Habeck's GEG reform, requiring 65% renewable energy for new heating systems, was leaked to Bild-Zeitung and triggered massive public backlash. The FDP demanded 'technology openness' and longer timelines. The final version passed on September 8, 2023 (397-275) was substantially weakened: timelines were tied to municipal heat planning deadlines with extended phase-in periods, more exemptions were added, and the law was widely described as a shadow of the original proposal.
Context: The watered-down version still represented the most significant building-sector climate legislation in German history. The Gruene accepted compromise rather than no legislation at all.
Kontrolle von Zulieferern
1 contradictionsUnternehmen sollen weiterhin die Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes bei allen Zulieferern kontrollieren müssen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDas entsprechende Lieferkettengesetz macht deutsche Unternehmen für Missstände in ihren Liefer- und Unterlieferketten in Entwicklungsländern verantwortlich. Es will bessere Lebensbedingungen für die dortigen Beschäftigten erreichen, stellt aber so hohe Anforderungen hinsichtlich Bürokratie, Kostenaufwand und Haftung, dass viele Unternehmen sich zurückziehen und die dortigen Arbeitsplätze verloren gehen. In jedem Fall entsteht ein Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Unternehmen. |
| BSW | Neutral |
| CDU/CSU | Disagrees WhyDer Schutz von Menschenrechten und Umwelt ist ein zentrales Anliegen. Selbstverständlich sind Unternehmen gefordert, ethisch zu handeln und Menschenrechte und Umweltschutz zu beachten. Viele kleine und mittlere Unternehmen sind aber überfordert, die komplette Lieferkette bei allen Zulieferern zu kontrollieren. Deshalb schaffen wir das deutsche Lieferkettengesetz ab. |
| LINKE | Agrees WhyEs sollte selbstverständlich sein, dass Unternehmen keine Kinderarbeit nutzen und nicht die Umwelt vergiften. Oft nehmen sie aber die Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten bei ihren Zulieferern in Kauf, um Kosten zu senken und ihre Profite zu erhöhen. Das muss beendet werden, auch im Interesse der anderen Hersteller, die sich an faire Bedingungen halten. |
| FDP | Disagrees WhyRegelungen wie die EU-Lieferkettenrichtlinie sowie die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sorgen nicht für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit, sondern in erster Linie für bürokratischen Aufwand in Betrieben. Vor allem der Mittelstand kann diese Bürokratie häufig kaum noch bewältigen. Die staatliche Aufgabe, die Einhaltung von Recht und Gesetz zu kontrollieren, darf nicht auf Unternehmen abgewälzt werden. Daher setzen wir uns für die Abschaffung solcher Regelungen ein. |
| GRÜNE | Agrees WhyDer gesetzliche Schutz von Menschenrechten und der Umwelt ist eine große Errungenschaft der letzten Jahre. Das Lieferkettengesetz regelt die unternehmerische Verantwortung für die Produktionsweise ihrer ausländischen Zulieferer. Dadurch können sich Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein, dass ihre Einkäufe nicht durch Ausbeutung oder Kinderarbeit hergestellt wurden. Wir werden dafür sorgen, dass Unternehmen die Vorschriften möglichst unbürokratisch und digitalisiert umsetzen können. |
| SPD | Agrees WhyDie Sorgfaltspflicht der Unternehmen endet nicht am Werkstor. In der gesamten Lieferkette darf es nicht zu Menschenrechtsverletzungen kommen. Es geht auch um fairen Wettbewerb. Wir wollen konkrete Vereinbarungen zu internationalen Standards, die gute Arbeit mit existenzsichernden Löhnen sicherstellen. Wir werden außerdem dafür sorgen, dass die Handhabung einfacher wird und dass die verschiedenen Regelungen besser aufeinander abgestimmt und Bürokratielasten reduziert werden. |
Identified inconsistencies
What was framed as 'reducing bureaucracy' is in practice the dismantling of human rights due diligence. The government went further than promised: not just replacing the national law with EU equivalent, but actively undermining both national AND EU supply chain accountability. 130+ NGOs (Initiative Lieferkettengesetz), DGB, and even Mercedes-Benz board member Renata Jungo Brüngger criticized the approach. 75% of European citizens (Amnesty/Global Witness poll) support corporate accountability for supply chain abuses.
Context: CDU/CSU argues the LkSG placed disproportionate burdens on German companies vs. European competitors, harming the Standort Deutschland. The CSDDD transposition (due July 2028) will create a level playing field. Small businesses under 1,000 employees were never covered. SPD partner Lars Klingbeil insisted the coalition only agreed to replacement, not elimination of due diligence entirely.
Verwerfen der Klimaziele
1 contradictionsDeutschland soll das Ziel verwerfen, klimaneutral zu werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie festgelegten Klimaziele sind überambitioniert und bremsen das wirtschaftliche Wachstum. Zudem wird industrielle Produktion, die in Deutschland an hohe Umweltstandards gebunden ist, ins Ausland verlagert wo sie aufgrund dort fehlender Regulierungen teils erhebliche Umweltschäden verursacht. |
| BSW | Disagrees WhyDie Klimaneutralität zu erreichen, ist ein richtiges Ziel. Allerdings ist dieses Ziel nicht schnell zu erreichen. Wir fordern daher eine Abkehr vom Wunschdenken einer schnell erreichbaren völligen Klimaneutralität. Denn es führt zu der Vorgabe, dass nur Technologien zukunftsfähig sind, die auf 100 Prozent erneuerbaren Energien beruhen. Effiziente Mischtechnologien werden dadurch zugunsten von extrem teuren und vielfach unrealistischen Projekten ausgeschlossen. Das lehnen wir ab. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyCDU und CSU ist die Einhaltung der Pariser Klimaziele ein wichtiges Anliegen. Die Klimaneutralität bis 2045 haben wir daher fest im Blick. Die Erderwärmung ist ein globales Problem, das die Weltgemeinschaft nur gemeinsam lösen kann. Wir verbinden dieses Ziel unbedingt mit dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und der Notwendigkeit der sozialen Tragfähigkeit. Nur so sichern wir die Akzeptanz bei den Menschen und die Chancen auf wirtschaftliches Wachstum. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Auswirkungen der globalen Erwärmung sind längst auch in Deutschland zu spüren: Flutkatastrophen, mehr Dürren und Wassermangel. Die Ampel hat den Klimaschutz in Deutschland massiv geschwächt, weil es zu wenig sozialen Ausgleich und Unterstützung für Maßnahmen wie CO2-Preis oder das Heizungsgesetz gab. Die Linke will das Klima schützen, aber sozial gerecht: Dann gibt es ein mehr an Wohlstand, nicht weniger. Das sind wir unseren Kindern schuldig. |
| FDP | Disagrees WhyNationale Sonderziele haben keinen zusätzlichen Nutzen für den Klimaschutz, belasten aber die privaten Haushalte und schaden Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit. Daher wollen wir das deutsche Ziel der Klimaneutralität bis 2045 durch das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2050 ersetzen. So verschaffen wir Betrieben, gerade der energieintensiven Industrie, mehr Zeit für den Umstieg auf klimafreundliche Technologien, stärken die Wirtschaft, sichern Jobs und vermeiden teure Subventionen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDie Staatengemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaabkommen darauf verständigt, die Klimakrise – die heute schon immer mehr Opfer fordert- einzudämmen. Europa muss nach wissenschaftlichem Rat bis 2040 seine Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber 1990 verringern. Dazu braucht es entschiedene Anstrengungen und einen bedeutenden Beitrag von Deutschland. Wir halten deshalb an den rechtlich festgeschriebenen Zielen der Klimaneutralität 2045 und den verbindlichen Zwischenzielen fest. |
| SPD | Disagrees WhyWir bekennen uns klar zu den Klimazielen für Deutschland und die EU. Wir müssen den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzen und nach Möglichkeit auf den 1,5-Grad-Pfad führen. Diese Ziele sind europäisch und international festgelegt und das Bundesverfassungsgericht hat sie 2021 noch einmal bekräftigt. |
Identified inconsistencies
The CDU/CSU's Wahl-O-Mat position opposed abandoning climate targets. The coalition agreement formally retains the 2045 neutrality goal but replaces the Heizungsgesetz with a technology-open approach and weakens implementation mechanisms. NABU assessed the agreement as offering 'less protection for climate and the environment.' DIW energy expert Claudia Kemfert publicly stated the climate goals are not achievable under this approach. The cross-sectoral Klimaschutzgesetz approach (without binding sector targets) introduced by the Ampel remains.
Context: CDU/CSU argues that technology-open approaches and CO2 pricing are more efficient and socially acceptable ways to achieve climate targets, and that the 2045 goal remains legally binding through the Klimaschutzgesetz
Fiscal Policy
Abschaffung des Solidaritätszuschlags
Der Solidaritätszuschlag soll vollständig abgeschafft werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie Steuergerechtigkeit wird elementar verletzt, wenn der Solidaritätszuschlag, der aus Gründen der Finanzierung des "Aufbau Ost" eingeführt wurde, nach dem Wegfall dieser Transferleistungen nicht ebenfalls entfällt. Maßgebliche Verfassungsrechtler halten die nunmehrige vollständige Abschaffung des "Soli" für verfassungsrechtlich zwingend geboten. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir werden den Solidaritätszuschlag für alle schrittweise abschaffen und gleichzeitig kleine und mittlere Einkommen bei der Einkommensteuer entlasten. |
| LINKE | Disagrees WhyDer Solidaritätszuschlag wird schon jetzt nur noch von den reichsten 3,5 % der Bevölkerung gezahlt. Wenn er vollständig abgeschafft würde, bedeutet das für Alleinstehende mit 1 Mio Euro Jahreseinkommen: sie sparen 24.000 Euro Steuern. Dem Bundeshaushalt fehlen dann weitere 10 Milliarden Euro. Wir wollen stattdessen mit diesem Geld die Regionen stärken, die durch den Umbau der Wirtschaft Unterstützung brauchen. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten wollen den Solidaritätszuschlag komplett abschaffen. Der Solidaritätszuschlag war und bleibt eine nicht auf Dauer angelegte Sondersteuer. Ende 2019 lief der Solidarpakt aus. Damit ist die Erhebung des Solidaritätszuschlags nicht mehr zu rechtfertigen. Die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit. Nicht zuletzt geht es hierbei auch um die Entlastung der vielen betroffenen mittelständischen Unternehmen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyEine ersatzlose Abschaffung des Solidaritätszuschlags ist falsch. Zum einen benötigen wir die Einnahmen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zum anderen profitieren davon nur Spitzenverdienende. Für eine rechtssichere Ausgestaltung sollte der restliche Solidaritätszuschlag in die Einkommenssteuer integriert werden, so dass kleine und mittlere Einkommen entlastet werden, aber Bestverdiener weiter einen besonderen Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse leisten. |
| SPD | Disagrees WhyDen Solidaritätszuschlag haben wir für über 90 Prozent der Bürger*innen abgeschafft. Die Einnahmen von ca. 10 Milliarden Euro aus dem verbliebenen Solidaritätszuschlag, den nur noch die Spitzenverdiener*innen zahlen, werden wir weiter brauchen - für Investitionen in unsere Infrastruktur, in Gesundheit, in Bildung und Forschung. Das ist ein gerechter Beitrag zur Finanzierung eines stabilen Gemeinwesen, der allen nutzt. |
Anhebung des Spitzensteuersatzes
1 contradictionsBei der Besteuerung von Einkommen soll der Spitzensteuersatz angehoben werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyWir setzen auf das Prinzip „Mehr Netto vom Brutto“ für alle Steuerzahler und werden deshalb die Einkommensteuer durchgehend senken: Der einkommensteuerliche Grundfreibetrag wird auf 15.000 Euro erhöht. Daraus ergibt sich eine korrespondierende Verschiebung von weiteren Tarifeckwerten bis hin zum Spitzensteuersatz. Die Finanzierung erfolgt durch massive Reduzierung von Ausgaben, insbesondere durch den Verzicht auf ideologiebasierte Projekte. |
| BSW | Agrees WhyDie verfehlte Steuerpolitik der vergangenen Bundesregierungen hat dazu geführt, dass immer mehr Bürger den Spitzensteuersatz zahlen müssen, obwohl sie eigentlich der Mittelschicht angehören. Das BSW akzeptiert diese Ungerechtigkeit nicht. Wir passen den Einkommensteuertarif so an, dass Menschen mit einem Einkommen unter 7500 Euro brutto pro Monat steuerlich entlastet und die Steuern auf sehr hohe Einkommen erhöht werden. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyBürger und Unternehmen zahlen in Deutschland zu hohe Steuern. Daher ist jetzt keine Zeit für Steuererhöhungen, sondern für Steuersenkungen. Denn Leistung muss sich wieder lohnen. Daher werden wir die Einkommensteuer reduzieren. Dazu flachen wir den Einkommensteuertarif schrittweise spürbar ab und erhöhen den Grundfreibetrag. Das kommt allen kleinen und mittleren Einkommen zugute. Zudem erhöhen wir die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz deutlich. |
| LINKE | Agrees WhyDer Spitzensteuersatz in Deutschland ist im europäischen Vergleich sehr niedrig. Über Jahrzehnte ist die Steuerbelastung für hohe Einkommen abgesenkt worden. Wir wollen den Spitzensteuersatz und den Reichensteuersatz erhöhen. Den Steuerfreibetrag wollen wir auf 16.800 Euro erhöhen. So zahlen alle, die weniger als 7.000 Euro brutto im Monat verdienen, weniger Steuern. |
| FDP | Disagrees WhyDer Spitzensteuersatz darf künftig nur noch von Menschen gezahlt werden, die auch wirklich spitzenmäßig verdienen und nicht schon von der Mitte der Gesellschaft. Konkret fordern wir, dass sich der Spitzensteuersatz künftig an der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung orientiert. Damit greift der Spitzensteuersatz nicht mehr schon ab einem Jahreseinkommen von gut 68.000 Euro, sondern erst ab 96.600 Euro. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen das Steuersystem gerechter gestalten. Bei einer Reform der Einkommensteuer sollten kleine und mittlere Einkommen bis weit in die obere Mittelschicht entlastet werden. Um dies zu finanzieren und damit die Reform für den Staatshaushalt tragbar ist, müssten Spitzen- und Reichensteuersatz entsprechend angehoben werden. Weitere Tarifstufen zwischen Spitzen- und Reichensteuersatz sind denkbar. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen die große Mehrheit der Einkommensteuerpflichtigen entlasten (95 %). Das bedeutet mehr Netto vom Brutto. Gerade mittlere Einkommen werden durch den Steuertarif relativ stark in Anspruch genommen. Der Spitzensteuersatz greift aktuell zu früh und soll daher künftig erst bei höheren Einkommen einsetzen. Gleichzeitig soll der Spitzensteuersatz moderat steigen, um Spitzeneinkommen an der Finanzierung der Entlastung für die große Mehrheit gerecht zu beteiligen. |
Identified inconsistencies
The SPD explicitly campaigned on a moderate increase of the Spitzensteuersatz to finance tax relief for the majority. The coalition agreement (April 9, 2025) provides for lower income taxes for 'small and medium incomes' but no changes to the top marginal rate. The CDU/CSU position against any tax increases prevailed entirely. Corporate tax will be gradually reduced starting 2028 -- the opposite direction from the SPD's campaign platform.
Context: CDU/CSU categorically rejected tax increases as part of their economic recovery program. The SPD accepted this trade-off in exchange for priorities in other policy areas, including social spending and minimum wage language.
Antisemitismus
Der Bund soll Projekte zur Bekämpfung des Antisemitismus stärker finanziell unterstützen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie AfD unterstützt alle Projekte zur Vertiefung der deutsch-israelischen Freundschaft und zum Gedenken an die wichtige Rolle des Judentums in der deutschen Geschichte und Kultur. Weiterhin unterstützen wir alle Projekte, die sich mit Formen des Antisemitismus beschäftigen, welche bislang zu wenig aufgegriffen werden, also solche, die aktiv gegen muslimischen Antisemitismus oder die BDS-Bewegung vorgehen und die zu der genauen Erfassung der Motive für antisemitische Straftaten führen. |
| CDU/CSU | Agrees WhyDer anwachsende Antisemitismus in unserem Land beschämt uns. Es liegt in unser aller Verantwortung, antisemitischem Hass entschlossen entgegenzutreten, ihn klar zu benennen und zu bekämpfen. Wir stehen mit aller Überzeugung dafür ein, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland immer eine Heimat haben und in Sicherheit leben können. Den Austausch zwischen Deutschland und Israel wollen wir verstärken – insbesondere mit einem deutsch-israelischen Jugendwerk und mehr Stipendienprogrammen. |
| LINKE | Agrees WhyWir wollen ein Demokratiefördergesetz, mit dem wir die Kräfte in der Zivilgesellschaft stärken, die sich gegen Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus und Neonazis engagieren. Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus dürfen - wie jede Form des Rassismus - keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Aus der deutschen Geschichte ergibt sich hier eine besondere Verantwortung. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten fordern ein entschiedenes Vorgehen gegen jede Form des Antisemitismus. Jüdisches Leben in Deutschland und Europa ist für uns eine Bereicherung. Es darf keine Toleranz gegenüber irgendeiner Form des Antisemitismus geben. In Polizei und Justiz braucht es beispielsweise Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, um antisemitisch motivierte Gefahren und Taten aufzuarbeiten. |
| GRÜNE | Agrees WhyJeder Form von Antisemitismus treten wir mit aller Entschlossenheit entgegen. Es braucht eine stärkere und vor allem verlässliche finanzielle Unterstützung zivilgesellschaftlicher Demokratie- und Präventionsarbeit gegen Antisemitismus, für die wir eine Regelfinanzierung wollen. Mit einem Demokratiefördergesetz wollen wir dieses Engagement nachhaltig und unbürokratisch finanziell absichern. |
| SPD | Agrees WhyWir müssen unsere Demokratie noch wirksamer vor Extremisten schützen und das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement in unserem Land nachhaltig stärken. Dafür braucht es eine dauerhafte Unterstützung der vielen Initiativen zur Stärkung unserer Demokratie, denn sie sind das beste präventive Mittel gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Deshalb wollen wir das Demokratiefördergesetz gleich nach der Bundestagswahl so schnell wie möglich auf den Weg bringen. |
Ehepaare ohne Kinder
Auch Ehepaare ohne Kinder sollen weiterhin steuerlich begünstigt werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyEhepaare werden steuerlich so behandelt, wie dies nach Art. 6 GG geboten ist. Danach "stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates". Soweit Eheleute ihren Unterhalt selbst besorgen, sind sie - mit oder ohne Kinder - eine Wirtschafts- und Erwerbsgemeinschaft und dies, solange sie verheiratet sind. Ihr Gesamteinkommen ist daher vor Steuern gleichmäßig aufzuteilen, so das Bundesverfassungsgericht gegen eine davon abweichende Praxis der Gesetzgebung bereits in den 50er-Jahren. |
| CDU/CSU | Agrees WhyFür uns gehört das Ehegattensplitting zur Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft, die Ehepartner mit der Eheschließung eingehen. Wir halten am Ehegattensplitting fest und wollen unabhängig davon zusätzlich Ansätze entwickeln, um Kinder über ein Kindersplitting positiv zu berücksichtigen. |
| LINKE | Disagrees WhyDas Ehegattensplitting ersetzen wir durch familien- und geschlechtergerechte Steuermodelle. Der Übergang wird sozialverträglich geregelt. Das nicht ausgeschöpfte steuerliche Existenzminimum (Steuerfreibetrag) bleibt zwischen Eheleuten bzw. Lebenspartner*innen übertragbar. |
| FDP | Agrees WhyWir halten am Splittingverfahren für Ehe- und eingetragene Lebenspartnerschaften fest. Das Bundesverfassungsgericht sieht darin keine Steuervergünstigung, sondern stellt eine ,,an dem Schutzgebot des Art. 6 Abs. 1 GG und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Ehepaare (Art. 3 Abs. 1 GG) orientierte sachgerechte Besteuerung" dar. Die Möglichkeit einer Zusammenveranlagung Verheirateter hat auch eine Kehrseite, nämlich die Unterhaltspflicht, die für unverheiratete Paare gerade nicht gilt. |
| GRÜNE | Neutral WhyWir wollen das Ehegattensplitting reformieren. Bereits verheiratete Paare können sich entscheiden, ob sie sich einzeln veranlagen oder weiterhin das Ehegattensplitting nutzen wollen. Für neu geschlossene Ehen wollen wir eine individuelle Besteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag einführen. Bei der Lohnsteuer soll die*der heute über Gebühr belastete Zweitverdiener*in entlastet werden, indem das Faktorverfahren zur Regel und die Steuerklasse 5 für Zuverdiener*innen abgeschafft wird. |
| SPD | Agrees WhyWir werden das Ehegattensplitting für neu geschlossene Ehen ändern und für bestehende Ehen ein Wahlrecht einführen. Ziel ist, das Steuerrecht stärker auf Partnerschaftlichkeit hin auszurichten und die zu zahlenden Steuern bei unterschiedlich hohen Einkommen gerechter zwischen den Eheleuten zu verteilen. Normalverdienende auch ohne Kinder werden keine Einbußen erleiden. |
Kirchensteuer
Der Staat soll weiterhin für Religionsgemeinschaften die Kirchensteuer einziehen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Neutral WhyDie AfD strebt, wie auch andere Parteien, eine endgültige Ablösung der Kirchenfinanzierung an, die wegen der Säkularisierung von Kirchenbesitz zu Beginn des 19. Jahrhunderts geleistet wird. Dazu hat die AfD auch einen Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht. Daran gemessen ist der staatliche Kirchensteuereinzug kein Problem von besonderer Tragweite, zumal bei angemessener Kostenerstattung für diese Dienstleistung. |
| CDU/CSU | Agrees WhyAlle Religionsgemeinschaften, die Körperschaft des öffentlichen Rechts sind, dürfen von ihren Mitgliedern Kirchensteuer erheben. Damit kann die Handlungsfähigkeit der Kirchen erhalten werden. Die Kirchen bleiben damit von Spenden weitgehend unabhängig und können langfristig planen. Damit sind sie auch besser in der Lage, ihre vielfältigen Dienste für die Gesellschaft zu erbringen. Der Steuereinzug erfolgt über die Finanzämter und die Kirchen beteiligen sich an den Verwaltungskosten. |
| LINKE | Disagrees WhyWir wollen, dass die Kirchen in Zukunft ihre Steuern bzw. Beiträge selbstständig einziehen. Wir treten für den seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrag zur Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen ein. In einer weltanschaulich und religiös vielfältigen Gesellschaft müssen alle die gleichen Möglichkeiten der Finanzierung haben. |
| FDP | Agrees WhyAls Freie Demokraten erkennen wir an, dass sich das geltende Kirchensteuerrecht als prinzipiell gleichberechtigtes Kooperationsmodell für alle Religionsgemeinschaften bewährt hat, die als öffentlich-rechtliche Körperschaften anerkannt sind. Die weltanschaulich-religiöse Neutralität des Staates wird damit gewahrt. Generell wollen wir unser traditionelles Staatskirchenrecht perspektivisch zu einem modernen Religionsverfassungsrecht weiterentwickeln. |
| GRÜNE | Agrees WhyDas Bundesverfassungsgericht hat das Kirchen- bzw. Gemeindesteuersystem als verfassungskonform bestätigt. Unterhalb der grundsätzlichen Frage sehen wir allerdings deutlichen Reformbedarf des aktuellen Kirchensteuereinzugs. So bedarf es etwa der Reform der Besteuerung von glaubensverschiedenen Ehen, der Kirchensteuerzahlung bei geringfügig Beschäftigten sowie des Datenschutzes hinsichtlich des bisherigen Zwangs zur Offenbarung der Kirchenzugehörigkeit gegenüben Dritten. |
| SPD | Agrees WhyDie Abschaffung der Kirchensteuer ist nicht Bestandteil des SPD-Zukunftsprogramms. Wir sind stolz auf unsere Zivilgesellschaft mit vielen Vereinen und Initiativen, den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Religionsgemeinschaften, in denen sich Millionen Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Weimarer Kirchenartikel, die das Grundgesetz übernommen hat, bilden neben der Religionsfreiheit einen zentralen Bestand des Religionsverfassungsrechts. Wir streben diesbezüglich keine Verfassungsänderung an. |
Rente nach 40 Beitragsjahren
1 contradictionsAlle Beschäftigten sollen bereits nach 40 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente gehen können.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie Rente ist eine Versicherungsleistung. Ihre Höhe hängt von der Höhe der Einzahlungen ab. Eine Ausnahme gibt es nur in Form des Grundrentenaufschlags für langjährig Versicherte mit sehr niedriger Rente. Die AfD möchte im Grundsatz jedem Beschäftigtem die Entscheidung über den Renteneintritt selbst überlassen. Bei einem Renteneintritt vor dem Rentenregelalter bedeutet dies Abschläge, bei einem längerem Arbeitsleben Aufschläge. Das heißt aber auch, dass wer kürzer arbeitet, weniger Rente erhält |
| BSW | Agrees WhyDies würdigt die Lebensleistung der Arbeitnehmer. Es erkennt langjährige Arbeit und auch, dass mehr als 40 Arbeitsjahre in belastenden Berufen oft nicht leistbar sind. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir stehen für Verlässlichkeit beim Renteneintrittsalter. An der bestehenden gesetzlichen Regelung zum Renteneintrittsalter halten wir fest. Die Regelung für besonders langjährige Versicherte mit 45 Versicherungsjahren behalten wir mit Blick auf die Planungssicherheit für Unternehmen und rentennahe Jahrgänge bei. Eine Absenkung der Beitragsjahre würde zu stark steigenden Rentenbeiträgen führen und ist im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel nicht zu vertreten. |
| LINKE | Agrees WhyDie Rente erst ab 67 bedeutet Rentenkürzungen für alle. Das gilt besonders für Berufe, in denen Beschäftigte nicht so lange durchhalten können, wie auf dem Bau oder in der Pflege. Die Linke will die Regelaltersgrenze auf 65 Jahre senken und das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anheben. Wer 40 Jahre lang gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, soll ab 60 ohne Abschläge und Kürzungen in Rente gehen können. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten stehen für einen wirklich flexiblen Renteneintritt. Die Menschen sollen nach schwedischem Vorbild künftig selbst entscheiden, wann der Ruhestand beginnt, sofern dann keine Sozialleistungen beantragt werden müssen. Je später jemand in Rente geht, desto höher die Rente - wer früher geht, bekommt eine niedrigere Rente. Teilrenten sind unkompliziert möglich. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir wollen grundsätzlich an den bisherigen Regeln zum Renteneintritt festhalten. Wer darüber hinaus noch arbeiten möchte und noch arbeiten kann, der oder dem erleichtern wir dies. Gleichzeitig unterstützen wir diejenigen, die schon vor dem Rentenalter ihre Belastungsgrenze erreicht haben. |
| SPD | Disagrees WhyDie SPD hat dafür gesorgt, dass alle Menschen nach 45 Beitragsjahren zwei Jahre früher abschlagsfrei in Rente gehen können. Wir verteidigen dieses Recht gegen die Bestrebungen von Union und FDP, es abzuschaffen. Unser Schwerpunkt liegt darauf, auch künftig das Rentenniveau bei mindestens 48 % zu stabilisieren. |
Identified inconsistencies
In the 2025 Wahl-O-Mat, CDU/CSU explicitly committed to keeping the existing Rente nach 45 Beitragsjahren. The government-commissioned Rentenkommission reported on June 23, 2026, recommending abolition of this rule and its replacement with a narrower Schutzzeitrente for health-limited long-term contributors. On June 25, 2026, Chancellor Merz stated in the Bundestag Regierungsbefragung that the government would implement all 33 commission recommendations 'in vollem Umfang,' including raising the retirement age beyond 67.
Context: The Rentenkommission was designed to provide independent expert recommendations, giving political cover for changes necessary for long-term pension sustainability. No legislation has been introduced yet as of July 2026, and implementation details may preserve some protections for near-retirement workers.
Schuldenbremse
2 contradictionsDie Schuldenbremse im Grundgesetz soll beibehalten werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhySelbstverständlich muss die Schuldenbremse beibehalten werden. Sie ist auch ein Gebot des Stabilitäts- und Wachstumspakts aller EU-Staaten. Solange wir in dieser EU sind, ist diese Regelung unabänderbar. Sie muss sogar ergänzt werden durch eine Regelung, welche die Finanzlage nach kaufmännischen Grundsätzen darstellt, was eine breite Mehrheit der EU-Staaten bereits tut. Erst dann wird überhaupt sichtbar, ob und wann ein Haushalt ausgeglichen ist. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir bekennen uns zur grundgesetzlichen Schuldenbremse. Sie hat in der Krise ihre Funktionsfähigkeit und Flexibilität bewiesen. Grundgesetzänderungen zur Aufweichung der Schuldenbremse lehnen wir ab. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Schuldenbremse ist volkswirtschaftlich unsinnig. Sie begünstigt die Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur. Die privaten Investoren lassen sich von den Steuerzahler*innen hohe Renditen zahlen und sparen an den Dienstleistungen. Um das zu verhindern, müssen Kredite mindestens für Investitionen wieder möglich sein. Die Zinsen sind derzeit extrem niedrig. Was über Generationen hält, muss nicht auf einmal finanziert werden: Eine gute Infrastruktur nützt auch noch unseren Enkelkindern. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten stehen für eine solide und investitionsorientierte Haushaltspolitik und zur im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse. |
| GRÜNE | Neutral WhyWir wollen die Schuldenbremse reformieren aber nicht abschaffen und ab dem nächsten Jahr den Investitionsturbo zünden. Um ihn finanzieren zu können, ist eine Ergänzung der Schuldenbremse durch eine Investitionsregel notwendig. Wir wollen Nettoinvestitionen, also die Ausweitung des öffentlichen Vermögens, zukünftig über Kredite finanzieren. Für laufende Haushaltsausgaben sowie Erhaltungsinvestitionen wollen wir die Schuldenregel beibehalten, also die Finanzierung aus laufenden Einnahmen decken. |
| SPD | Agrees WhyDie Finanzierung unserer formulierten Schwerpunkte stellen wir sicher. Dazu werden wir die verfassungsrechtlich möglichen Spielräume zur Kreditaufnahme nutzen. Eine Änderung der Regelung im Grundgesetz erfordert eine zwei Drittel Mehrheit in Bundestag und Bundesrat. Die notwendigen Investitionen darauf auszurichten, dass dies erfolgt, ist unseriös. |
Identified inconsistencies
FDP Finance Minister Christian Lindner accepted the continuation of debt brake suspensions through emergency escape clauses in 2021-2023 while in government, despite the FDP's categorical pre-election support for the Schuldenbremse. When the BVerfG struck down the KTF transfer in November 2023, Lindner reasserted the FDP's fiscal discipline position. The coalition collapsed on November 6, 2024 when Scholz dismissed Lindner over his refusal to suspend the debt brake for the 2025 budget gap.
Context: Lindner argued he ultimately defended the constitutional debt brake, and the coalition collapse demonstrated the FDP's commitment to fiscal discipline; the BVerfG ruling vindicated the FDP's concerns about creative accounting
The Ampel coalition, led by SPD Chancellor Scholz, retroactively reallocated 60 billion EUR in unused COVID emergency credit authorizations from 2021 into the KTF for later use, effectively circumventing the debt brake. The Bundesverfassungsgericht ruled this unconstitutional on November 15, 2023 (2 BvF 1/22), finding it violated the principles of annuality and yearly applicability. The ruling created a 60 billion EUR budget gap and precipitated the Ampel coalition crisis that ultimately led to its collapse.
Context: The SPD argued the transfer was necessary to fund climate transformation investments that would benefit future generations, and that the emergency nature of the original authorization justified flexible reallocation
Schuldenbremse
Die Schuldenbremse im Grundgesetz soll beibehalten werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDass Einnahmen und Ausgaben ohne Schulden ausgeglichen sein müssen, ist trivial. Und schon die bestehende Schuldenbremse des Art 109 (3) GG erlaubt einen Schuldenhaushalt von immerhin bis zu 0,35 % des BIP pro Jahr. Artikel 115 (2) GG erlaubt sogar das Aussetzen der Schuldenbremse in gewissen „Notsituationen“, wovon der deutsche Staat ja auch seit 2020 ausgiebig Gebrauch gemacht hat. All das ist schon die heutige Rechtslage. Eine Änderung des GG ist darum in keiner Weise erforderlich. |
| BSW | Neutral WhyDas BSW ist nicht dafür alles über Schulden zu finanzieren, aber die Schuldenbremse muss grundlegend reformiert werden. Ihre aktuelle Auslegung verhindert sinnvolle Investitionen in Straßen, Schienen und Schulen in der notwendigen Größenordnung. Eine hervorragende öffentliche Infrastruktur ist die Grundlage für eine florierende Wirtschaft und eine lebenswerte Gemeinschaft. Deshalb sollten Investitionen von der Schuldenbremse ausgeklammert werden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir halten an der grundgesetzlichen Schuldenbremse fest. Sie stellt sicher, dass Lasten nicht unseren Kindern und Enkeln aufgebürdet werden. Denn die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Schuldenbremse verhindert notwendige Investitionen in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und soziale Sicherheit. Die Schuldenbremse belastet die Lebensqualität von uns und der kommenden Generation: Die Bahn ist marode, Brücken brechen ein und in den Schulen regnet es durch die Decke. Es ist Zeit für ein Umdenken: Mehr Investitionen für Bildung, Soziales und öffentlichen Wohnungsbau schaffen langfristige Werte. |
| FDP | Agrees WhyFreiheit für künftige Generationen bedeutet auch, ihnen keine Schuldenberge zu hinterlassen. Daher ist für uns Freie Demokraten die Einhaltung der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse zentrales Gebot der Generationengerechtigkeit. Zudem schützt die Schuldenbremse vor übermäßiger Verschuldung und Inflation. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir wollen die Schuldenbremse reformieren, um notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur zu finanzieren. Investitionen in Verkehrs-, Energie-, Bildungs- und Forschungsinfrastruktur sowie in die nationale Sicherheit haben für uns Priorität. Zugleich werden wir sicherstellen, dass die Gesamtverschuldung dauerhaft tragfähig bleibt. |
| SPD | Disagrees WhyDie aktuelle Regelung zur Schuldenbremse ist nicht auf die Herausforderungen unserer Zeit und Zukunft ausgelegt. Darum kann sie in dieser Form nicht beibehalten werden. Wir möchten die Schuldenbremse reformieren, um mehr Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen (z.B. in Verkehrsinfrastruktur, Bildung und Klimaneutralität), staatliche Handlungsfähigkeit in Notlagen zu stärken und flexibler auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können. |
Steuer auf digitale Dienstleistungen
Auf den Umsatz, der in Deutschland mit digitalen Dienstleistungen erzielt wird, soll eine nationale Steuer erhoben werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie AfD fordert die Einführung einer Digitalsteuer für Tech-Riesen ("Gafam"), die nicht auf den Gewinn, sondern auf den Umsatz dieser Unternehmen erhoben wird. Denkbar ist dabei die Besteuerung von Umsätzen aus dem Platzieren personalisierter Werbung auf der Basis von Nutzerdaten, Umsätzen aus Vermittlungsdiensten zwischen Nutzern und Umsätzen aus dem Verkauf von Nutzerdaten. Deutschland sollte zügig eine nationale Digitalsteuer auf den Weg bringen. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir setzen uns auf OECD-Ebene für eine faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft ein, die dann national umgesetzt wird. Große digitale Konzerne sollen ihre Steuern auch dort zahlen, wo sie ihre Umsätze erzielen. |
| LINKE | Agrees WhyDie 6 größten amerikanischen Tech-Unternehmen (Amazon, Facebook, Google, Netflix, Apple und Microsoft) haben sich in den vergangenen 10 Jahren mindestens 100 Milliarden Dollar ,,gespart". Digitalkonzerne müssen in den Ländern Steuern zahlen, in denen sie wirtschaftlich aktiv sind. Sie dürfen nicht in Steueroasen ausweichen. |
| FDP | Disagrees WhyDer Vorschlag der G7-Staaten zu einer globalen Mindeststeuer ist ein wichtiger Schritt. Ziel sollte eine weltweit faire Besteuerung von Unternehmen sein. Es darf nicht so bleiben, dass der Mittelstand seine Steuern zahlt, während einige Großunternehmen in Offshore-Steueroasen ausweichen. Es sollte nun eine globale Einigung gegen aggressive Steuervermeidung erzielt werden. Eine nationale oder europäische Digitalsteuer ist hingegen nicht zielführend. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen, dass sich alle angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen und verhindern, dass große Konzerne ihre Gewinne in Steuersümpfen anfallen lassen und so unfaire Wettbewerbsvorteile erlangen. Aus diesem Grunde wollen wir Google, Facebook und Co. mit einer Digitalkonzernsteuer endlich angemessen besteuern. Eine europäische Lösung ist wünschenswert, bei fehlender Einigung gehen wir in verstärkter Zusammenarbeit oder gemeinsam mit einzelnen Staaten voran. |
| SPD | Agrees WhyUnser Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat für eine historische Vereinbarung bei der Unternehmensbesteuerung gesorgt: Künftig wird es eine globale Mindestbesteuerung geben und die Besteuerung von Internetkonzernen wird geändert. Sie können nicht mehr in Steueroasen ausweichen. Deutschland erhält das Recht auf einen Teil ihres Gewinns (nicht den Umsatz) Steuern zu erheben, auch wenn sie keine Produktionsstätte bei uns haben. Das werden wir zeitnah in europäisches und deutsches Recht umsetzen. |
Steuer auf hohe Vermögen
1 contradictionsAuf hohe Vermögen soll wieder eine Steuer erhoben werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyGrundsätzlich ist es das Ziel der AfD, die Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland deutlich zu senken. Laut OECD wird Deutschland weltweit nur noch von Belgien übertroffen. Zudem ist die Vermögenssteuer bereits 1995 für verfassungswidrig erklärt worden. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir lehnen zusätzliche Lasten wie eine Wiedereinführung der Vermögensteuer ab. Eine Vermögensteuer würde sowohl Hauseigentümer als auch Mieter belasten und somit das Wohnen für alle verteuern. Sie würde Betriebsvermögen belasten und somit Arbeitsplätze für alle gefährden. Die Vermögensteuer ist eine Wohlstandsbremse. |
| LINKE | Agrees WhyNoch nie waren Vermögen so ungleich verteilt: Die 45 reichsten Deutschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Wir wollen Vermögen oberhalb von 1 Mio Euro mit 1 Prozent besteuern. Der Steuersatz steigt an auf 5% ab 50 Mio Euro. Die Einnahmen gehen an die Bundesländer: für mehr Lehrkräfte, bessere Schulen, Kitaplätze und Erzieher*innen, bezahlbaren Wohnraum, Gesundheit und Pflege, Schwimmbäder und besseres Internet. Damit würde der Alltag für alle Menschen besser. |
| FDP | Disagrees WhyEine Wiederbelebung der Vermögensteuer wäre für unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft ein Hemmschuh bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie, weil den Unternehmen Liquidität unabhängig von deren Ertragslage entzogen wird. Wachstum und Arbeitsplätze würden so gefährdet. |
| GRÜNE | Agrees WhyDie Vermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt. Deshalb wollen wir mit der Vermögensteuer sehr vermögende Menschen stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen. Sie soll ab einem Vermögen von über 2 Millionen Euro pro Person greifen. Dabei nehmen wir auch die Wirtschaft in den Blick und werden Betriebsvermögen im verfassungsrechtlich erlaubten und wirtschaftlich gebotenen Umfang begünstigen und zusätzliche Investitionsanreize schaffen. |
| SPD | Agrees WhyWir werden einen maßvollen, einheitlichen Steuersatz von einem Prozent für sehr hohe Vermögen einführen. Gleichzeitig wird es hohe persönliche Freibeträge geben, so dass sich die Steuerbelastung auf besonders vermögende Teile der Bevölkerung konzentriert. Wir stellen sicher, dass mit der Vermögensteuer keine Arbeitsplätze gefährdet werden. Die Grundlage von Betrieben wird bei der Vermögensteuer verschont. |
Identified inconsistencies
The Gruene demanded a Vermoegensteuer starting at 2 million EUR per person. Like the SPD, they dropped this demand during coalition negotiations with the FDP. No wealth tax legislation was introduced during WP20.
Context: The FDP's veto on wealth taxation was a non-negotiable coalition condition. The Gruene prioritized climate policy and other portfolio gains over the Vermoegensteuer.
Foreign Policy
EU-Mitgliedschaft (Dexit)
1 contradictions| Party | 2024 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyWeidel distanzierte sich 2023 auf dem AfD-Europaparteitag ausdrücklich von einem Dexit und versuchte, die AfD europapolitisch zu mäßigen. |
Identified inconsistencies
Weidel positionierte sich im Sommer 2023 auf dem AfD-Europaparteitag in Magdeburg ausdrücklich gegen einen Dexit und distanzierte sich von früheren AfD-Positionen. Bereits sechs Monate später bezeichnete sie den Brexit im FT-Interview (22. Januar 2024) als 'absolut richtig' und 'Modell für Deutschland'. Das AfD-Europawahl-Programm 2024 machte den EU-Austritt dann zum offiziellen Parteiziel. Dieses Muster — Mäßigung im Wahlkampf, Radikalisierung beim Parteitag/Programm — zeigt, dass die AfD ihre radikalsten Positionen taktisch anpasst.
Context: Weidel rahmt es als konditional: zunächst EU-Reform, bei Scheitern Referendum. Die Partei argumentiert, die EU sei seit 2023 durch weitere Zentralisierungsschritte unreformierbar geworden.
Waffenlieferungen an die Ukraine
1 contradictions| Party | 2024 |
|---|---|
| BSW | Disagrees WhyBSW lehnte Waffenlieferungen an die Ukraine ab und forderte diplomatische Lösungen. Wagenknecht machte die Aufnahme einer Friedensklausel zur Voraussetzung für jede Koalitionsverhandlung. |
Identified inconsistencies
BSW machte die Ablehnung von Waffenlieferungen zur zentralen Wahlkampfposition und nicht-verhandelbaren Koalitionsbedingung. Der Thüringer Koalitionsvertrag (22. November 2024) reduzierte diese Kernposition auf eine Klausel, die lediglich 'unterschiedliche Auffassungen' festhält — von BSWs absolutistischer Antikriegs-Rhetorik ist nichts übrig geblieben. CDU und SPD bekennen sich ausdrücklich zur 'westlichen Einbindung', BSW akzeptierte dies schweigend.
Context: BSW sicherte 28 Erwähnungen des Wortes 'Frieden' im 126-seitigen Thüringer Vertrag sowie Kritik an der US-Raketenstationierung. Die Brandenburger Formulierung war stärker. Außenpolitik ist Bundesrecht — Landeskoalitionsklauseln sind weitgehend symbolisch.
governance
Anti-Establishment-Identität (BSW)
1 contradictions| Party | 2024 |
|---|---|
| BSW | Disagrees WhyBSWs Gründungsnarrativ und Wagenknechts persönliche Geschichte (Ablehnung von Regierungsverantwortung in der Linken) positionierten die Partei als Oppositionskraft, nicht als Regierungspartei. |
Identified inconsistencies
BSW wurde am 8. Januar 2024 explizit als Oppositionspartei gegründet, Wagenknecht hatte Regierungsverantwortung historisch immer abgelehnt. Innerhalb von 11 Monaten hielt BSW Ministerposten in Thüringen und Brandenburg. Der rasche interne Kollaps (Parteianstritte November 2025, Brandenburger Koalition zerbricht 6. Januar 2026) zeigt, dass der Widerspruch zwischen Protest-Identität und Regierungshandeln strukturell unlösbar war — keine bewusste Täuschung, sondern ein fundamentaler Widerspruch im Partei-DNA.
Context: BSW argumentierte, es reagiere auf ein Wählermandat. Regionale Landespolitiker wie Katja Wolf wollten pragmatisch regieren. Der rasche interne Zusammenbruch bestätigt die strukturelle Unlösbarkeit eher als bewusste Täuschung.
Koalitionsbeteiligung (BSW)
1 contradictions| Party | 2024 |
|---|---|
| BSW | Disagrees WhyWagenknecht lehnte vor den Landtagswahlen 2024 Brandmauer-Koalitionen explizit ab und machte dies zu einem Differenzierungsmerkmal des BSW gegenüber dem Parteiensystem-Status-quo. |
Identified inconsistencies
Wagenknecht schloss Brandmauer-Koalitionen gegen die AfD vor den September-2024-Landtagswahlen ausdrücklich aus. Zwei Monate später trat BSW genau diesen Koalitionstypen bei: CDU-BSW-SPD in Thüringen (22. November 2024) und SPD-BSW in Brandenburg (11. Dezember 2024). Rund 30% der BSW-Mitglieder stimmten gegen den Thüringer Vertrag. Wagenknecht bezeichnete die Koalitionen später als 'schweren Anfängerfehler' und gab die Schuld den Landespolitikern. Das Brandenburger Bündnis kollabierte am 6. Januar 2026 durch Parteiaustritte und Fraktionsverlust.
Context: BSW-Landespolitiker argumentierten, sie hätten ein Wählermandat, Einfluss auszuüben. Die Spannung zwischen Wagenknechts bundesweiter Linie und regionalem Pragmatismus war von Beginn an strukturell angelegt. Der rasche Zusammenbruch der Brandenburger Koalition bestätigt die strukturelle Unlösbarkeit des Widerspruchs.
Healthcare
Abrechnung über Fallpauschalen
Stationäre Behandlungen im Krankenhaus sollen weiterhin über eine Fallpauschale abgerechnet werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie bestehende Finanzierung im Fallpauschalensystem hat sich als Zuteilungs- und Sparsystem mit der "Heckenschere" erwiesen. Sie potenziert Verwerfungen und beschleunigt Kliniksterben insbesondere im ländlichen Raum. Die AfD fordert die Einführung eines Individualbudgets für Krankenhäuser, um auch in strukturschwachen Gebieten wohnortnah Notfalleinrichtungen, Abteilungen für Geburtshilfe und insbesondere die stationäre Behandlung von Kindern zu ermöglichen. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir wollen, dass die Ziele einer bedarfsgerechten und flächendeckenden Grund- und Regelversorgung in der Krankenhausplanung und insbesondere in der Krankenhausfinanzierung wesentlich stärker berücksichtigt werden, gerade mit Blick auf den ländlichen Raum. Wir werden die Finanzierung von Krankenhäusern sichern und dazu auch das aktuelle Fallpauschalensystem weiterentwickeln. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Fallpauschalen schaffen falsche Anreize. Diagnosen, die sich lohnen, werden öfter gestellt. "Unprofitable" Stationen wie Geburtsstationen werden geschlossen. Das ist schlecht für die Versorgung der Bevölkerung. Der Bedarf der Patient*innen steht dann nicht mehr im Mittelpunkt. Wir wollen die Finanzierung so gestalten, dass der tatsächliche Bedarf, also die Betriebskosten, von den Krankenkassen vollständig finanziert werden. |
| FDP | Agrees WhyFallpauschalen sollen grundsätzlich auch weiterhin die Abrechnungsgrundlage für die Vergütung von Krankenhausleistungen gegenüber den Krankenkassen sein. Sie bieten einen guten Mix aus Grundvergütung und differenzierter Finanzierung der Behandlung unterschiedlicher Krankheiten. Zusätzlich setzen sie einen Anreiz, die zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient zu nutzen. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen keine vollständige Abschaffung der DRGs (Fallpauschalen), sondern deren Ergänzung um eine fallzahlunabhängige Vergütung, z.B. für kleinere ländliche Krankenhäuser, Notfallambulanzen und Kinderkliniken. |
| SPD | Disagrees WhyWir stellen das Wohl der Patient*innen und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten als Qualitätsmindestmerkmale in den Mittelpunkt. Die Fallpauschalen werden wir zu einer bedarfsgerechten Grundfinanzierung nach einem modularen Vergütungssystem mit einer ergänzenden leistungs- und qualitätsorientierten Vergütung ausbauen. So wollen wir die Anreize für Mengenausweitung und unnötige OPs beenden und für eine qualitativ hochwertige Versorgung sorgen. |
Krankenkassen
Alle Bürgerinnen und Bürger sollen in gesetzlichen Krankenkassen versichert sein müssen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDer medizinische Fortschritt wird in erster Linie von den Privatversicherten finanziert, da Ärzte und Krankenhäuser deutlich mehr an ihnen verdienen als an gesetzlich Versicherten. Die hohen Versicherungsbeiträge für die gesetzlichen Krankenkasse entstehen, weil die Länder ihre gesetzlichen Aufgaben in der Krankenhaus-Infrastruktur nicht ausreichend wahrnehmen, und der Bund die gesetzlich Versicherten z.B. auch für die Krankenversicherung der Bürgergeldempfänger mitbezahlen lässt. |
| BSW | Agrees WhyDas BSW will die Zwei-Klassen-Medizin beenden. Zusatzbeiträge sollen abgeschafft und eine Bürgerversicherung eingeführt werden, in die alle Bürger nach ihrem Einkommen einzahlen und gleiche Leistungen auf dem Niveau der höchsten medizinischen Standards erhalten. Krankenhausprivatisierungen und das Vordringen von Finanzinvestoren in den medizinischen Sektor müssen gestoppt und die Krankenhausreform rückgängig gemacht werden. Krankenhausschließungen und das System der Fallpauschalen lehnen wir ab |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir stehen zu den Grundpfeilern des deutschen Gesundheitssystems mit seiner bewährten Selbstverwaltung und zum Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Das duale System wollen wir erhalten und stärken. Es sorgt für Wettbewerb und trägt zu einer auskömmlichen Finanzierung unseres Gesundheitssystems bei. |
| LINKE | Agrees WhyDie Linke will keine Zwei-Klassen-Versorgung für privat und gesetzlich Versicherte. Wenn alle in die gesetzlichen Krankenkassen einzahlen, wird die Versorgung für alle besser, Zuzahlungen entfallen. Die Beiträge für alle, die weniger als 7.100 Euro im Monat verdienen, sinken. |
| FDP | Disagrees WhyWir bekennen uns zum dualen System aus gesetzlicher (GKV) und privater (PKV) Krankenversicherung. Wir lehnen eine Einheitskasse (sogenannte Bürgerversicherung) ab, weil diese eine schlechtere Versorgung für alle Versicherten bedeuten würde. Wir setzen uns dafür ein, dass man leichter zwischen GKV und PKV hin- und herwechseln kann. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen Gesundheit und Pflege in unserer Gesellschaft verlässlicher und gerechter als bisher finanzieren. Dazu sollen alle Versicherten beitragen, gleich ob sie in einer gesetzlichen Krankenkasse oder privat versichert sind. In unserem Konzept einer Bürgerversicherung kann so auch die private Krankenversicherung als Teil eines integrierten Versicherungssystems mit solidarischem Finanzausgleich fortbestehen. |
| SPD | Agrees WhyDie SPD setzt auf ein solidarisches, beitragsfinanziertes Krankenversicherungssystem und auf einen gerechten Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen. Auch die privaten Versicherungen sollen zum Risikostrukturausgleich beitragen. Krankenkassen und private Krankenversicherungen bilden so ein System einer solidarischen Bürgerversicherung aus, an dem alle beteiligt sind. |
Patentschutz für Impfstoffe
Impfstoffe gegen Covid-19 sollen weiterhin durch Patente geschützt sein.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyOhne Patente keine Innovationen - und wie wichtig die sind, zeigt sich gerade beim Thema Corona. Die Impfstoff-Engpässe sind auch keineswegs durch die Patente bedingt, sondern schlicht durch die begrenzten Produktionskapazitäten. Eine Patentaufhebung kann ich hier gar nicht helfen, sie kann nur schaden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyDurch Aussetzung des Patentschutzes bei Covid-Impfstoffen würde die Menge an Dosen nicht steigen. Die Produktion ist komplex und kann nicht mit der Weitergabe eines Patents gelöst werden. Der Patenschutz hat mitgeholfen, viel Kapital in die Entwicklung und Produktion zu lenken. Damit auch ärmere Regionen Impfstoff erhalten, haben reichere Länder die Initiative COVAX ins Leben gerufen, die bis Ende 2021 mindestens zwei Milliarden Impfstoffdosen bereitstellt. |
| LINKE | Disagrees WhyWas mit öffentlichen Geldern gefördert wurde, soll auch allgemein und nach sozialen Kriterien zur Verfügung stehen. Impfstoffe, die auf mit öffentlichen Mitteln geförderter Forschung aufbauen, sollen mit sozialverträglicher Patentverwertung (Equitable Licensing) an ärmere Länder und Generikaproduzenten abgegeben werden. |
| FDP | Agrees WhyFür uns Freie Demokraten steht fest: Eine Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe beseitigt die weltweite Knappheit an Impfstoff nicht. Wer in den Schutz geistigen Eigentums eingreift, der schwächt die Entwicklung künftiger, modifizierter Impfstoffe und Medikamente. Damit private Investitionen mobilisiert werden, muss geistiges Eigentum im Patentrecht strikt geschützt bleiben, auch bei Arzneimitteln für seltene Erkrankungen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWo freiwillige Produktionspartnerschaften nicht ausreichen, unterstützen wir Anträge auf Erteilung von verpflichtenden Lizenzen gegen Entschädigungen für COVID-Impfstoffe und bringen uns in diesem Sinne bei der WTO für eine temporäre Aussetzung für Patente für Technologien zur Bekämpfung von Covid-19 in die Verhandlungen ein. |
| SPD | Agrees WhyWir setzen uns für einen weitreichenden weltweiten Ausbau der Produktionskapazitäten der Impfstoffe ein. Die Unternehmen müssen in breiter Kooperation durch Wissens- und Technologietransfer untereinander sowie durch Vergabe von grundsätzlich weiterhin geschützten Lizenzen eine internationale Impfstoffproduktion vorantreiben. Wo die freiwillige Lizenzierung nicht ausreicht, ist von der bestehenden Möglichkeit der Zwangslizenzierung Gebrauch zu machen. |
Housing
Begrenzung der Mietpreise
Bei Neuvermietungen sollen die Mietpreise weiterhin gesetzlich begrenzt werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyMieten steigen, weil staatlich Institutionen mit Bauvorschriften und Baubehinderung das Angebot verknappen. Wir brauchen einen massiven Rückbau der Bürokratie und Abschiebungen unberechtigter Personen, dies wird zur Regulierung der Mieten durch Angebot und Nachfrage führen. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir stehen für einen wirksamen und angemessenen Mieterschutz – dazu gehören auch Regeln zur Miethöhe. Gegen die hohen Mieten, die v. a. in Ballungsräumen ein Problem sind, hilft aber letztlich nur: bauen, bauen, bauen. Dafür setzen wir gute Rahmenbedingungen. |
| LINKE | Agrees WhyDie bisherige Begrenzung der Miete durch die Mietpreisbremse ist wirkungslos, das sehen wir an den explodierenden Mieten. Die Linke fordert einen bundesweiten Mietendeckel. Unser Ziel: Die Explosion der Mieten nicht nur bremsen, sondern beenden und rückgängig machen. In angespannten Wohnungsmärkten müssen besonders hohe Mieten abgesenkt werden. Als Sofortmaßnahme müssen Mieterhöhungen für die nächsten sechs Jahre ausgeschlossen werden. |
| FDP | Disagrees WhyMehr bezahlbaren Wohnraum gibt es nur durch mehr Neubau. Um gutes Wohnen für alle zu ermöglichen, sind ausgewogene Regeln zwischen Mietern und Vermietern wichtig. Viele private Vermieter ziehen sich aus dem Markt zurück, weil Vermieten durch komplizierte Regelungen unattraktiv geworden ist. Das verschärft den Wohnungsmangel. Die Mietpreisbremse ist eher eine Investitionsbremse. Einen bundesweiten Mietendeckel lehnen wir ab. Menschen mit niedrigem Einkommen unterstützen wir durch das Wohngeld. |
| GRÜNE | Agrees WhyJa, denn etwa die Hälfte der Menschen in unserem Land lebt zur Miete und muss dafür immer mehr Geld ausgeben. Die Mietpreisbremse nur zu verlängern reicht nicht mehr aus. Wir wollen die Anstiege der Mieten über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus stärker begrenzen und gesetzliche Schlupflöcher schließen, etwa bei möblierten Wohnungen oder Ferienwohnungen. Wir wollen gute Rahmenbedingungen für schnelles, preiswertes und klimaverträgliches Bauen schaffen. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen langfristig für stabile und bezahlbare Mieten in angespannten Wohnungsmärkten sorgen. Die Mietpreisbremse läuft ohne gesetzliche Änderung zum 31.12.25 aus. Wir wollen das Gesetz ändern und sie unbefristet einführen. Wir werden dafür sorgen, dass die Mietpreisbremse nicht durch z.B. (teil-)möblierte und befristete Wohnungsangebote umgangen werden kann. Den Mietspiegel-Betrachtungszeitraum wollen wir auf zehn Jahre ausweiten und preisgebundenen Wohnraum in die Betrachtung einbeziehen. |
Begrenzung für Mieterhöhungen
1 contradictionsDie Möglichkeiten der Vermieterinnen und Vermieter, Wohnungsmieten zu erhöhen, sollen gesetzlich stärker begrenzt werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie AfD steht für ein ausgewogenes Mietrecht und lehnt staatliche Überregulierungen sowie Investitionshemmnisse wie die Mietpreisbremse oder den Mietendeckel ab. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir haben die Mietpreisbremse eingeführt und verlängert, sodass Mietenerhöhungen in gefragten Gegenden begrenzt werden. Wir setzen darüber hinaus nicht auf rechtlich fragwürdige und ungeeignete Eingriffe, wie den Mietendeckel, sondern packen das Problem an der Wurzel und steigern das Wohnungsangebot, damit die Mieten stabil bleiben. Wo Wohnraum teuer ist oder fehlt, wie in vielen Großstädten, heißt unsere Devise: mehr, schnell, modern und bezahlbar bauen. |
| LINKE | Agrees WhyWir wollen im gesamten Bundesgebiet ermöglichen, die Mieten zu deckeln. Unser Ziel: die Explosion der Mieten nicht nur bremsen, sondern beenden und rückgängig machen. Besonders hohe Mieten müssen abgesenkt werden. Als Sofortmaßnahme fordern wir überall dort, wo der Wohnungsmarkt angespannten ist, einen Mietenstopp. Die Mieten werden eingefroren.Jedes Jahr schaffen wir mindestens 250 000 zusätzliche Wohnungen, die dauerhaft bezahlbar, also in Sozialbindung, bleiben. |
| FDP | Disagrees WhyNur wenn wir mehr, schneller und günstiger bauen, wird Wohnen wieder bezahlbar. Daher wollen wir Freie Demokraten das Baurecht vereinfachen und Bauland schneller ausweisen. Mietpreisbremse und Mietendeckel schaffen hingegen keine neuen Wohnungen und sorgen sogar für eine Verknappung des Angebots. |
| GRÜNE | Agrees WhyEin bundeseinheitliches Gesamtkonzept soll u.a. mit einem Bundesgesetz gewährleisten, dass regionale Mietobergrenzen im Bestand ermöglicht werden und die Mietpreisbremse entfristet und deutlich nachgeschärft wird. Unnötige Ausnahmen bspw. beim möblierten Wohnen schaffen wir ab. Reguläre Mieterhöhungen sollen auf 2,5 Prozent im Jahr innerhalb des Mietspiegels begrenzt werden. Dazu wollen wir qualifizierte Mietspiegel stärken, verbreiten und rechtssicher ausgestalten. |
| SPD | Agrees WhyDie Mieterinnen und Mieter brauchen eine Atempause bei der Mietenentwicklung. Deshalb wollen wir ein Mietenmoratorium einführen. Das heißt, dass die Mieten dort, wo die Wohnungsmärkte angespannt sind, zeitlich befristet nur im Rahmen der Inflationsrate erhöht werden dürfen. |
Identified inconsistencies
The Gruene entered the Ampel with ambitious rental reform proposals including a federal law enabling regional rent ceilings, making the Mietpreisbremse permanent, and capping regular rent increases at 2.5%. None were implemented during WP20. FDP Justice Minister Buschmann blocked stricter regulation, and the Gruene lacked leverage to override FDP objections. The coalition collapsed before even the basic Mietpreisbremse extension could be passed.
Context: The Gruene were constrained by the three-party coalition dynamic where the FDP held effective veto power over rental legislation through the Justice Ministry
Umlegung der Grundsteuer
Die Grundsteuer soll weiterhin auf Mieterinnen und Mieter umgelegt werden dürfen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Neutral WhyDie Grundsteuer soll abgeschafft und den Gemeinden aus Bundesmitteln ein Ausgleich gezahlt werden. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyBetriebskosten können generell auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden, so auch die Grundsteuer. Bei einer Änderung würde die wirtschaftliche Belastung aus der Grundsteuer in der Kalkulation der Vermieter berücksichtigt und die Kaltmieten würden steigen. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Grundsteuer ist eine Steuer der Eigentümer*innen. Es muss ausgeschlossen werden, dass die Kosten dafür weiterhin auf die Mieter*innen umgelegt werden. Die Grundsteuer darf nicht als Teil der Betriebskosten gelten, dann könnte sie nicht umgelegt werden. |
| FDP | Agrees WhyDie Erhebung der Grundsteuer durch die Städte und Gemeinden dient der Finanzierung der kommunalen Infrastruktur, wie z. B. des Abwassersystems, der Straßen, Schulen, Kindergärten und Parks. Damit zählt die Grundsteuer wie Heizkosten, Müllabfuhr oder Gebäudereinigung zu den Betriebskosten und sollte von den Nutzern eines Gebäudes getragen werden. Wir setzen uns hier für ein einfaches Flächenmodell ein, das die Belastung für Mieter wie Eigentümer in einem angemessenen Rahmen hält. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDie Grundsteuer kann momentan auf die Betriebskosten der Mieter umgelegt werden. Das ist ungerecht, denn die Grundsteuer wird erhoben, um damit der Kommune zu ermöglichen, die Infrastruktur vor Ort zu erhalten und zu verbessern. Damit einhergehende Wertsteigerungen kommen den Eigentümern zugute. Vermieter profitieren bei Umlage der Steuer auf Mieter somit doppelt. Wir wollen deshalb die Umlagefähigkeit beenden. |
| SPD | Disagrees WhyDie Grundsteuer ist eine Steuer auf Eigentum an Grund und Boden. Mieterinnen und Mieter wollen wir bei der Grundsteuer entlasten. Die Umlagefähigkeit der Grundsteuer darf deshalb nicht so weit gehen, dass der Eigentümer sämtliche Lasten auf die Mietparteien umlegen darf. |
Migration
Abschaffung des Familiennachzugs
Das Recht anerkannter Flüchtlinge auf Familiennachzug soll abgeschafft werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyFamiliennachzug für Flüchtlinge erhöht die unqualifizierte Zuwanderung nach Deutschland um ein Vielfaches und endet fast immer dauerhaft im sozialen Netz. Wir lehnen dies ab. Die Familieneinheit kann in Drittländern hergestellt werden. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir wollen, dass die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, dauerhaft niedrig bleibt. Grundsätzlich gilt, dass anerkannte Flüchtlinge einen Anspruch auf den Nachzug ihrer Kernfamilie haben. Eine Ausweitung des Familiennachzugs über die heute bestehenden Regelungen hinaus lehnen wir ab. |
| LINKE | Disagrees WhyFamiliennachzug ist ein Recht. Das muss uneingeschränkt gelten. Bei unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten muss es ein Recht auf Nachzug der Geschwisterkinder geben. |
| FDP | Neutral WhyDer Familiennachzug muss perspektivisch für alle Migrantengruppen nach den gleichen Kriterien geregelt werden. Von individuellen Härtefällen abgesehen, muss derjenige, der seine Kernfamilie nachholen möchte, den Nachweis erbringen, dass er seine Angehörigen selbst versorgen kann. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir wollen die Einschränkungen beim Familiennachzug wieder aufheben. Familien gehören zusammen und das Kindeswohl hat oberste Priorität. Auch Menschen mit subsidiärem Schutzstatus müssen deshalb ihre Angehörigen ohne die bisherigen Einschränkungen nachholen. Wir wollen den Geschwisternachzug wieder ermöglichen. An deutschen und europäischen Botschaften braucht es mehr Personal und die Möglichkeit, digital Anträge zu stellen, um die Wartezeiten für Visa von Familienangehörigen zu verkürzen. |
| SPD | Disagrees WhyWer vor Verfolgung, Tod und Terror zu uns geflohen ist und als schutzberechtigt anerkannt ist, soll auch seine Familie in Sicherheit bringen dürfen. Das gebietet die Menschlichkeit und das internationale Flüchtlingsrecht gleichermaßen. Die Regelungen für den Familiennachzug von subsidiär Schutzberechtigten wollen wir daher auch wieder an die für Flüchtlinge angleichen. Dabei werden wir auch Regelungen für den Geschwisternachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen schaffen. |
Abweisung Asylsuchender
Asylsuchende, die über einen anderen EU-Staat eingereist sind, sollen an den deutschen Grenzen abgewiesen werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDeutsches Recht schließt die Einreise aus einem sicheren Drittstaat zum Zweck der Asylgewährung aus. Entgegen dieser Rechtslage werden solche Einreisen seit Jahren geduldet. In der Realität bleibt fast jeder auch illegal eingereiste Asylbewerber dauerhaft hier. Dieser Zustand ist untragbar. Der Verweis auf eine angeblich notwendige Zuständigkeitsüberprüfung für das Asylverfahren greift hierbei ausdrücklich nicht, da diese auch im bereits sicheren, zuvor durchquerten EU-Nachbarstaat möglich wäre. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyDie Grenzkontrollen an den deutschen Grenzen werden wir mit Zurückweisungen verbinden. Wir setzen einen faktischen Aufnahmestopp sofort durch. Dazu weisen wir diejenigen an den deutschen Grenzen zurück, die aus einem anderen Mitgliedstaat der EU oder dem Schengen-Raum nach Deutschland einreisen und bei uns einen Asylantrag stellen wollen. Wer aus einem anderen EU-Staat kommt, hat dort bereits die Gelegenheit Asyl zu beantragen. |
| LINKE | Disagrees WhyWir halten es nicht für rechtens, Geflüchtete an den Grenzen abzuweisen. Die Verteilung innerhalb der EU muss in geordneten Verfahren erfolgen. Aufnahmebereite Länder, Städte und Regionen sollen mit EU-Mitteln finanziell und strukturell besonders unterstützt werden. |
| FDP | Agrees WhyMenschen, die von vornherein keine Möglichkeit haben, ein Bleiberecht in Deutschland zu erlangen, sollten besser gar nicht erst einreisen. Aus diesem Grund unterstützen wir Freie Demokraten die modellhafte Erprobung von Zurückweisungen an den deutschen Außengrenzen, um alle rechtlichen Möglichkeiten zur Begrenzung der irregulären Migration auszuschöpfen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir setzen auf europäische Kooperation und eine faire Verteilung von Schutzsuchenden in Europa. Dafür ist eine zuverlässige Registrierung von Asylsuchenden bei der Einreise notwendig. Pauschale Zurückweisungen an den Binnengrenzen sind falsch, europarechtlich nicht zulässig und würden den europäischen Zusammenhalt gefährden. |
| SPD | Disagrees WhyWir halten uns an europäisches Recht! Nur so werden wir der großen Herausforderung der Bewältigung unserer humanitären Verantwortung gerecht. Dafür war es ein großer Erfolg, dass nach vielen Jahren der Blockade endlich alle Mitgliedstaaten wieder an einem Strang ziehen. Die SPD wird keine europarechtswidrigen Alleingänge unternehmen, wie es unsere politische Konkurrenz fordert. Auch, weil ansonsten ungewollten Kettenreaktionen durch andere Mitgliedstaaten die Lage wieder verschlechtern würden. |
Arbeitserlaubnis für Asylsuchende
Asylsuchende sollen in Deutschland sofort nach ihrer Antragstellung eine Arbeitserlaubnis erhalten.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyEine Arbeitserlaubnis im laufenden Asylverfahren verfestigt den Aufenthalt in Deutschland, was im Falle eines negativen Asylbescheids aber unerwünscht ist. Daher ist die Arbeitserlaubnis nur bei einem positiven Asylbescheid zu gewähren. Für Asylantragsteller und abgelehnte Asylbewerber werden wir dagegen keine Arbeitserlaubnis außerhalb verpflichtender gemeinnütziger Arbeitsgelegenheiten mehr vorsehen. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyAsylsuchende dürfen in Deutschland in der Regel nach 3 Monaten nach Antragstellung arbeiten. Für Personen aus sicheren Herkunftsstaaten sowie für Identitätstäuscher und Mitwirkungsverweigerer müssen aber weiterhin Arbeitsverbote gelten. Auf diese Weise werden Anreize für illegale Migration reduziert. |
| LINKE | Agrees WhyNiemand soll darauf warten müssen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das ist gut für die Geflüchteten und es hilft in den vielen Bereichen, in denen Arbeitskräfte dringend gesucht werden. Die meisten Geflüchteten wollen arbeiten, dürfen aber nicht. |
| FDP | Neutral WhySchutzsuchende mit Bleiberecht müssen so schnell wie möglich arbeiten dürfen, damit sie schnell auf eigenen Füßen stehen. Ein Job ist der beste Integrationskurs. Auch für Menschen im Asylverfahren sollte der Arbeitsmarktzugang vereinfacht werden, wenn absehbar ist, dass die Antragsteller in Deutschland ein Bleiberecht erhalten können. Für gut integrierte Schutzsuchende muss es bessere Möglichkeiten eines sogenannten Spurwechsels aus dem Asylverfahren in erwerbsbezogene Aufenthaltstitel geben. |
| GRÜNE | Agrees WhyDer stärkste Motor für Integration sind Arbeit und Beschäftigung. Für uns gilt: Wer arbeiten kann, soll arbeiten dürfen. Deswegen wollen wir bestehende Arbeitsverbote weiter abbauen sowie die Verfahren vereinfachen und beschleunigen. Wenn sich Arbeitgeber und Geflüchtete einig sind, sollte der Staat nicht mit unnötiger Bürokratie im Weg stehen. So ermöglichen wir auch, dass Menschen selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen können. |
| SPD | Agrees WhyDie SPD hat dafür gesorgt, dass Asylsuchende sehr früh für ihren Lebensunterhalt selbst arbeiten sollen. Zu beachten ist allerdings, dass es für die Durchführung eines schnellen Asylverfahrens besonders in den ersten 3 Monaten nach Antragstellung auf die Verfügbarkeit der Antragsteller*innen für die Behörden ankommt. |
Asyl nur für politisch Verfolgte
1 contradictionsAsyl soll weiterhin nur politisch Verfolgten gewährt werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhySeit 2015 trägt Deutschland aus eigenem Verschulden die Hauptlast der illegalen Zuwanderung nach Europa. Hilfe vor Ort hat für die AfD höchste Priorität. Zugleich werden damit wichtige Fluchtgründe abgebaut. Ein Teil der im Rahmen der Asylpolitik eingesetzten zweistelligen Milliardensummen kann heimatnah eine vielfache Wirkung entfalten und so helfen, den Migrationsdruck nachhaltig zu senken. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir bekennen uns zum Grundrecht auf Asyl und den rechtlichen und humanitären Verpflichtungen Deutschlands und Europas. Wir wollen keine illegale Migration und Ausreisepflichten durchsetzen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass wir notleidenden Menschen dauerhaft helfen können. Wir vereinen Weltoffenheit und Konsequenz, Humanität und Ordnung. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Definition der politischen Verfolgung ist zu eng. Niemand flieht freiwillig. Deutschland exportiert Waffen in aktive Konfliktregionen und feuert so Krieg und Vertreibung mit an. Verbindliche Flüchtlingsrechte müssen ausgeweitet werden auf Armuts- und Klimaflüchtlinge. Auch Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung oder Identität muss in der Praxis als Fluchtgrund anerkannt werden. |
| FDP | Agrees WhyFür uns Freie Demokraten ist das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte unantastbar. Dazu gehört auch die politische Verfolgung aus religiösen Gründen oder aufgrund der sexuellen Identität. Dabei wollen wir zwischen politisch Verfolgten, Kriegsflüchtlingen und dauerhaften Einwanderern unterscheiden. Für Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge wollen wir einen eigenen unbürokratischen Status schaffen - einen vorübergehenden humanitären Schutz, der auf die Dauer des Krieges begrenzt ist. |
| GRÜNE | Disagrees WhyZu einer Anerkennung von Asyl können auch nichtstaatliche Verfolgungsgründe führen, wenn der Herkunftsstaat die Person nicht schützen kann oder will. Nicht jeder hat das Recht auf Asyl, aber jeder hat das Recht auf ein rechtsstaatliches Verfahren mit individueller Prüfung sowie auf eine würdige Unterbringung und Behandlung. Wir wollen, dass Asylverfahren rechtssicher, fair und transparent gestaltet sind und eine Entscheidung in angemessener Zeit erfolgt, damit die Menschen früh Gewissheit haben. |
| SPD | Agrees WhyDas Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte gilt für uns ohne Abstriche. Darüber hinaus stehen wir für eine humanitäre und solidarische Asyl- und Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union. Deshalb werden wir ein funktionsfähiges Europäisches Asylsystem mit dem notwendigen Gleichgewicht zwischen Verantwortung und Solidarität voranbringen, das einem solidarischen Verteilungsmechanismus beinhaltet und das Recht auf Asyl vollumfänglich wahrt und gewährt. |
Identified inconsistencies
The Gruene voted for the Rueckfuehrungsverbesserungsgesetz on January 18, 2024, which extended deportation detention from 3 to 6 months, granted police powers to search asylum seeker accommodations for identity documents, and expedited deportation of convicted criminals. Following the Solingen knife attack in August 2024, they accepted the Sicherheitspaket and the first deportation flight to Afghanistan (August 30, 2024, 28 convicted criminals). This represented a significant shift from their pre-election humanitarian stance.
Context: Rising asylum numbers (over 300,000 applications in 2023) and high-profile violent incidents created immense political pressure. The Gruene argued they were making pragmatic adjustments while preserving core asylum rights.
Other
Abschaffung der Frauenquote
Die gesetzliche Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen soll abgeschafft werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyUnternehmen sollten ihre Arbeitnehmer nach dem Prinzip der Bestenauslese wählen und nicht aufgrund von festgelegten Quoten. Durch Frauenquoten wird die Leistung von Frau entwertet, gleichzeitig stellt sie eine erhebliche Form der Geschlechterdiskriminierung dar. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhySolange Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen von Unternehmen nach wie vor unterrepräsentiert sind, kann die Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände von Unternehmen dazu beitragen, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Führungspositionen zu ermöglichen. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Linke setzt sich dafür ein, dass Frauen überall gleiches Geld für gleichwertige Arbeit bekommen und gleiche Chancen im Beruf haben. Die Quote wirkt: In den Vorständen der größten deutschen Börsenkonzerne sitzen so viele Frauen wie nie zuvor. |
| FDP | Neutral WhyWir Freie Demokraten setzen uns für mehr Vielfalt in Unternehmen sowie im öffentlichen Dienst und damit auch für mehr Frauen in Führungspositionen ein. Eine Quote verbessert aber nicht die bisherigen Rahmenbedingungen und greift tief in die unternehmerische Freiheit ein. Wir setzen daher auf bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Wahlfreiheit bei der Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit und auf Anreize für eine Unternehmenskultur, die mehr Vielfalt in Führungspositionen ermöglicht. |
| GRÜNE | Disagrees WhyFrauen machen über die Hälfte der Bevölkerung aus, sind aber noch weit von der Hälfte der wirtschaftlichen und politischen Macht entfernt. Wir sind daher weiterhin für Frauenquoten in Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen. Die bereits bestehenden Regelungen werden wir weiterentwickeln, damit sie noch besser wirken. |
| SPD | Disagrees WhyNein, im Gegenteil. Die Quote wirkt. Unser Ziel ist und bleibt die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen. Dazu werden wir das Führungspositionen-Gesetz weiterentwickeln mit dem Ziel, bis 2030 Parität in Aufsichtsräten und Vorständen zu erreichen. Als nächsten Schritt streben wir ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft an. |
Anwerbung von Fachkräften
Deutschland soll weiterhin die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland fördern.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Neutral WhyWir begrüßen die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte, sofern diese zum Erfolg unseres Landes sowie zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland beitragen können. Das gilt für alle Berufsfelder, in denen bei uns Mangel herrscht., beispielsweise im Handwerk, im Gesundheitswesen, in naturwissenschaftlichen und IT-Berufen. Beenden werden wir dagegen den Irrweg der Vermischung von qualifizierter Zuwanderung und humanitärem Schutz. |
| BSW | Neutral WhyFachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, kann sinnvoll sein. Das Problem des Fachkräftemangels mit Fachkräften aus dem Ausland zu lösen, halten wir für falsch. Viele junge Menschen verlassen unsere Schulen ohne Abschluss. Die hausgemachten Probleme des Fachkräftemangels müssen angegangen werden, indem unser Bildungssystem so reformiert wird, dass möglichst alle jungen Menschen die Schule mit einem Abschluss verlassen und eine gute Berufsausbildung erhalten – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir wollen ausländische Fachkräfte gewinnen und für ausländische Fachkräfte ein attraktiver Standort sein. Für schnellere und digitale Prozesse für Erwerbszuwanderer richten wir eine digitale Bundesagentur für Fachkräfteeinwanderung („Work-and-Stay-Agentur“) ein. Fachkräfte erhalten so Service aus einer Hand: von der Anwerbung und Arbeitsplatzvermittlung über die Prüfung der Einreisevoraussetzungen und Visavergabe bis hin zum Aufenthaltstitel. |
| LINKE | Neutral WhyWir halten es für problematisch, wenn in anderen Ländern Fachkräfte abgeworben werden, die dort oft fehlen. Für Menschen, die bereits in Deutschland sind, wollen wir aber schnelle und umfassende Arbeitserlaubnisse. Qualifikationen und Abschlüsse auch von Nicht-EU-Bürger*innen müssen schneller anerkannt werden. Gegen den Fachkräftemangel hilft, wen die Betriebe wieder mehr ausbilden – und gute Löhne und Arbeitsbedingungen. |
| FDP | Agrees WhyDeutschland hat einen Arbeitskräftemangel. Daher ist es wichtig, die Qualifizierung zu verbessern und auch die Erwerbstätigkeit von Frauen zu erleichtern. Darüber hinaus brauchen wir Einwanderung in den Arbeitsmarkt. Hochqualifizierten Fachkräften wollen wir diese weiter erleichtern. Zudem wollen wir die Europäische Blue Card für weitere nicht-akademische Fachkräfte öffnen und die unpraktikablen Verdienstuntergrenzen abschaffen. Mit einem One-Stop-Shop bündeln und beschleunigen wir Verfahren. |
| GRÜNE | Agrees WhyDer Mangel an Arbeits- und Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. Neben besserer Ausbildung, Anreizen für längeres Arbeiten und mehr gleichberechtigter Erwerbstätigkeit von Frauen sind wir auch auf die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften angewiesen. Wir wollen den Einwanderungsprozess durch eine digitale Einwanderungsagentur modernisieren und beschleunigen. Auch die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen werden wir vereinfachen. |
| SPD | Agrees WhyDeutschland profitiert seit langem davon, dass wir ein Einwanderungsland sind. Die Bundesagentur für Arbeit hat berechnet, dass wir jedes Jahr eine Nettozuwanderung von 400.000 Arbeitskräften aus dem Ausland brauchen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Deshalb haben wir das Fachkräfteeinwanderungsgesetz geschaffen, um auch im internationalen Wettstreit um Fachkräfte bestehen zu können. Das ist wichtig für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand. Diesen Weg setzen wir fort. |
Aufträge an chinesische Firmen
Chinesische Firmen sollen keine Aufträge für den Ausbau der Kommunikationsinfrastruktur in Deutschland erhalten dürfen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhySichere Telekommunikationsinfrastrukturen sind das Rückgrat unserer Souveränität und des wirtschaftlichen Wohlstandes. Für die AfD ist der Einsatz von chinesischen Komponenten in Telekommunikationsinfrastrukturen (z. B. 5G-Netze) nicht hinnehmbar, da chinesische Unternehmen unter Geheimhaltung verpflichtet sind, mit chinesischen Geheimdiensten zu kooperieren. Wir bevorzugen Technologien europäischer Marktführer, um Deutschlands Souveränität nicht zu gefährden. |
| CDU/CSU | Neutral WhyMit dem IT-Sicherheitsgesetz stärken wir die Cybersicherheit Deutschlands. Es schließt keine Anbieter von vorneherein aus, doch ist jeweils stets in einem konkreten Einzelfall anhand technischer und sicherheitspolitischer Kriterien zu prüfen, ob Komponenten eines Unternehmens in Teilen sogenannter kritischer Infrastruktur eingesetzt werden dürfen oder nicht. Der zügige und sichere Ausbau unseres 5G-Netzes ist unser Ziel. |
| LINKE | Disagrees WhyAllerdings wollen wir grundsätzlich regionale Kreisläufe und Wirtschaft stärken. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten wollen die Cybersicherheit in Deutschland stärken. Dazu gehört auch, dass Unternehmen, die umfangreichen Einflussmöglichkeiten autoritärer Regime unterliegen, beim Ausbau kritischer Infrastruktur wie dem 5G-Netz nicht beteiligt sollen werden. |
| GRÜNE | Agrees WhyBeim Ausbau digitaler Infrastrukturen wollen wir die digitale Souveränität Europas, die Integrität unserer kritischen Infrastruktur und die Einhaltung der Menschenrechte sicherstellen. Um Gefahrenlagen konkret bewerten zu können, müssen neben technischen unter anderem rechtsstaatliche und geostrategische Aspekte in die Prüfung einbezogen werden. Eine Beteiligung von nicht vertrauenswürdigen Unternehmen - insbesondere aus autoritären Staaten - an kritischer Infrastruktur lehnen wir ab. |
| SPD | Disagrees WhyWir profitieren von internationaler Kooperation und fairen Handel. Es geht nicht darum, außereuropäische Unternehmen vom Markt auszuschließen. Auch beim 5G-Ausbau hat Deutschland kein Huawei-Verbot erlassen, sondern eine Vertrauenswürdigkeitsprüfung eingeführt, die für alle Anbieter aus anderen Ländern gilt. Wir wollen den digitalen Wandel voranbringen, mit einem technologisch souveränen Europa, das persönliche Freiheiten garantiert und einseitige Abhängigkeiten von fremder Technologie reduziert. |
Austritt aus der EU
Deutschland soll aus der Europäischen Union austreten.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie Vehemenz, mit welcher die Europäische Union die Transformation zum planwirtschaftlichen Superstaat in den letzten Jahren vorangetrieben hat, hat uns zu der Erkenntnis gebracht, dass sich unsere grundlegenden Reformansätze in dieser EU nicht verwirklichen lassen. Wir halten einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft für notwendig. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyDie Europäische Union ist und bleibt das größte politische Erfolgsprojekt unserer Zeit. Sie hat den Menschen in Deutschland und Europa Frieden, Freiheit, Demokratie, Sicherheit und Wohlstand gebracht. Unsere Antwort auf globale Herausforderungen lautet: Mehr Europa! Denn nur gemeinsam mit unseren europäischen Partnern werden wir unsere Werte und Interessen durchsetzen können. Aber auch Europa braucht ein Modernisierungsjahrzehnt, damit es handlungsfähiger, schneller und weltpolitikfähig wird. |
| LINKE | Disagrees WhyDie Verträge der Europäischen Union sind zu sehr auf Neoliberalismus und Freihandel ausgerichtet. Das europäische Parlament hat zu wenig Rechte. Die Verpflichtung der Mitgliedstaaten, die Militärausgaben jedes Jahr zu steigern, lehnen wir ab. Wir kritisieren diese Fehlstellungen der Europäischen Union, weil wir für Europa sind! Für ein solidarisches, gerechtes, friedliches und klimagerechtes Europa. Und weil wir wissen, dass ein anderes, besseres Europa möglich ist. |
| FDP | Disagrees WhyNur gemeinsam in Europa können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen - die Folgen der Corona-Pandemie, den Klimawandel, Terrorismus und Migration. Wir wollen eine außenpolitisch starke EU, die ihre Werte, ihre Interessen und Souveränität schützt sowie sich autokratischem Machtstreben entgegenstellt. Mit mutigen Reformen ihrer Aufgaben, Arbeitsweise und Institutionen wollen wir die EU nach innen demokratisch und wirtschaftlich stark sowie nach außen handlungsfähig machen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyNein, Deutschlands Mitgliedschaft in einer handlungsfähigen EU ist für sich ein zentrales deutsches Interesse. Kein Land hat mehr profitiert politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Nur mit der EU war die deutsche Wiedervereinigung möglich. Wir wollen die EU weiter stärken, um globale Herausforderungen wie die Pandemie und die Klimakrise zu meistern, Europa als Wertegemeinschaft demokratisch zu stärken und im globalen Systemwettbewerb gerechter und handlungsfähiger zu machen. |
| SPD | Disagrees WhyDie Einheit Europas ist eine zivilisatorische Errungenschaft, die nach zwei Weltkriegen Frieden und Wohlstand ermöglichte. Die EU steht für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und politische Partnerschaft über nationale Grenzen hinweg. Eine starke EU ist im Interesse Deutschlands. In einer sich wandelnden Welt ist die EU unsere gemeinsame Chance auf eine bessere Zukunft im 21. Jahrhundert. Europa ist das wichtigste nationale Anliegen Deutschlands. |
Doppelte Staatsbürgerschaft
In Deutschland soll es generell möglich sein, neben der deutschen eine zweite Staatsbürgerschaft zu haben.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyMehrstaatigkeit kann zu Loyalitätskonflikten der Bürger gegenüber den Staaten führen. Bedeutender ist, dass Mehrstaater Vorteile gegenüber Deutschen ohne weitere Staatsangehörigkeit genießen (können). So können sie z.B. den Staat wechseln, wenn sich die Lebensbedingungen verschlechtern oder der Strafverfolgung entgehen. Sie können in dem Staat wohnen, der die meisten Vorteile bietet. Die gegenwärtigen Möglichkeiten von Ausnahmen vom Grundsatz der Vermeidung der Mehrstaatigkeit reichen aus. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyEine generelle doppelte Staatsangehörigkeit lehnen wir ab. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Mehrstaatigkeit grundsätzlich vermieden wird und nur im Ausnahmefall möglich sein sollte. |
| LINKE | Agrees WhyDer Zwang, die Staatsangehörigkeit (der Eltern) aufzugeben, wird oft als Preisgabe eines Teils ihrer Identität erlebt. Für viele Menschen ist das ein Haupthindernis für die Einbürgerung. Alle hier geborenen Kinder und Jugendlichen, deren Eltern dauerhaft im Land wohnen, sollen die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten und ein Recht auf Mehrstaatlichkeit haben - ohne die Staatsbürgerschaft der Eltern ablegen zu müssen. |
| FDP | Neutral WhyDas deutsche Staatsangehörigkeitsrecht sollte im Fall einer Einbürgerung grundsätzlich auch die Mehrstaatigkeit zulassen. Ab der Enkelgeneration der Ersteingebürgerten sollten sich Menschen dann für eine Staatsangehörigkeit entscheiden müssen, außer wenn mit dem Verlust der Aufgabe der zweiten Staatsangehörigkeit rechtliche oder wirtschaftliche Nachteile verbunden sind, sie nicht aufsie verzichten können oder es sich um die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates handelt. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir wollen Menschen, die hier jahrelang leben und Teil dieser Gesellschaft geworden sind, früher einbürgern und Einbürgerung entbürokratisieren. Nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland sollen alle einen Antrag auf Einbürgerung stellen können. Wer hier geboren wird, soll die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, wenn ein Elternteil rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Den Optionszwang im Staatsangehörigkeitsrecht wollen wir abschaffen und Mehrstaatigkeit anerkennen. |
| SPD | Agrees WhyUnsere Gesellschaft des Respekts braucht ein modernes Staatsangehörigkeitsrecht. Nachdem die SPD bereits dafür gesorgt hat, dass grundsätzlich alle in Deutschland geborenen Kinder mit der Geburt auch deutsche Staatsbürger*innen sind, werden wir zudem die generelle Möglichkeit von Mehrstaatigkeit gesetzlich verankern. Wir wollen bestehende Hürden bei Einbürgerungen abschaffen und hierfür auch die geltende Regelaufenthaltsdauer von bisher acht Jahren verkürzen. |
Einschränkung des Streikrechts
Das Streikrecht für Beschäftigte in Unternehmen der kritischen Infrastruktur soll gesetzlich eingeschränkt werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDer Arbeitskampf wurde bei uns bisher im Wesentlichen durch die Rechtsprechung entwickelt. Das BVerfG hat in Bezug auf Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge Einschränkungen im Streikrecht vorgegeben z. B. für die Aufrechterhaltung eines Notbetriebs. Andere EU-Länder haben zusätzlich gesetzliche Fristen für die Ankündigungen von Streiks in kritischen Infrastrukturen. Da die Versorgung der Bürger oberste Priorität hat, müssen auch bei uns klare gesetzliche Regelungen dazu geschaffen werden. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Neutral WhyDas Streikrecht ist ein hohes Gut in unserer Sozialen Marktwirtschaft. Wir wollen es erhalten. Aber wenn Kita, Bahn und Energieversorgung streiken, werden sehr viel Menschen negativ getroffen und nicht nur ein Betrieb oder eine Branche. Deshalb sollte Streik hier immer nur das letzte Mittel sein und die betroffenen Menschen müssen sich darauf einstellen können. |
| LINKE | Disagrees WhyDas Streikrecht stellt sicher, dass die Beschäftigten Arbeitsbedingungen und Löhne mitgestalten können. Die Gewerkschaften sind immer ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht geworden und haben über Notdienstvereinbarungen und ähnliches den absolut notwendigen Betrieb sichergestellt. Um den Betrieb kritischer Infrastrukturen zu sichern, müssen sie ausreichend finanziert werden, statt Löcher auf Kosten der Belegschaften zu stopfen. Die Linke verteidigt das Streikrecht gegen alle Angriffe. |
| FDP | Agrees WhyDas Streikrecht ist ein wichtiges Grundrecht. Um die kritische Infrastruktur und die Grundversorgung zu gewährleisten, braucht es eine Modernisierung. In kritischen Bereichen braucht es eine verpflichtende Schlichtungsvereinbarung zu Beginn von Tarifverhandlungen, Mindestankündigungsfristen sowie die Sicherstellung eines Notbetriebs. Denn hier droht sonst ein überproportional großer gesellschaftlicher Schaden, der mit einer Verzerrung der Verhandlungsmacht der Tarifparteien verbunden ist. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDas Streikrecht ist ein hohes Gut in unserem Land und gehört zur liberalen Demokratie. Wo viel und hart zum Wohle unserer Gesellschaft gearbeitet wird und wo die Arbeitsbedingungen oft auch wegen Personalmangel schwierig sind - beispielsweise in Krankenhäusern -, wollen wir mehr investieren und für bessere Bedingungen sorgen, anstatt die Rechte von Arbeitnehmer*innen zu schleifen. |
| SPD | Disagrees WhyDas Streikrecht gewährleistet Tarifverhandlungen auf Augenhöhe. Die Sozialdemokratie erteilt allen Versuchen, das Streikrecht einzuschränken, eine klare Absage. |
Gesichtserkennung bei Videoüberwachung
Bei der Videoüberwachung öffentlicher Plätze soll Gesichtserkennungssoftware eingesetzt werden dürfen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Neutral WhyAutomatisierte Gesichtserkennungssoftware kann nicht nur von Behörden genutzt werden, sondern auch von privaten Unternehmen, die wiederum auf im Internet gesammelte Fotos zurückgreifen. Solange es keine eindeutigen datenschutzgerechten Nutzungs- und Kontrollvorgaben gibt, besteht hier ein nicht ausreichend kalkulierbares Missbrauchspotential. |
| CDU/CSU | Agrees WhyAn öffentlichen Gefahrenorten wie etwa vor und in Fußballstadien, an Bahnhöfen sowie in Bussen und Bahnen wollen wir den intelligenten Videoschutz weiter ausbauen. Dabei wollen wir die Chancen der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz noch besser nutzen. Um die Fahndung nach schweren Straftätern, Gefährdern und Terroristen zu verbessern, wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die automatisierte Gesichtserkennung an Gefahrenorten in Deutschland eingesetzt werden kann. |
| LINKE | Disagrees WhyEs wird gern behauptet, dass Videoüberwachung die Kriminalität senken würde. Wissenschaftliche Erkenntnis deuten darauf hin, dass das nicht stimmt. Gute Beleuchtung eines Parkplatzes z.B. senkt die Kriminalität stärker als Videokameras. Jeder Mensch hat das Recht, sich frei zu bewegen und selbst zu bestimmen, wo er gefilmt oder fotografiert wird. Das ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung - ein Grundrecht in unserem Land. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten fordern ein Recht auf Anonymität im öffentlichen Raum und lehnen den Einsatz der automatisierten Gesichtserkennung ab. Videoüberwachung ist kein Ersatz für Beamtinnen und Beamte und kein Allheilmittel. Durch den Einsatz von Software zur automatisierten und massenhaften Gesichtserkennung im öffentlichen Raum droht eine Totalüberwachung. Eineflächendeckende Videoüberwachung lehnen wir daher ab. |
| GRÜNE | Disagrees WhyEin funktionierender, demokratischer Rechtsstaat muss Sicherheit gewährleisten und die ihn konstituierenden Freiheitsrechte wahren. Demokratien leben davon, dass es grundsätzlich unüberwachte öffentliche Räume gibt, in denen sich Menschen frei bewegen und äußern können. Videoüberwachung kann an Gefahrenschwerpunkten eine sinnvolle Maßnahme sein. Den Einsatz biometrischer Identifizierung auf Grundlage algorithmischer Verfahren im öffentlichen Raum, wie z.B. Gesichtserkennung, lehnen wir aber ab. |
| SPD | Disagrees WhyVideoüberwachung kann an Kriminalitätsschwerpunkten den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Kriminalität erhöhen. Vor allem hilft sie bei der Aufklärung und Strafverfolgung. Die Kopplung mit einer Gesichtserkennung lehnen wir dagegen ab. Sie ist ein gefährlicher Eingriff in die Selbstbestimmung der Menschen. Wir wollen deshalb grundsätzlich sicherstellen, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz niemals unserem freiheitlich-demokratischen Grundverständnis zuwiderläuft. |
Islamische Verbände
Islamische Verbände sollen als Religionsgemeinschaften staatlich anerkannt werden können.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDa die islamischen Gemeinschaften in Deutschland keine kirchenähnliche Struktur aufweisen, kann ihnen das Privileg einer solch staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft nicht gewährt werden. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir bekennen uns zum Kooperationsmodell zwischen Kirche und Staat und halten es für richtig, dass die islamischen Religionsgemeinschaften an dieses Modell herangeführt werden. Voraussetzung ist der Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, der allen Religionsgemeinschaften offensteht, die entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Es ist uns wichtig, dass sich ein friedlicher Islam in Deutschland so organisiert, dass er Dialogpartner von Staat und Gesellschaft sein kann. |
| LINKE | Agrees WhyDIE LINKE tritt für die rechtliche Gleichstellung aller Religions- und Weltanschauungs-Gemeinschaften ein. |
| FDP | Agrees WhyWir wollen das Staatskirchenrecht zu einem Religionsverfassungsrecht weiterentwickeln. Es soll einen passenden rechtlichen Status bieten für alle Religionsgemeinschaften, die das Gleichheitsgebot und die Glaubensvielfalt, die Grundrechte sowie die Selbstbestimmung ihrer Mitglieder anerkennen. Im Zuge dessen muss der Verfassungsauftrag der Ablösung derStaatsleistungen vollzogen werden. Ziel muss es sein, dass Glaubensgemeinschaften nicht aus dem Ausland gesteuert und finanziert werden. |
| GRÜNE | Agrees WhyMuslimisches Leben in seiner Vielfalt gehört zu unserer gesellschaftlichen Realität. Der Staat darf keine Religion diskriminieren oder ungerechtfertigt bevorzugen. Wir unterstützen Staatsverträge mit islamischen Religionsgemeinschaften, die in keiner strukturellen Abhängigkeit zu einem Staat, einer Partei oder politischen Bewegung und deren oder dessen jeweiliger Regierungspolitik stehen und sich religiös selbst bestimmen. Wir wollen auch progressive, liberale muslimische Vertretungen einbinden. |
| SPD | Agrees WhyReligionsgemeinschaften können sich in Deutschland selbst tragen - durch Förderung, Staatsverträge oder Körperschaftsstatus. Politik und Zivilgesellschaft sind sich lange einig: Es braucht stärkere muslimische Kooperationspartner. Wir wollen verschiedene Kooperationsformen stärken und suchen nach neuen Wegen der Zusammenarbeit (z.B. in Hamburg, NRW oder Hessen). Es geht um die Anerkennung ihrer Religion, aber auch ihrer Leistungen, die sie in der Gemeinde-, Jugend- oder Seniorenarbeit einbringen |
Kompetenzen in der Schulpolitik
Der Bund soll mehr Kompetenzen in der Schulpolitik erhalten.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie Bundesländer sollten aufgrund ihrer Unterschiede in Kultur, Struktur und Region in den wichtigen Bildungsbereichen ihre Eigenständigkeit bewahren. Insofern bekennt die AfD sich zum Bildungsföderalismus und hält die bisherigen Kompetenzen des Bundes in der Schulpolitik für ausreichend. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyCDU und CSU stehen zum föderalen Bildungswesen und dem Wettbewerb um die besten Bildungskonzepte. Gleichwohl darf der Wohnort nicht über die Qualität der Bildung entscheiden. Daher setzen wir auf aussagekräftige und verbindliche Vergleichsarbeiten und Lernstandserhebungen. Außerdem streben wir ein bundesweit qualitativ vergleichbares Abitur auf hohem Niveau an. |
| LINKE | Agrees WhyÜberall im Bildungsbereich investieren die Bundesländer zu wenig. An vielen Schulen regnet es durchs Dach, ist die Sporthalle gesperrt oder sind die Toiletten unbenutzbar. Es fehlt an Personal, andauernd fällt Unterricht aus – und die Abschlüsse sind zwischen den Bundesländern immer noch nicht vergleichbar. Der Bund soll es sich zur Aufgabe machen, dass die Schule soziale Ungleichheiten ausgleicht, statt sie zu verstärken. |
| FDP | Agrees WhyWir fordern eine grundlegende Reform des Bildungsföderalismus mit mehr Kompetenzen für den Bund. Wir wollen einheitliche bundesweite Qualitätsstandards für Bildung von Kindern ab der Kita bis zum Schulabschluss schaffen. Durch einheitliche Abschlussprüfungen (wie z. B. ein Deutschland-Abitur) stellen wir die bundesweite Vergleichbarkeit sicher. Die Kultusministerkonferenz wollen wir als Entscheidungsgremium abschaffen und durch einen Bundesbildungsrat ersetzen. |
| GRÜNE | Agrees WhyWir brauchen eine engere Kooperation zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik. Wo verfassungsrechtliche Beschränkungen zuverlässige und notwendige Investitionen in Bildung aktuell verhindern, werden wir mit den Ländern gemeinsame Ziele und tragfähige Lösungen vereinbaren, um die großen Herausforderungen im Bildungssystem erfolgreich gemeinsam zu bewältigen. |
| SPD | Agrees WhyWir brauchen einen echten Bildungsaufbruch, um den Herausforderungen beim Ausgleich von Bildungsnachteilen gerecht zu werden. Damit dieser Aufbruch gelingt, müssen sich alle staatlichen Ebenen ihrer Verantwortung bewusst sein und den Weg fortsetzen, in enger Abstimmung gemeinsame Impulse für ein besseres Bildungssystem und mehr Bildungsgerechtigkeit zu setzen – auch mit einer gemeinsamen finanziellen Kraftanstrengung. Das Startchancenprogramm für Schulen ist hierbei ein wesentlicher Meilenstein. |
Kopftuch im Dienst
Das Tragen eines Kopftuchs soll Beamtinnen im Dienst generell erlaubt sein.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDas Kopftuch als religiös-politisches Zeichen soll im Öffentlichen Dienst generell nicht gestattet und in öffentlichen Schulen weder von Lehrerinnen noch Schülerinnen getragen werden. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyEine generelle Erlaubnis lehnen wir ab. Wie es bei allen religiösen Merkmalen der Fall ist, soll das Tragen eines Kopftuchs dann verboten werden können, wenn das Vertrauen in die neutrale Amtsführung der Beamtin dadurch beeinträchtigt werden kann. Ob das der Fall ist oder nicht, muss in jedem Einzelfall entschieden werden. |
| LINKE | Agrees WhyDIE LINKE verteidigt das Selbstbestimmungsrecht von muslimischen Frauen. Wir sprechen uns gegen ein Verbot religiös motivierter Bekleidung aus. Wir lehnen es ab, die Rechte von Beschäftigten auf dieser Grundlage einzuschränken. |
| FDP | Neutral WhyDie selbstbestimmte Entscheidung für das Tragen eines Kopftuchs oder anderen religiösen Symbolen darf in einem weltanschaulich-religiös neutralen Staat kein pauschales Ausschlusskriterium für den Beamtenberuf sein. In bestimmten Bereichen des öffentlichen Dienstes (beispielsweise Schulen, Justiz) kann es jedoch erhöhte Anforderungen an eine religiös und weltanschaulich neutrale Kleidung von Beamten geben, die berücksichtigt werden müssen. |
| GRÜNE | Agrees WhyEin generelles Verbot von weltanschaulichen/religiösen Kleidungsstücken wie beispielsweise dem Kopftuch wäre eine Einschränkung der grundrechtlich geschützten Religionsfreiheit. Das Bundesverfassungsgericht hat klar formuliert, dass für ein Verbot begründet nachgewiesen werden muss, dass das Vertrauen in die neutrale Amtsführung beeinträchtigt ist. Dafür bräuchte es neben der weltanschaulichen/religiösen Kleidungsstücke weiterer Umstände. |
| SPD | Disagrees WhyDas Tragen eines Kopftuchs ist eine persönliche Entscheidung und als religiös/weltanschauliches Symbol als Teil der Glaubensfreiheit durch Artikel 4 des Grundgesetzes geschützt. Das gilt grundsätzlich auch für Beamtinnen. Allerdings stehen sie zum Staat in einem Sonderrechtsverhältnis: Sie repräsentieren den zur weltanschaulichen Neutralität verpflichteten öffentlichen Dienst. Infolgedessen können die Grundrechte von Beamtinnen eingeschränkt werden. So auch das Tragen des Kopftuchs im Dienst. |
Nationale Währung
Der Euro soll in Deutschland durch eine nationale Währung ersetzt werden.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyGrundlagen des Euros waren Stabilitätsregeln und keine Gemeinschaftshaftung der Staaten. Beide Regeln werden ständig gebrochen. Der Euro wird heute jeden Tag „gerettet“: über EU-Gemeinschaftsfonds, Garantien, Geldgeschenke und Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB. Jede weitere Teilnahme an der Dauerrettung kommt einer Insolvenzverschleppung auf Kosten deutscher Steuerzahler gleich. Anfallende Umstellungsbelastungen wären inzwischen niedriger als die Kosten eines Verbleibs im Eurosystem. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyEine einheitliche Währung macht Geschäfte und Investitionen in der Eurozone einfacher, günstiger, stabiler und sicherer. Eine Rückkehr zur nationalen Währung würde – gerade für Deutschland als Exportnation – massiven volkswirtschaftlichen Schaden anrichten. Unser Wohlstand und deutsche Arbeitsplätze würden gefährdet. |
| LINKE | Disagrees WhyDer Euro als gemeinsame europäische Währung ist nicht das Problem, sondern die Wirtschaftspolitik, die dahintersteht. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten bekennen uns zur europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Gerade Deutschland als Exportnation profitiert von einer gemeinsamen Währung. Damit dauerhaft ein stabiler Euro erhalten werden kann, braucht es strenge Schuldenregeln auf nationaler und europäischer Ebene und solide Staatsfinanzen in ganz Europa. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDer Euro macht uns stärker und vieles leichter: das Reisen, das Einkaufen im Netz, Überweisungen quer durch Europa. Insbesondere Deutschland als Handelsnation profitiert besonders vom Euro: Unternehmen müssen sich keine Sorgen über schwankende Wechselkurse machen und sparen Kosten, die bei Geschäften mit anderen Währungen entstehen würden. |
| SPD | Disagrees WhyEin Austritt Deutschlands aus der Währungsunion würde der Exportnation Deutschland und der deutschen Wirtschaft massiven Schaden zufügen und zu großen Verlusten bei Wohlstand und Arbeitsplätzen führen. |
Parteispenden
Spenden von Unternehmen an Parteien sollen weiterhin erlaubt sein.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDerzeit ist die Abzugsfähigkeit von Unternehmensspenden limitiert und es bestehen nach dem Parteiengesetz Anzeige- und Veröffentlichungspflichten. Unabhängig davon müssen im Parteiengesetz mehrere Regelungen überarbeitet und klarer formuliert werden. Dadurch soll noch mehr Transparenz nicht allein bei den Unternehmensspenden, sondern in der gesamten Struktur der staatlichen und sonstigen Parteienfinanzierung erreicht werden. |
| CDU/CSU | Agrees WhyNach dem Parteiengesetz haben sich die Parteien überwiegend aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Einnahmen generieren Parteien durch Mitglieds- und Mandatsträgerbeiträge. Dies allein würde es jedoch kaum einer Partei im Deutschen Bundestag ermöglichen, ihre verfassungsmäßigen Aufgaben zu erfüllen. Deshalb sind sie auch auf die Unterstützung von Spendern angewiesen. Entscheidend ist die volle Transparenz, also von wem welche Partei wie viel Geld erhält. |
| LINKE | Disagrees WhyDIE LINKE ist die einzige Partei im Bundestag, die keine Spenden von Konzernen, Banken, Versicherungen oder Lobbyisten annimmt. Der Einfluss des Lobbyismus auf die gesamte Politik muss zurückgedrängt werden. Wir wollen Unternehmensspenden verbieten und Privatspenden begrenzen. Wir wollen ein transparentes Lobbyregister. Abgeordnete müssen alle Zuwendungen offenlegen und dürfen keine Spenden annehmen. Bei Gesetzen muss transparent gemacht werden, welche Organisationen daran mitgearbeitet haben. |
| FDP | Agrees WhySpenden an Parteien gehören zu einer lebendigen Demokratie. Nur Parteien, die über laufende Einnahmen verfügen, können auf hohem Niveau an der Willensbildung des Volkes mitwirken. Und das ist nach unserer Verfassung ihr Auftrag. Unsere Verfassung erwartet sogar von den politischen Parteien, dass sie sich überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanzieren. Für uns ist die Transparenz von Parteispenden entscheidend, damit die Bürgerinnen und Bürger sich selbst eine Meinung bilden können. |
| GRÜNE | Disagrees WhyDer Einfluss von Geld in der Politik muss eingeschränkt werden und auch nachvollziehbarer werden. Deshalb wollen wir Spenden von allen juristischen Personen an Parteien verbieten, dazu gehören auch Unternehmen. Parteispenden von natürlichen Personen wollen wir deckeln und auch das Parteiensponsoring transparenter machen. |
| SPD | Agrees WhyVor allem CDU und CSU werden mit sehr hohen Spenden aus der Wirtschaft bedacht. Immer wieder gibt es hier auch Verdachtsmomente, Spendengelder könnten Einfluss auf politische Entscheidungen genommen haben. Deshalb wollen wir eine jährliche Höchstgrenze von 100.000 Euro pro Spender einführen. Zudem wollen wir eine Veröffentlichungspflicht von Parteispenden schon ab 2.000 Euro einführen. Außerdem wollen wir eine Veröffentlichungspflicht von Einnahmen aus Sponsoring im Parteiengesetz regeln. |
Projekte gegen Rechtsextremismus
Der Bund soll Projekte gegen Rechtsextremismus verstärkt fördern.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie bisherige Förderung gegen Rechtsextremismus dient vor allem der Finanzierung linker Vorfeldorganisationen bis hin zu extremistischen und gewaltbereiten Vereinigungen. Dementsprechend weigern sich diese Organisationen auch ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Voraussetzung zur Finanzierung abzugeben. Die ihnen nahestehenden Parteien haben ein solche Bekenntnis als Voraussetzung auch verhindert. |
| BSW | Agrees WhyDie Zahl rechtsextremer Straftaten hat im letzten Jahr laut Innenministerium deutlich zugenommen. Auch deshalb müssen Projekte, die sich gegen Rechtsextremismus, Faschismus und Neonazis engagieren oder den Opfern rechtsextremer Gewalt helfen, weiterhin gefördert werden. Es muss aber gesichert sein, dass der wichtige Einsatz gegen Rechtsextremismus nicht missbraucht wird, um unbeliebte Positionen zu diskreditieren. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir brauchen Wachsamkeit gegenüber jeder Form von Extremismus, von Gewalt und Terror – ob es sich um Rechts- oder Linksextremismus handelt oder den Islamismus. Rechtsextremisten delegitimieren unseren Staat und seine Institutionen. Offene Gewaltbereitschaft und Ausländerfeindlichkeit machen sie besonders gefährlich. Wir bekämpfen sie mit voller Härte auf der Basis unseres 2020 gestarteten Maßnahmenpakets gegen Rechtsextremismus. |
| LINKE | Agrees WhyProjekte gegen Rechtsextremismus und zur Stärkung der Demokratie sind auf öffentliche Förderung angewiesen. Die vielen Ehrenamtlichen, die sich hier engagieren, brauchen die Unterstützung durch hauptamtliche, professionelle Kräfte. Deshalb muss diese Förderung auf gesetzliche Füße gestellt werden. |
| FDP | Agrees WhyWir lehnen jede Form des politischen und religiösen Extremismus strikt ab. Vorhandene Projekte gegen Rechtsextremismus müssen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Sinnvolle Projekte sollten durch den Staat gefördert werden. Eine Verstetigung im Wege eines so genannten Demokratiefördergesetzes lehnen wir ab. Neben einer Bekämpfung des Rechtsextremismus müssen auch Projekte gegen Islamismus evaluiert und, bei Bedarf, stärker gefördert werden. |
| GRÜNE | Agrees WhyDer Rechtsextremismus stellt nach Einschätzungen der Sicherheitsbehörden die größte Gefahr für unsere Demokratie dar. Die Förderung von Projekten, die über Rechtsextremismus aufklären, ist daher sehr wichtig. Sie ermöglicht eine umfassende und flächendeckende Bildungs- und Demokratiearbeit. Darüber hinaus ist es wichtig, dass auch Projekte gegen jede andere Form von Extremismus, wie den Islamismus, gefördert werden. |
| SPD | Agrees WhyEine lebendige Zivilgesellschaft ist das Rückgrat unserer Demokratie. Rechtsextremismus bedroht die demokratische Grundordnung, schürt Hass und spaltet unsere Gemeinschaft. 2024 erreichte die rechtsextreme Kriminalität mit 33.963 Straftaten, darunter 1.136 Gewaltdelikte, einen traurigen Höchststand. Mit dem Demokratiefördergesetz und Programmen wie Demokratie leben! unterstützen wir Initiativen gegen Extremismus, fördern Engagement und sichern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. |
Schulpolitik
Der Bund soll mehr Zuständigkeiten in der Schulpolitik erhalten.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie AfD versteht sich als Anwalt unserer Verfassung und damit auch des föderalen Aufbaus unseres Staates. Schulpolitik ist im wesentlichen Ländersache. Klare Zuständigkeiten sind besser für alle. Vielfalt und der Wettbewerb um die besten Ideen sind besser als eine zentralistische Steuerung. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyNach der Ordnung des Grundgesetzes nehmen die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen eigene Aufgaben wahr, aber sie eint die gemeinsame Verantwortung für unser Bildungssystem. Dazu gehört es, entsprechend ihren Zuständigkeiten in ganz Deutschland ein leistungsfähiges und chancengerechtes Bildungswesen zu gewährleisten. |
| LINKE | Agrees WhyDer Zugang zu Bildung, die Ausstattung der Schulen, die Größe der Klassen müssen überall in Deutschland vergleichbar - und gut - sein. Das sind bundesweite Aufgaben und müssen so finanziert werden. Der Modernisierungs-Rückstand in den Schulen ist enorm, mindestens 44 Mrd. Euro. Kein Land in Europa gibt anteilig so wenig für Bildung aus wie Deutschland. Wir wollen eine Offensive für 100 000 zusätzliche Lehrkräfte, Laptops und Daten für alle Kinder, Renovierung von Turnhallen & Schultoiletten. |
| FDP | Agrees WhyWir brauchen mehr Innovationen und Qualitätssicherung durch Vergleichbarkeit in der Bildung. Wir Freie Demokraten fordern daher eine Reform des Bildungsföderalismus und eine Grundgesetzänderung, damit Bund und Länder zusammen für die Sicherstellung der Qualität, die Leistungsfähigkeit und die Weiterentwicklung des Bildungswesens wirken können. |
| GRÜNE | Agrees WhyUnser Ziel sind moderne und inklusive Schulen, in die Kinder und Jugendliche, aber auch Erzieher*innen und Lehrer*innen gerne gehen. Und zwar egal ob auf dem Land oder in der Stadt, ob in ärmeren oder reicheren Vierteln. Dafür braucht es eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Länder und eine verfassungsrechtlich abgesicherte Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen die Möglichkeiten durch die Änderung des Grundgesetzes nutzen und mehr Kooperationen von Bund und Ländern bei der Bildungsfinanzierung schaffen. Maßgebend ist für uns auch hier der Grundsatz der gleichwertigen Lebensverhältnisse. Als konkreten nächsten Schritt wollen wir eine Bundesinitiative Chancengleichheit in der Bildung umsetzen - mit Chancenhelfern an jeder Schule, damit sich Benachteiligungen durch den eingeschränkten Präsenzunterricht während der Pandemie nicht verfestigen. |
Schwangerschaftsabbruch nach Beratung
Schwangerschaftsabbrüche sollen in den ersten drei Monaten weiterhin nur nach Beratung straffrei sein.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDas Recht auf Leben ist ein fundamentales Menschenrecht. Das Lebensrecht des ungeborenen Kindes steht einem Wunsch der Mutter auf Abtreibung diametral entgegen. Eine einfühlsame Beratung muss die Bedürfnisse von Mutter und Kind gleichermaßen thematisieren. |
| BSW | Disagrees WhyDas BSW fordert die grundsätzliche Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs bis zur 12. Woche. Eine vorherige Beratung ist aber sinnvoll und hilfreich, wenn hierbei sachlich und neutral über Risiken, mögliche Alternativen und Hilfsangebote aufgeklärt wird und die betroffene Frau dadurch in ihrem Entscheidungsprozess für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch sinnvoll unterstützt wird. |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir bekennen uns zum Paragrafen 218 StGB und zur aktuell geltenden Rechtslage zum Schwangerschaftsabbruch als bewährten gesellschaftlichen Kompromiss – er verbindet das Selbstbestimmungsrecht der Frau und den Schutz des ungeborenen Kindes. |
| LINKE | Disagrees WhySchwangerschaftsabbrüche sollten außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt werden. Wie für andere medizinische Eingriffe sollten stattdessen fachliche Leitlinien gelten. Die Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft muss frei von Zwängen, Hindernissen und Stigmatisierung möglich sein. Die Versorgung ungewollt Schwangerer muss deutschlandweit verbessert werden und Beratungsangebote freiwillig statt verpflichtend sein. |
| FDP | Neutral WhyEine Reform der Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch (§§ 218, 218a StGB) soll im Wege sogenannter fraktionsübergreifender Gruppenanträge mit Gewissensfreiheit für jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten im nächsten Bundestag beraten werden. Bei komplexen ethischen Abwägungsfragen hat der Bundestag mit diesem Verfahren gute Erfahrungen gemacht. Unabhängig davon müssen die Angebote zur Beratung und zur medizinischen Versorgung von ungewollt schwangeren Frauen verbessert werden. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir wollen, dass selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich außerhalb des Strafrechts geregelt werden. Wir treten dafür ein, dass die notwendige Beratung durch ein abgesichertes Angebot von Beratungsstellen in vielfältiger Trägerschaft garantiert ist. |
| SPD | Disagrees WhyFür die SPD gehören Schwangerschaftskonflikte nicht ins Strafrecht. Deshalb wollen wir Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisieren und außerhalb des Strafrechts regeln. Davon ausgenommen sind Fälle, in denen sie gegen oder ohne den Willen der Schwangeren erfolgen (sollen). Ein Abbruch der Schwangerschaft nach Ende der 12. Woche soll rechtswidrig bleiben. Wir stehen für einen Rechtsanspruch auf eine rechtebasierte und psychosoziale Beratung rund um Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt. |
Sprachliche Berücksichtigung von Geschlechtsidentitäten
Bundesbehörden sollen in ihren Veröffentlichungen unterschiedliche Geschlechtsidentitäten sprachlich berücksichtigen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie sogenannte "gendergerechte Sprache" ist eine groteske Verunstaltung der deutschen Sprache. Sie schafft keine Gleichberechtigung. Sprache darf kein Spielball ideologischer Interessen sein. Wir lehnen daher insbesondere die sogenannte "gendergerechte Sprache" ab und sprechen uns gegen jegliche Verpflichtung aus, sie verwenden zu müssen. |
| CDU/CSU | Neutral WhyWir bekennen uns zu einer geschlechtersensibleren Sprache, insbesondere gegenüber Frauen, sowie zu einer stärkeren Sichtbarkeit in Sprache und Gesellschaft von Menschen, die sich den Geschlechterkategorien männlich und weiblich nicht zuordnen können oder wollen. Wir wollen niemanden ausschließen und stehen für Vielfalt in der deutschen Sprache. Eine Verpflichtung von Gendern lehnen wir allerdings ab. |
| LINKE | Agrees WhyDas halten wir für selbstverständlich. |
| FDP | Neutral WhyWir Freie Demokraten stehen für eine vielfältige Gesellschaft. Bundesbehörden können hier mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie in ihren Veröffentlichungen die Vielfalt der Gesellschaft berücksichtigen. Verpflichtende Sprachregelungen sind dabei allerdings nicht zielführend. |
| GRÜNE | Agrees WhyIn ihren Veröffentlichungen sollen Bundesbehörden die geschlechtliche Vielfalt respektieren. Der Staat ist für alle da. Es ist ein Ausdruck seines Respekts für alle Bürger*innen, unterschiedliche Geschlechtsidentitäten sprachlich zu berücksichtigen. Für die Sprech- und Schreibweisen, die Bürger*innen verwenden, macht er damit keine Vorgaben. |
| SPD | Agrees WhyPolitik beginnt für uns seit jeher mit der Anerkennung der Realität. Nicht erst seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist klargestellt: Es gibt auch formal mehr Geschlechteridentitäten als Mann und Frau. Weil Gleichstellung selbstverständliche eine Frage der Sprache ist, sollen Bundesbehörden diese Realität in ihren Veröffentlichungen berücksichtigen. Wir haben Respekt vor und für die Menschen. Es geht um ein Selbstverständnis von Zusammenhalt in Vielfalt. |
Strafrecht für unter 14-Jährige
Unter 14-Jährige sollen strafrechtlich belangt werden können.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie AfD setzt sich für eine Herabsetzung der Strafbarkeitsgrenze ein, und zwar auf die Vollendung des 12. Lebensjahres. Gerade im Bereich der Gewalt-, Vermögens- und auch Sexualdelikte ist zu beobachten, dass „kriminelle Karrieren“ immer früher beginnen, die Täter ihre erste kriminelle Tat in einem immer jüngeren Alter begehen. Dies sind keine Vermutungen, sondern Ergebnisse empirischer Untersuchungen. Dem stehen Polizei und Staatsanwaltschaft bislang machtlos gegenüber. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir halten es für fragwürdig, ob die Strafmündigkeitsgrenze dem heutigen Reifegrad von Kindern noch entspricht. Deshalb wollen wir durch eine wissenschaftliche Untersuchung prüfen lassen, ob die Altersgrenze noch angemessen ist und sie gegebenenfalls anpassen. Aus Respekt vor den Opfern gilt es aber, Gerichtsverfahren zu etablieren, die die Straftaten unter Anwesenheit der erziehungsberechtigten Eltern und der Kinder von Staatsanwaltschaft und Jugendgericht aufarbeiten. |
| LINKE | Disagrees WhyIm Umgang mit Kindern hat Strafrecht nichts verloren. Hier muss es um Hilfen zur Erziehung gehen und um Gespräche mit den Eltern. Das Jugendamt kann Konsequenzen bei der Unterbringung anordnen oder beantragen, das Sorgerecht zu verändern. Die Kinder brauchen vor allem Hilfe und Unterstützung. |
| FDP | Disagrees WhyDas Strafrecht ist das schärfste Schwert des Rechtsstaats. Gerade Kindern und Jugendlichen ist mit diesem Instrument nicht geholfen, wenn sie zu Tätern werden. Die Betreuungs- und Therapiekapazitäten müssen ausgebaut werden, um junge Menschen davon abzuhalten, weitere Straftaten zu begehen. |
| GRÜNE | Disagrees WhyJunges Alter ist schon jetzt kein Freifahrtschein für Kriminalität. Bei Kindern entscheiden Jugendamt und Familiengericht über die Konsequenzen der Tat. Sie können die Entziehung des Sorgerechts oder eine Unterbringung in einem Heim oder einem psychiatrischen Krankenhaus anordnen. Das ist besser geeignet als das Strafrecht, denn Kinder können die Bedeutung und die Folgen ihrer Taten nicht so sicher einschätzen wie Jugendliche oder Erwachsene. |
| SPD | Disagrees WhyKinder unter 14 Jahren besitzen grundsätzlich noch nicht die nötige Reife, die Folgen ihres Handelns voll zu erkennen und zu steuern. Statt härterer Strafen setzen wir auf Prävention, Jugendhilfe und Sozialarbeit. Auch nicht strafmündige Täter bleiben nicht ohne Konsequenzen: Erziehungshilfen, intensive Betreuung und sozialpädagogische Maßnahmen greifen, um Fehlverhalten zu korrigieren und die Kinder auf den richtigen Weg zu bringen. |
Verbrennungsmotor
Die Zulassung von neuen Autos mit Verbrennungsmotor soll auch langfristig möglich sein.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie heutige einseitige Bevorzugung von Elektromobilität ist auf Grund mangelnder Stromkapazitäten und der globalen Umweltbelastung bei der Batterieproduktion sofort zu stoppen. Ob der Verbrennungsmotor eines Tages durch andere Antriebsformen abgelöst wird oder weiter existiert, muss eine Frage des technischen Fortschritts sowie des Marktes werden und darf nicht auf einer Verbotspolitik der EU basieren. |
| CDU/CSU | Agrees WhyImmer mehr deutsche Automobilhersteller kündigen an, aus der Herstellung von Verbrennungsmotoren auszusteigen. Wir werden den Umstieg in emissionsfreie Mobilität für alle attraktiv gestalten und dazu einen Fahrplan vorlegen. |
| LINKE | Disagrees WhyDIE LINKE schlägt vor, dass ab 2030 keine Privatautos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Das bietet Planungssicherheit für die Unternehmen. Mit einem staatlichen Transformationsfonds über 20 Milliarden Euro pro Jahr wollen wir den notwendigen ökologischen Umbau in der Industrie, insbesondere der Autozuliefererindustrie unterstützen. Von diesem Fonds profitieren Betriebe, die Arbeitsplätze sichern, gute Löhne und flächendeckende Tarifverträge haben. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten setzen auf Innovationen, Vernunft und Freiheit - auch bei der Mobilität. Ein pauschales Verbot von Verbrennungsmotoren lehnen wir daher ab. Durch die von uns geforderte Ausweitung des CO2-Emissionshandels werden sich umwelt- und klimafreundliche Motoren und alternative Kraftstoffe langfristig durchsetzen, weil sie gegenüber emissionsstarken Produkten günstiger werden. |
| GRÜNE | Disagrees WhyUm die CO2-Emission im Verkehr gemäß Bundes-Klimaschutz bis 2030 um die Hälfte zu senken und der Fahrzeugindustrie Investitionssicherheit zu geben und ihre Wettbewerbsposition zu verbessern, ist ein festes Ausstiegsdatum sinnvoll. |
| SPD | Disagrees WhyDen Verbrennungsmotor schafft die Autoindustrie gerade selbst ab, weil er schon in wenigen Jahren nicht mehr konkurrenzfähig sein wird. Wir werden dafür sorgen, dass schnell ausreichend erschwingliche E-Fahrzeuge und genug Lademöglichkeiten vorhanden sind. Deshalb fördern wir, dass zügig mehr E-Fahrzeuge vom Band rollen und regeln, dass überall schnell geladen werden kann. Wenn diese Alternativen stehen, hat der Verbrenner ausgedient. |
Verkauf von Cannabis
1 contradictionsDer kontrollierte Verkauf von Cannabis soll generell erlaubt sein.
| Party | 2025 | 2021 |
|---|---|---|
| AfD | — | Disagrees WhyFür medizinische Indikationen sollen unter ärztlicher Aufsicht Präparate mit dem Hauptwirkstoff zur Verfügung stehen. Wir befürworten den Ausbau der suchtpsychiatrischen Versorgung für eine dauerhafte Abstinenz von Drogen. |
| CDU/CSU | — | Disagrees WhyEine Legalisierung illegaler Drogen lehnen wir ab. Zu groß sind die gesundheitlichen Folgen für den Einzelnen und die Auswirkungen auf Familie, Umfeld und Gesellschaft. Wer legalisiert, der stellt gerade nicht Gesundheits- und Jugendschutz in den Mittelpunkt der Drogenpolitik, sondern entzieht sich seiner Verantwortung und lässt Betroffene sowie ihre Angehörigen mit den Problemen allein. Das ist nicht unser Weg. |
| LINKE | — | Agrees WhyDer Besitz und Anbau zum eigenen Bedarf soll erlaubt sein. Dabei ist uns wichtig, vorrangig nicht-kommerzielle Bezugsmöglichkeiten zu schaffen. |
| FDP | — | Agrees WhyWir Freie Demokraten fordern eine kontrollierte Freigabe von Cannabis. Wir wollen den Besitz und Konsum für volljährige Personen erlauben. Nur mit einem Verkauf in lizenzierten Geschäften können die Qualität kontrolliert, die Weitergabe von verunreinigten Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet werden. Das Verbot von Cannabis kriminalisiert unzählige Menschen, bindet immense Polizeiressourcen und erleichtert durch illegalen Kontakt zu Dealern den Einstieg zu härteren Drogen. |
| GRÜNE | — | Agrees WhyWir wollen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zulassen. Das derzeitige Verbot von Cannabis verursacht mehr Probleme, als es löst. Deshalb werden wir dem Schwarzmarkt den Boden entziehen und mit einem Cannabiskontrollgesetz auf der Grundlage eines strikten Jugend- und Verbraucherschutzes einen regulierten Verkauf von Cannabis in lizenzierten Fachgeschäften ermöglichen und klare Regelungen für die Teilnahme am Straßenverkehr einführen. |
| SPD | — | Agrees WhyVerbote und Kriminalisierung haben den Konsum von Cannabis nicht gesenkt. Eine regulierte Abgabe an Erwachsene soll in Modellprojekten von Ländern und Kommunen erprobt werden können, begleitet durch Maßnahmen der Prävention, Beratung und Behandlung im Jugendbereich. Zudem werden wir bundeseinheitlich regeln, dass der Besitz kleiner Mengen von Cannabis strafrechtlich nicht mehr verfolgt wird. |
Identified inconsistencies
CDU/CSU explicitly pledged in its 2025 Wahlprogramm to reverse cannabis legalization ('Die Legalisierung dieser Droge nehmen wir deshalb zurück'). The coalition agreement (April 9, 2025) instead provides only for a 'neutral evaluation' starting autumn 2025. Interim evaluation reports (October 2025, April 2026) documented a 60-80% drop in cannabis-related police cases (~100,000 fewer criminal cases in 2024), no increase in youth use, and no increase in drug-impaired driving. Drug Commissioner Hendrik Streeck, appointed April 28, 2025, later broke with the CDU party line by backing cannabis pilot projects.
Context: SPD blocked full repeal as a condition of coalition formation. The positive evaluation data, showing reduced criminality without increased use, made it politically difficult to justify immediate rollback.
Volksentscheide
In Deutschland soll es auf Bundesebene Volksentscheide geben können.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDies ist ein Gebot eines reifen Demokratieverständnisses. Die parlamentarische Demokratie trägt dem Umstand moderner entwickelter Staaten Rechnung, die einen hohen Steuerungsbedarf haben. Diese Form des mittelbaren Einflusses des Staatsvolkes auf die Staatsgeschäfte muss seine Grenze finden bei Grundsatzentscheidungen über fundamentale Fragen des Gemeinschaftslebens. Die Stabilität der Schweizer Demokratie ist ein leuchtendes Beispiel für den Mehrwert von Volksabstimmungen. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir stehen zur repräsentativen Demokratie. Die Bürgerinnen und Bürger wählen ihre Abgeordneten, die ihre Interessen in den Parlamenten auf Zeit vertreten. Damit wird ein fester Rahmen für die gesellschaftliche Willensbildung und für die Wahrung von Minderheitsrechten gesichert. Niedrige Beteiligungszahlen bei Volksentscheiden sollten keine Basis sein, auf der grundlegende Entscheidungen in Deutschland gefällt werden. |
| LINKE | Agrees WhyDemokratie ist mehr, als alle vier Jahre die Stimme abgeben. Wir wollen deshalb Formen der direkten Demokratie stärken – und sicherstellen, dass auch was daraus folgt. |
| FDP | Disagrees WhyUnser Land ist eine parlamentarische Demokratie. Wir wollen den Deutschen Bundestag als Ort der demokratischen und differenzierten Debatte stärken. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir setzen auf das Instrument der Bürgerräte. Es ermöglicht, dass zufällig ausgewählte Bürger*innen als Expert*innen des Alltags ihren Rat in politische Entscheidungsprozessen einfließen lassen kann. Die Bürgerräte wollen wir stärken und gesetzlich absichern. Bürgerräte haben den Vorteil, dass sie eine sachliche Debatte ermöglichen und weniger polarisieren als Volksentscheide. |
| SPD | Neutral WhyWir wollen mehr Bürgerbeteiligung auch auf Bundesebene und setzen uns dafür ein, dass geloste Bürgerräte als fester Bestandteil unserer Demokratie etabliert werden. Sie beraten zu schwierigen Themen und stärken das Vertrauen in die Demokratie. Sie machen Demokratie erlebbar, indem sie Menschen mit unterschiedlichen Positionen in den Austausch bringen, zur Kompromissfindung ermutigen und erreichen, dass der Interessenausgleich als Kern der Demokratie verstanden wird. |
Zweite Staatsbürgerschaft
In Deutschland soll es weiterhin generell möglich sein, neben der deutschen eine zweite Staatsbürgerschaft zu haben.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyWenn man die Staatsangehörigkeit, wie eh und je, begreift als ein spezielles Gewaltverhältnis zwischen Bürger und „seinem“ Staat, das mit besonderen Schutzpflichten für diesen und speziellen Loyalitätspflichten bis zur Aufopferung des Lebens für jenen verbunden ist, dann kann es regelhaft eine solche Beziehung nur zwischen Bürger und einem Staat geben. Besonders gelagerte Ausnahmefälle sind vorstellbar. Denen sollte man auch Rechnung tragen. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir lehnen die generelle Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft sowie ihre Vererbung über Generationen hinweg ab. Eine doppelte Staatsangehörigkeit sollte immer eine begründungspflichtige Ausnahme bleiben. |
| LINKE | Agrees WhyWer hier lebt, soll unproblematisch die Staatsbürgerschaft bekommen und seine oder ihre demokratischen Rechte ausüben können. Doppelte Staatsbürgerschaft ist auch für Deutsche von Vorteil, die im Laufe des Lebens mehrere Lebensmittelpunkte haben. Die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft nimmt niemandem etwas weg. Sie macht vielen den Weg in die deutsche Gesellschaft einfacher. |
| FDP | Agrees WhyDie FDP hat erreicht, dass Menschen nur dann eingebürgert werden können, wenn sie ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen. Damit senden wir das Signal, dass sich Fleiß und Arbeitsleistung auszahlen. Antisemitische, rassistische, fremdenfeindliche Handlungen oder Motive sowie Straftaten oder eine Ablehnung des Grundgesetzes stellen strenge Ausschlussgründe dar. Die Mehrstaatigkeit wollen wir grundsätzlich zulassen. |
| GRÜNE | Agrees WhyIn einer zusammenwachsenden Welt ist es schon lange Realität, dass Menschen eine zweite Staatsbürgerschaft besitzen. Der Zugang zur Staatsbürgerschaft wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche, soziale und politische Integration von Eingewanderten aus. Sie führt zu einem besseren Zugang zum Arbeitsmarkt. Diese Lebensrealität erkennen wir an. |
| SPD | Agrees WhyWir haben mit dem modernen Staatsangehörigkeitsgesetz wichtige Fortschritte erzielt. Wir stehen dafür, dass Menschen, die sich klar zur demokratischen Grundordnung bekennen und die strengen Einbürgerungsvoraussetzungen erfüllen, auch formal Bürgerinnen und Bürger unseres Landes werden sollen. Wir sind überzeugt, dass in einem modernen Einwanderungsland die Möglichkeit der Mehrstaatigkeit ein die Lebensrealität widerspiegelnder Aspekt ist, der Identifikation, Akzeptanz und Zusammenhalt stärkt. |
Ökologische Landwirtschaft
Ökologische Landwirtschaft soll stärker gefördert werden als konventionelle Landwirtschaft.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyAlle Pläne zu den neuen Agrarumweltmaßnahmen kosten die Landwirtschaft mehr Geld. Zwar werden Finanzmittel für die Landwirte bereitgestellt, wenn sie sich an den sog. Eco-Schemes beteiligen, aber dieser Betrag wurde an der Basisprämie gekürzt. Mit anderen Worten: Es gibt kein "frisches Geld" für gesellschaftliche Mehranforderungen. Wir finden nicht, dass die ökologische Landwirtschaft auf Kosten der konventionellen Landwirtschaft stärker subventioniert werden soll. |
| CDU/CSU | Neutral WhySchon heute werden Ökobetriebe deutlich stärker gefördert. Sie betreiben eine der besonders nachhaltigen Formen der Landwirtschaft, die wir honorieren wollen. Wir werden jedem Bauern helfen, der auf ökologischen Landbau umstellen will. Die Verbraucher sollen ihre Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln möglichst mit heimischer regionaler Ware decken können. |
| LINKE | Agrees WhyWir wollen Anbausysteme fördern, die Klima, Böden, Tiere und Pflanzen besonders schützen. Dazu wollen wir ein umfassendes Förder- und Weiterbildungsprogramm für Landwirt*innen entwickeln. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten wollen die Rahmenbedingungen sowohl für die konventionelle als auch die ökologische Landwirtschaft weiter durch marktwirtschaftliche Reformen verbessern. Im steten Dialog mit den landwirtschaftlichen Betrieben müssen dabei auch die Agrarsubventionen sukzessive abgebaut werden. Die Zahlung von Agrarsubventionen an Betriebe, die diese nicht benötigen, lehnen wir bereits heute ab. |
| GRÜNE | Agrees WhyDer Ökolandbau erbringt für die Gesellschaft hohe Leistungen, z.B. was den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit oder der Artenvielfalt angeht. Gleichzeitig ist der Aufwand höher als bei einer konventionellen Bewirtschaftung, weil etwa Wildkräuter nicht einfach mit chemisch-synthetischen Pestiziden bekämpft werden. Daher sollte der Ökolandbau auch stärker gefördert werden. |
| SPD | Agrees WhyDie Landwirtschaft hat bei der Bekämpfung des Klimawandels und dem Erhalt der Artenvielfalt eine zentrale Rolle. Wir werden daher die Agrarförderung so ausrichten, dass eine umweltschonende Landwirtschaft im Wettbewerb mithalten kann. Lebensmittel sind unsere Lebensgrundlage. Sie sollten auch den Landwirt*innen ihre Lebensgrundlage sichern. Grundsätzlich gilt: öffentliches Geld (Förderung) für öffentliche Leistung! |
Ökologische Landwirtschaft
Ökologische Landwirtschaft soll stärker gefördert werden als konventionelle Landwirtschaft.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyEs kommt hier nicht auf die Gesamtmenge der Förderungen an, sondern auf die konkrete einzelbetriebliche Maßnahme. Die jeweiligen Förderungen sind hier so auszubalancieren, dass nicht zu viel in einen ökologischen Nischenmarkt investiert wird, der in Zeiten inflationärer Lebensmittelpreise keine Abnehmer findet, und zugleich die flächendeckende Versorgung mit heimischen Lebensmitteln aus konventioneller Produktion sichergestellt werden kann. |
| BSW | Neutral WhyWir streben eine Landwirtschaftspolitik im Interesse der Verbraucher an, die unsere Landwirte vorgroßen Agrarkonzernen schützt, lokal ausgerichtet ist und zu Tier- und Umweltschutz beiträgt. Es muss darum gehen, die konventionelle Landwirtschaft ökologischer zu machen und nicht einseitig vor allem Biobetriebe zu fördern. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyKonventionelle und ökologische Landwirtschaft sind uns gleich wichtig. Nachhaltige Wirtschaftsweisen lassen sich sowohl in ökologischen wie in konventionellen Betrieben erreichen, wenn diese z. B. Natur- und Umweltschutzmaßnahmen durchführen. Deshalb ist unser Ziel, dass die Betriebe bei der Vergabe von Fördermitteln für Nachhaltigkeitsmaßahmen mit vergleichbarer Wirkung auch gleichbehandelt werden. |
| LINKE | Agrees WhyDie Linke kämpft für eine sozial gerechte und auf das Gemeinwohl orientierte Landwirtschaft, die das Klima und die Natur schont und mit dem Tierschutz vereinbar ist. Wir stehen an der Seite der Landwirt*innen. Sie leisten für die Gesellschaft überlebensnotwendige Arbeit. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, müssen davon gut leben können. Wer sich zu höheren Standards verpflichtet, soll auch stärker gefördert werden. |
| FDP | Disagrees WhyDie FDP setzt sich für eine nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft ein, die sowohl ökologische als auch konventionelle Betriebe berücksichtigt. Innovative Konzepte, die nachhaltige Praktiken mit hoher Ertragskraft verbinden, sollten stärker gefördert werden. Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollten daher Anreize geschaffen werden, um Betriebe bei der Einführung nachhaltiger Intensivierungsmaßnahmen zu unterstützen. |
| GRÜNE | Agrees WhyEine wichtige Rolle beim Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen spielt die ökologische Landwirtschaft. Naturschonende Erzeugungsformen müssen einen Vorteil gegenüber konventioneller Landwirtschaft haben. Auch regionale Produkte sind immer mehr gefragt. Deshalb wollen wir landwirtschaftliche Betriebe mit dem regionalen Lebensmittelhandwerk zusammenbringen, beispielsweise mit der Förderung regionaler Wertschöpfungsketten. |
| SPD | Agrees WhyDer Ökologische Landbau ist ressourcenschonend und umweltverträglich und bringt qualitativ hochwertige Lebensmittel hervor. Wir unterstützen Deutschlands Ziel, bis 2030 30 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch zu bewirtschaften. Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch im konventionellen Bereich kann bodenschonend, tierwohlgerecht und klimaangepasst gearbeitet werden. Das wollen wir ebenfalls unterstützen. |
Security & Defense
Automatisierte Gesichtserkennung
An Bahnhöfen soll die Bundespolizei Software zur automatisierten Gesichtserkennung einsetzen dürfen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyBahnhöfe gehören heutzutage leider zu den Hochrisikozonen. Dem wachsenden Anstieg der Kriminalität dort kann die Polizei nur begrenzt mit einem personellen Aufwuchs begegnen. Der Einsatz moderner Technik wie die automatisierte Gesichtserkennung kann die personelle Problematik zum Teil kompensieren. Datenschutzrechtliche Bedenken können durch entsprechende gesetzliche Regelungen ausgeräumt werden. |
| BSW | Neutral |
| CDU/CSU | Agrees WhyWir fordern den Ausbau des Videoschutzes an öffentlichen Gefahrenorten und Systeme zur automatisierten Gesichtserkennung an Bahnhöfen, Flughäfen und anderen Kriminalitätsschwerpunkten zur Identifizierung schwerer Straftäter. |
| LINKE | Disagrees WhyFlächendeckende Überwachung gehört in autoritäre Staaten, nicht in eine Demokratie. Wir verteidigen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Automatisierte Gesichtserkennung und Verhaltensklassifikation führen oft zu Diskriminierung. |
| FDP | Disagrees WhyDie Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, sich ohne ständige Kontrolle im öffentlichen Raum zu bewegen. Videoüberwachung kann an einzelnen Kriminalitätsschwerpunkten wie Bahnhöfen Sinn ergeben, ersetzt jedoch niemals die Präsenz von Polizistinnen und Polizisten sowie funktionierende Präventionskonzepte. Eine flächendeckende Überwachung im öffentlichen Raum darf es daher nicht geben. Den Einsatz von automatisierter Gesichtserkennung im öffentlichen Raum lehnen wir ab. |
| GRÜNE | Disagrees WhyWir wollen, dass sich Menschen im Alltag bewegen können, ohne Sorge vor Überwachung zu haben. Eine automatisierte Gesichtserkennung von Fahrgästen wäre ein folgenreicher und unverhältnismäßiger Einschnitt in diese Freiheit. Kameraüberwachungen an Bahnhöfen und anderen gefährdeten öffentlichen Orten sowie eine regelmäßige Bestreifung durch die Polizei können hingegen mehr Sicherheit gewährleisten. |
| SPD | Disagrees WhyWir sprechen uns gegen eine anlasslose Überwachung der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum aus. |
Erhöhung der Verteidigungsausgaben
1 contradictionsDeutschland soll seine Verteidigungsausgaben erhöhen.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Agrees WhyDie Bundeswehr befindet sich in einem desolaten Zustand. Es fehlt an Personal und funktionsfähiger Ausrüstung. Die deutschen Streitkräfte sind so zu reformieren, dass ihre Einsatzbereitschaft im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung gewährleistet ist. Neuen hybriden Bedrohungen und Cyberattacken muss angemessen begegnet werden. Die AfD steht zu den Zusagen gegenüber der NATO. Um ihren Auftrag wieder erfüllen zu können, ist die Bundeswehr auf eine verlässliche Finanzierung angewiesen. |
| CDU/CSU | Agrees WhyDie Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass der Staat den Frieden und die Freiheit auch in außenpolitisch unruhigen Zeiten gewährleistet. Deutschland muss seinen militärischen Verpflichtungen nachkommen können. Die Bundeswehr muss daher voll ausgestattet sein und weiter modernisiert werden. Auch für eine faire Lastenverteilung und den Zusammenhalt im Bündnis stehen wir zur Verpflichtung in EU und NATO, unsere Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIPs zu erhöhen. |
| LINKE | Disagrees WhyDer Militärhaushalt der Bundesregierung ist in den letzten Jahren massiv gestiegen und beträgt derzeit 47 Milliarden Euro, dies entspricht mehr als 500 Euro aus Steuergeldern je Bürger*in. Die Steuermilliarden fehlen beim Ausbau des Gesundheitssystems, der sozialen Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz. Wir rufen dazu auf, im kommenden Jahr in allen Staaten weltweit die Militärausgaben um 10 Prozent zu senken. |
| FDP | Agrees WhyWir Freie Demokraten wollen, dass Deutschland stärker als bisher den vernetzen Ansatz in seinem internationalen Handeln umsetzt. Hierfür wollen wir die finanziellen Voraussetzungen schaffen. Deutschland soll im Sinne eines vernetzten Ansatzes drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in internationale Sicherheit (3D - defence, development and diplomacy) investieren, so seine in der NATO eingegangenen Verpflichtungen erfüllen, seine Entwicklungspolitik verstetigen und seine Diplomatie stärken. |
| GRÜNE | Disagrees WhyAnstelle der Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf ein willkürliches Zwei-Prozent-Ziel der NATO muss es darum gehen, die Bundeswehr für ihren Auftrag bestmöglich auszustatten. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass mehr Geld die Probleme der Bundeswehr nicht löst. Für eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik bedarf es einer Festlegung, was prioritär gebraucht wird, sowie einer ehrlichen Diskussion, was die Bundeswehr im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung leisten kann und soll. |
| SPD | Agrees WhyZur Sicherung des Friedens und der Verteidigung leistet die Bundeswehr einen verantwortungsvollen Beitrag. Dafür verdienen die Soldatinnen und Soldaten die bestmögliche Ausrüstung und den höchsten Grad an Ausbildung. Nach vielen Jahren immer neuer Sparrunden, hat die SPD daher notwendige Investitionen in die Bundeswehr erhöht. Dabei bleiben wir dem Prinzip verpflichtet: Ausrüstung statt Aufrüstung. |
Identified inconsistencies
The Gruene had explicitly campaigned against the NATO 2% target, calling it 'arbitrary.' On June 3, 2022, following Russia's full-scale invasion of Ukraine, they voted for the Grundgesetz amendment creating the 100 billion EUR Sondervermoegen Bundeswehr (passed 567-96). In March 2025, they also voted for the GG amendment permanently exempting defense spending above 1% GDP from the Schuldenbremse. This represents one of the most dramatic pre-election-to-government reversals in recent German political history, overturning decades of Gruene skepticism toward military spending.
Context: Russia's full-scale invasion of Ukraine on February 24, 2022 fundamentally changed the European security landscape. The Gruene argued the changed geopolitical reality necessitated a reassessment of their position on defense spending.
Rüstungsexporte nach Israel
Aus Deutschland sollen weiterhin Rüstungsgüter nach Israel exportiert werden dürfen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Neutral WhyWir erkennen uneingeschränkt das Existenzrecht Israels an und das Recht des Staates Israel dieses auch militärisch zu verteidigen. Dies gilt ins besonders auch vor dem Hintergrund des terroristischen Angriffs der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023. Die grundsätzliche Position der AfD keine Waffen in Spannungs- oder Kriegsgebiete zu liefern, bleibt davon aber unberührt. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyDeutschland trägt mit seiner Geschichte eine besondere Verantwortung für die Existenz und die Sicherheit Israels. Aus dieser Überzeugung unterstützen wir das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen den Terror, der Israel bedroht. Es liegt in unserem Interesse, dass wir fest an der Seite der einzigen Demokratie im Nahen und Mittleren Osten stehen. Dazu wollen wir Israel auch militärisch unterstützen und noch bestehende Exportblockaden beenden. |
| LINKE | Disagrees WhyAuch beim Krieg im Nahen Osten gibt es keine militärische Lösung. Es braucht diplomatischen Druck für einen Waffenstillstand und einen nachhaltigen Frieden. Dazu gehört ein Prozess der Aussöhnung. Der Internationale Strafgerichtshof muss bei der Aufklärung und Verfolgung der Verbrechen auf beiden Seiten unterstützt werden. |
| FDP | Agrees WhyDie Existenz und Sicherheit Israels ist Teil deutscher Staatsräson und unverzichtbarer Pfeiler deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Wir müssen Israel alles zur Verfügung stellen, was es für sein völkerrechtlich garantiertes Selbstverteidigungsrecht benötigt. Rüstungsexporte sind dafür ein legitimes Mittel und dienen dazu, strategische Partnerschaften und die Stabilität in geopolitisch wichtigen Regionen zu sichern. Israel wollen wir bei Rüstungsexporten NATO-Staaten gleichstellen. |
| GRÜNE | Agrees WhyDas ist eine der derzeit schwersten Fragen. Wir stehen ein für die Sicherheit Israels und aller Israelis - ebenso für das humanitäre Völkerrecht. Israel muss sich gegen Raketen der Hamas oder aus Iran verteidigen können. Doch das ist kein Blankoscheck, weder für Israel noch für Rüstungsexporte. Bei jeder Entscheidung dazu ist humanitäres Völkerrecht zu beachten. Wenn dem Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza im Einzelfall nicht genug Rechnung getragen ist, dürfen Waffen nicht exportiert werden. |
| SPD | Agrees WhyAus der deutschen Verantwortung für die Shoa bekennen wir uns als SPD uneingeschränkt zum Existenzrecht Israels. Das bedeutet auch, dass wir Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit Israels tragen und Israel entsprechend mit Rüstungsgütern unterstützen. Dem liegen sorgfältige Einzelfallentscheidungen auf Basis des humanitären Völkerrechts und der Wahrung der Menschenrechte zugrunde. |
Unterstützung der Ukraine
2 contradictionsDeutschland soll die Ukraine weiterhin militärisch unterstützen.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyWir fordern von allen Kriegsparteien eine Einstellung der Kampfhandlungen und die Aufnahme von Friedensgesprächen ohne Vorbedingungen. Die Alternative für Deutschland versteht sich als Partei, in der Diplomatie und friedliche Konfliktbewältigung vorrangig sind. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Agrees WhyUnser Ziel ist Frieden in Europa. Die Ukraine verteidigt auch uns, denn fällt die Ukraine, droht ein russischer Angriff auf weitere Länder. Daher unterstützen wir die Ukraine mit diplomatischen, finanziellen und humanitären Mitteln sowie mit Waffenlieferungen. Sie muss ihr Selbstverteidigungsrecht ausüben können. Unser Ziel ist ein Friedensprozess, der von der Ukraine aus einer Position der Stärke geführt werden kann. |
| LINKE | Disagrees WhyMilitärische Unterstützung hat den Krieg und das Leid nicht beendet. Wir unterstützen diplomatische Initiativen, die Russland und die Ukraine an den Verhandlungstisch bringen. Ziel muss ein Waffenstillstand und ein gerechter Frieden sein. |
| FDP | Agrees WhyUnsere Unterstützung für die Ukraine darf nicht an Geld oder Waffenlieferungen scheitern. Denn die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit. Daher fordern wir u.a. die Lieferung von Taurus und weiterer Waffensysteme an die Ukraine. Wir setzen uns zudem für eine dauerhafte und gerecht verteilte Finanzierung der Unterstützung der Ukraine ein. Ziel ist die Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine sowie ihr Beitritt zur EU und NATO. |
| GRÜNE | Agrees WhyMillionen Ukrainer*innen verteidigen Tag für Tag ihr Leben, ihre Freiheit und den Frieden in Europa gegen die brutale Aggression von Putins Russland. Dabei stehen wir fest an ihrer Seite - mit diplomatischer, finanzieller, humanitärer und militärischer Unterstützung. Die Ukraine muss in der Lage sein, sich zu verteidigen und eine starke Position für einen möglichen Friedensprozess sicherzustellen. Das ist auch unser bester Eigenschutz hier im Herzen Europas. |
| SPD | Agrees WhyDie SPD bekennt sich klar zur diplomatischen, militärischen, finanziellen und humanitären Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg – so lange wie nötig. Die Ukraine muss mögliche Verhandlungen auf Augenhöhe mit Russland führen können. Zur Verteidigung der Ukraine und zur Sicherung des Friedens in Europa unterstützt die SPD mit Besonnenheit und Augenmaß. Für uns gilt, dass Deutschland und die NATO nicht selbst zur Kriegspartei werden dürfen. |
Identified inconsistencies
The SPD explicitly promised 15 EUR Mindestlohn by 2026. The coalition agreement (April 9, 2025) stated the Mindestlohnkommission should orient itself on the 60% median wage benchmark, making 15 EUR 'erreichbar' (achievable) in 2026. The Kommission set 13.90 EUR for 2026 and 14.60 EUR for 2027 -- falling short. No legislation was introduced to mandate 15 EUR. At current trajectory, 15 EUR would be reached around 2028, not 2026 as promised.
Context: CDU/CSU insisted the Mindestlohnkommission must remain independent. The Kommission adopted the 60% of median benchmark for the first time, and the June 2025 increase was described as the largest social-partner-agreed increase since the Mindestlohn was introduced.
The SPD's 2025 Wahlprogramm explicitly opposed push-backs and emphasized European legal compliance. The coalition agreement signed on April 9, 2025 accepted significant CDU/CSU demands including border rejections, a two-year suspension of family reunification for subsidiary protection holders, deportation flights to Afghanistan and Syria, and termination of the Afghanistan admission program. These were positions the SPD had explicitly campaigned against.
Context: The SPD made these concessions as part of coalition negotiations with CDU/CSU, which had won the election with a clear mandate for stricter migration policy. The shift also continued a trajectory already visible under SPD Chancellor Scholz in 2024.
Transport
Besteuerung des Flugverkehrs
Der Flugverkehr soll höher besteuert werden.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDer globale Flugverkehr ist von elementarer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland und darf nicht kurzsichtig einer unwissenschaftlichen Klima-Hysterie geopfert werden. Deutschlands Flughäfen sind als Wirtschaftsfaktor zu stärken. Die AfD befürwortet die Abschaffung der Luftverkehrsteuer und richtet sich gegen unrealistische CO2-Reduktionsziele der EU. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir wollen, dass die Luftfahrt ein preislich wettbewerbsfähiger Verkehrsträger ist und der Luftverkehrsstandort Deutschland erhalten bleibt. Flüge, bei denen alternative Kraftstoffe eingesetzt werden, wollen wir von der Luftverkehrssteuer befreien. |
| LINKE | Agrees WhyDen sozialen und ökologischen Dumping-Wettbewerb im Luftverkehr wollen wir unterbinden. Er führt zu schlechten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bei den Fluggesellschaften. Und er belastet das Klima. Wir wollen eine einheitliche Kerosinsteuer in der Europäischen Union. Zugfahren darf auf denselben Strecken nicht mehr teurer sein als fliegen. |
| FDP | Disagrees WhyFlüge innerhalb der EU fallen bereits unter das CO2-Limit des europäischen Emissionshandels. Der Emissionshandel ist das effektivste Instrument zur Einsparung von CO2. Eine höhere Besteuerung des Luftverkehrs hingegen leistet keinen direkten Beitrag zum Klimaschutz. |
| GRÜNE | Agrees WhyObwohl Fliegen eine der klimaschädlichsten Verkehrsarten ist, wird der Luftverkehr in Milliardenhöhe subventioniert. Gleichzeitig ist die klimafreundliche Bahn deutlich unterfinanziert. Es ist längst überfällig, jahrzehntealte Subventionen für den Luftverkehr endlich abzubauen und die Wettbewerbsbedingungen zugunsten des Klimaschutzes zu verändern. Dafür müssen wir die Investitionen in den Neu- und Ausbau des Schienennetzes deutlich ausweiten. |
| SPD | Agrees WhyEs soll günstige Flüge geben, aber keine Dumpingangebote. Die Ticketpreise sollen nicht unter den Gebühren liegen, die am Flughafen anfallen. Im Gegenzug wird Bahnfahren innereuropäisch günstiger und attraktiver werden als Fliegen. Zusätzlich werden wir Forschung, Entwicklung und Pilotprojekte vorantreiben, damit Schiffe, Flugzeuge und LKW kein klimaschädliches CO2 mehr ausstoßen. Wir verbinden das mit Projekten zum Aufbau einer umweltfreundlichen Wasserstoffwirtschaft. |
Schiene vor Straße
Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur soll die Schiene Vorrang vor der Straße haben.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyVerkehrsinfrastruktur wurde in allen Bereich über Jahrzehnte vernachlässigt und muss in gleicher Form massiv betrieben werden. |
| BSW | Agrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyAlle Verkehrsträger brauchen einen bedarfsgerechten Ausbau. Individualverkehr und ÖPNV gehören zusammen und müssen barrierefrei gedacht werden. Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug und Auto, Rad- und Fußverkehr ergänzen sich sinnvoll. |
| LINKE | Agrees WhyDie Linke will mehr Personen und Güter von der Straße auf die Schiene bringen. Dafür müssen mehr Züge auf funktionierenden Strecken fahren. Daher sprechen wir uns für die dringend nötige Sanierung von Brücken, Bahninfrastruktur und den Ausbau der Bahn aus. |
| FDP | Disagrees WhyEine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist der Schlüssel für Wachstum und Wohlstand. Verkehrsprognosen zeigen, dass das Verkehrsvolumen auch in Zukunft weiterwachsen wird. Daher werden wir weiterhin auf alle Verkehrsträger mit ihren spezifischen Leistungsprofilen angewiesen sein. Alle Verkehrsträger benötigen eine auskömmliche Finanzierung und es muss prioritär dort investiert werden, wo der Bedarf am dringlichsten ist. Einen grundsätzlichen Vorrang eines Verkehrsträgers lehnen wir ab. |
| GRÜNE | Agrees WhyDeutschland soll ein Bahnland werden, in dem man seine Wege preiswert und verlässlich zurücklegen kann. Unser Ziel im Schienenverkehr ist der Deutschlandtakt, mit dem Städte und ländliche Regionen miteinander verbunden werden. Das Bahnnetz, das wir marode vorgefunden haben, werden wir weiter mit Hochdruck sanieren und im erforderlichen Maß ausbauen. Straßen und Brücken wurden auf Verschleiß gefahren. Mit schnelleren Planungsverfahren werden wir die Sanierung von Straßen und Brücken vorantreiben. |
| SPD | Agrees WhyDie SPD hat die jahrelange Vernachlässigung der Schiene beendet. Eine verlässliche Bahn ist das Rückgrat der Verkehrswende. Wir haben Milliardeninvestitionen in unser Schienennetz auf den Weg gebracht, das jetzt einer Generalsanierung unterzogen wird, damit die Bahn wieder pünktlicher wird. Gleichzeitig müssen unsere Straßen dringend saniert werden, insbesondere die Autobahnbrücken. |
Tempolimit auf Autobahnen
8 contradictionsAuf allen Autobahnen soll ein generelles Tempolimit gelten.
| Party | 2021 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyDie AfD lehnt ein generelles Tempolimit auf Bundesautobahnen strikt ab. Starre Tempolimits müssen regelmäßig überprüft werden und im Fall der Unbegründetheit wegfallen. Flexible, situationsgerechte Streckenbeeinflussungsanlagen stellen eine gute Alternative dar. |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir lehnen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab und setzen stattdessen auf innovative, moderne Verkehrssteuerung. An Gefahrenstellen bestehen schon heute Tempolimits, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. |
| LINKE | Agrees WhyDeutschland ist das einzige Land in Europa und der industrialisierten Welt ohne Tempolimit. Dabei ist erwiesen, dass dadurch die Zahl von schweren Unfällen und Todesfällen im Straßenverkehr verringert würden. Und Tempolimits sind besser fürs Klima. |
| FDP | Disagrees WhyEin generelles Tempolimit auf Autobahnen führt weder zu besserem Klimaschutz im Verkehrssektor noch zu mehr Verkehrssicherheit. Ein aktiver und wirkungsvoller Beitrag für den Klimaschutz wäre es, den Verkehrssektor in das Europäische Emissionshandelssystem aufzunehmen. So könnten Emissionen durch Marktanreize an der richtigen Stelle eingespart werden, dort, wo es am effizientesten ist. Zudem bietet intelligente und innovative Verkehrslenkung enorme Möglichkeiten. |
| GRÜNE | Agrees WhyUm die Anzahl schwerer Unfälle zu vermindern und ein entspanntes Fahren ohne krasse Geschwindigkeitsunterschiede zu ermöglichen, ist die Einführung eines allgemeinen Sicherheitstempos wie in allen anderen europäischen Ländern geboten. Das hilft auch dem Klima und dafür gibt es auch in unserem Land breite gesellschaftliche Mehrheiten. |
| SPD | Agrees WhyEin Tempolimit von 130 km/h auf Bundesautobahnen schützt die Umwelt und senkt die Unfallzahlen deutlich. Außerdem erhöht es die Reichweite von Elektrofahrzeugen deutlich - und diese werden in Zukunft eine Großteil der Fahrzeuge ausmachen. |
Identified inconsistencies
The FDP's signature tax demand was full Soli abolition. The Ampel Koalitionsvertrag (November 2021) contained no provision for Soli reform -- the SPD and Gruene blocked it. The partial reform from the prior GroKo remained: approximately 90% of taxpayers were already exempt, but top earners continued to pay 5.5%. After the Ampel collapsed, the FDP introduced a Solidaritaetszuschlagbefreiungsgesetz (first reading December 19, 2024) but it never reached a final vote before dissolution.
Context: The FDP succeeded in blocking new tax increases (Vermoegensteuer, income tax hikes) during the Ampel period. The Soli's continued existence was a lower priority for SPD and Gruene, who viewed it as a fair contribution from high earners.
Interior Minister Nancy Faeser (SPD) ordered temporary border controls at all German land borders on September 16, 2024. On August 30, 2024, the government organized the first deportation flight to Afghanistan since the Taliban takeover, carrying 28 convicted criminals via a Qatar-mediated charter flight from Leipzig. Chancellor Scholz publicly stated that 'too many immigrants without the right to stay' were arriving, shifting the SPD's rhetoric significantly from its pre-election humanitarianism.
Context: The SPD maintained that deportation flights targeted only convicted criminals and that border controls were temporary and legal under EU law. High-profile attacks (Mannheim, Solingen) shifted public opinion dramatically.
The SPD's central housing promise -- a Mietenmoratorium tied to the inflation rate -- was dropped during the 2021 Sondierungsgespraeche due to FDP opposition. The less ambitious goal of extending the Mietpreisbremse was agreed within the coalition in April 2024 after prolonged dispute, but the legislation was never passed before the Ampel collapsed on November 6, 2024. The Kappungsgrenze reduction from 15% to 11% and other promised rental law reforms were also not implemented.
Context: FDP Justice Minister Marco Buschmann systematically blocked rental law reform. The SPD lacked the political capital to override FDP objections within the three-party coalition. The successor Schwarz-Rot government passed the Mietpreisbremse extension on June 26, 2025.
The SPD's pre-election stance supported defense investment within limits ('Ausruestung statt Aufruestung'). Chancellor Scholz's Zeitenwende speech on February 27, 2022 went far beyond this, announcing a 100 billion EUR Sondervermoegen and committing Germany to exceeding the NATO 2% target. Defense spending reached approximately 85.5 billion EUR (2% GDP) in 2024, with a trajectory to 3.5% by 2029 under the successor government. This exceeded both the SPD's pre-election promise and the NATO 2% target itself.
Context: Russia's full-scale invasion of Ukraine created an exceptional security situation that justified exceeding pre-election commitments. The SPD maintained its emphasis on proper equipment and NATO solidarity throughout.
The Ampel coalition agreement promised 'kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizenzierten Geschaeften' (controlled sale in licensed shops). The Cannabis Act passed on February 23, 2024 (404-226) permits home cultivation (3 plants), possession (25g public, 50g home), and non-profit cannabis clubs, but no commercial retail shops. The retreat from licensed commercial sale was attributed to EU legal constraints (UN Single Convention on Narcotic Drugs, EU Framework Decision 2004/757/JHA). A planned Phase 2 with regional commercial pilots was never implemented.
Context: EU law constraints made commercial retail legally impossible without EU-level reform. The law still represented the most significant drug policy reform in German history, decriminalizing personal use and enabling social clubs.
The SPD's key pension promise -- transforming statutory pension insurance into an Erwerbstaetigenversicherung covering all workers including civil servants and self-employed -- was never legislated during WP20. The Rentenpaket II, approved by cabinet on May 29, 2024, had its first Bundestag reading on September 27, 2024 but was discontinued when the Ampel collapsed. A narrower Rentenniveau stabilization (at 48% until 2031, not 2039) was eventually passed by the successor CDU/CSU+SPD government on December 5, 2025.
Context: The core pension reform concept was picked up by the successor coalition in reduced form. The Erwerbstaetigenversicherung required extensive stakeholder consultation and faced strong resistance from civil servants' associations and the Beamtenbund.
The Ampel's Gigabitstrategie (July 2022) set a target of 50% FTTH by end 2025 and nationwide coverage by 2030. By end 2025, FTTH coverage reached approximately 40.5% -- significant growth but below target. Germany remained well below the EU average of 76.8% fiber coverage. The OZG mandated all administrative services online by end 2022; this deadline was entirely missed. Bitkom's final assessment: only 38% of the Ampel's 334 digital policy measures were completed, 10% were not even started.
Context: FTTH expansion more than doubled during the Ampel period (18.2% to 40.5%). OZG 2.0 was passed in June 2024 as a more realistic framework. The successor government created a dedicated Bundesministerium fuer Digitalisierung in May 2025.
The SPD and Gruene both campaigned for reintroducing the Vermoegensteuer (suspended since 1997 after a BVerfG ruling). The FDP categorically ruled this out as a condition for entering the coalition. The Koalitionsvertrag of November 24, 2021 contained no mention of a wealth tax, representing a complete concession to the FDP. No wealth tax legislation was introduced during WP20. The 2025 CDU/CSU+SPD coalition agreement also contains no wealth tax provision.
Context: The FDP made Vermoegensteuer rejection a non-negotiable condition for coalition participation. The SPD accepted this in exchange for other priorities like the Mindestlohn increase and Kindergrundsicherung.
Tempolimit auf Autobahnen
Auf allen Autobahnen soll ein generelles Tempolimit gelten.
| Party | 2025 |
|---|---|
| AfD | Disagrees WhyEs gibt bereits viel zu viele politisch motivierte Einflüsse auf das Verkehrsgeschehen. Bürger sind mündig und in der Lage nach Maßgabe der StVo zu handeln und ihre Geschwindigkeit anzupassen wo dies erforderlich ist. |
| BSW | Disagrees |
| CDU/CSU | Disagrees WhyWir sehen in der individuellen Mobilität den Inbegriff von Freiheit und spielen deshalb unterschiedliche Verkehrsmittel nicht gegeneinander aus. Anti-Auto-Haltung, Fahrverbote für Innenstädte, das Umwidmen von Parkplätzen und ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen lehnen wir ab und setzen stattdessen auf innovative, moderne Verkehrssteuerung. An Gefahrenstellen bestehen schon heute Tempolimits, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. |
| LINKE | Agrees WhyDie Linke unterstützt die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Wer schon mal im Ausland Auto gefahren ist, weiß: Das ist für alle entspannter. Mit dem Tempolimit können erhebliche Mengen an CO2 eingespart. Und es gibt viel weniger Tote und Verletzte bei Autounfällen. |
| FDP | Disagrees WhyWir Freie Demokraten lehnen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab. Auch ohne Tempolimit sind die deutschen Autobahnen mit die sichersten in Europa. Wir vertrauen auf die Eigenverantwortung mündiger Bürger. Ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmer erreichen wir nicht durch Verbote, sondern durch ausgewogene Regeln und gegenseitigen Respekt. Ein Tempolimit würde keine entscheidende Reduzierung des CO2-Ausstoßes bewirken, es ist Symbolpolitik gegen die freie Entscheidung und das Auto. |
| GRÜNE | Agrees WhyAls einziges Land weltweit erlaubt Deutschland das unbegrenzte Rasen auf Autobahnen, zum Schaden von Menschenleben und Umwelt. Ein Tempolimit ist gut für die Verkehrssicherheit und den Klimaschutz. Es sorgt zudem dafür, dass der Verkehr flüssiger läuft. |
| SPD | Agrees WhyWir wollen ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf Bundesautobahnen einführen. Dadurch wird es deutlich sicherer und entspannter auf der Autobahn: Stress, Unfälle, Staus und Lärm werden weniger. Es gibt weniger Verkehrstote und Schwerverletzte. Und das Tempolimit leistet auch einen schnellen und wirksamen Beitrag zum Klimaschutz. In allen unseren Nachbarländern fährt es sich gut mit einem Tempolimit. |